12-11-2025, 13:54 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-11-2025, 13:54 von Tariq Al-Fawahir.)
Tariq hatte Geld.
Er hatte es in Hülle und Fülle und eine Zeit lang war er sich sicher gewesen, damit sogar die Welt kaufen zu können.
Aber er war Realist. Und er wusste, dass andere mehr hatten als er. Genug, um ihren Reichtum auch ungeniert nach außen tragen zu können und sich einen Dreck darum zu scheren, was andere über sie dachten. Genug, um in Saus und Braus zu leben und sich keinen Deut um irgendetwas kümmern zu müssen.
In diese Kategorie fiel, wenn er sich hier aufmerksam umsah, offenbar auch sein Geschäftspartner. Denn von einer Freundschaft konnte man wohl kaum sprechen.
Freundschaft wäre es gewesen, hätte es keine Gefahr gegeben, dass der Andere ihm einen Dolch in den Rücken stieß, wenn eine Möglichkeit sich darbot. Aber in den Zeiten, in denen sie lebten, konnte das jederzeit der Fall sein. Und Tariq war nicht so dumm zu glauben, dass er unantastbar war.
In einer Welt wie dieser war alles und jeder ersetzbar.
Zumindest, wenn man nicht dafür sorgte, dass genau das nicht der Fall war.
Was Keeran anging, so schlief Tariq lieber mit zwei offenen Augen, die fest auf den Mann gerichtet waren, der ihm nun gegenüber saß. Gerade war alles friedlich, entspannt. Sie hatten etwas zu feiern und für diesen einen kleinen Moment schien die Welt vollkommen in Ordnung zu sein.
Der Wein, den man aufgetischt hatte, hätte er im Normalfall nicht angerührt, doch selbst ihm stand für den heutigen Abend der Sinn nach ein wenig feiern.
Die Finger also lässig um das Weinglas geschlungen lehnte er sich in dem bequemen Sessel zurück und neigte ein wenig den Kopf zur Seite, während er den Mitstreiter musterte.
Auch er war guter Dinge.
Sie mussten nur noch ein wenig warten. Nicht mehr lange und sie hätten die uneingeschränkte Gewalt über die Regierung und dann konnten sie all ihre Pläne in die Tat umsetzen.
In Tariqs Fall bedeutete das, weiter auszuharren und die Netze weiter zu spannen.
Immerhin witterte die Maus die Schlange in den seltensten Fällen schnell genug. Und in diesem Fall war die Maus ausgesprochen unbedarft, arglos und bis über beide Ohren in ihn verliebt.
Und da er in diesem unfassbar großartigen Beispiel die Schlange war, würde er seinen Griff erst lockern, wenn er sich sicher war, dass die Beute ihm nicht doch wieder entwischen konnte.
Er richtete sich ein wenig auf und beugte sich vor um mit Keeran anzustoßen.
„Auf Samir“, wiederholte er und hob das Glas ein wenig an. „Und auf das, was kommen wird.“
Ja.
Es würde so einiges auf sie zukommen.
Die Veränderung war schon jetzt spürbar. Sie hatten bereits ihre Fußabdrücke hinterlassen und kein Sand dieser Welt würde sie wieder verwischen können.
„Und darauf, dass wir Geschichte schreiben“, fügte er an. „Die nicht einfach durch Sand verwischt werden kann. Die Fußspuren, die wir in den letzten Tagen hinterlassen haben, sind tief und schwer und sie werden den Weg vorgeben für die, die nach uns kommen.“
Vielleicht würde er beschwerlich sein, sicher.
Aber sie würden sich schon einfinden. Würden auf ihren Spuren wandeln und sich nach ihnen richten.
Tariq wusste, dass sie den Lauf der Sonne nicht verändern konnten. Sicher. Aber er war sich auch des Umstandes bewusst, dass sie sehr wohl verändern konnten, wie es sich unter der Sonne lebte.
Er hatte es in Hülle und Fülle und eine Zeit lang war er sich sicher gewesen, damit sogar die Welt kaufen zu können.
Aber er war Realist. Und er wusste, dass andere mehr hatten als er. Genug, um ihren Reichtum auch ungeniert nach außen tragen zu können und sich einen Dreck darum zu scheren, was andere über sie dachten. Genug, um in Saus und Braus zu leben und sich keinen Deut um irgendetwas kümmern zu müssen.
In diese Kategorie fiel, wenn er sich hier aufmerksam umsah, offenbar auch sein Geschäftspartner. Denn von einer Freundschaft konnte man wohl kaum sprechen.
Freundschaft wäre es gewesen, hätte es keine Gefahr gegeben, dass der Andere ihm einen Dolch in den Rücken stieß, wenn eine Möglichkeit sich darbot. Aber in den Zeiten, in denen sie lebten, konnte das jederzeit der Fall sein. Und Tariq war nicht so dumm zu glauben, dass er unantastbar war.
In einer Welt wie dieser war alles und jeder ersetzbar.
Zumindest, wenn man nicht dafür sorgte, dass genau das nicht der Fall war.
Was Keeran anging, so schlief Tariq lieber mit zwei offenen Augen, die fest auf den Mann gerichtet waren, der ihm nun gegenüber saß. Gerade war alles friedlich, entspannt. Sie hatten etwas zu feiern und für diesen einen kleinen Moment schien die Welt vollkommen in Ordnung zu sein.
Der Wein, den man aufgetischt hatte, hätte er im Normalfall nicht angerührt, doch selbst ihm stand für den heutigen Abend der Sinn nach ein wenig feiern.
Die Finger also lässig um das Weinglas geschlungen lehnte er sich in dem bequemen Sessel zurück und neigte ein wenig den Kopf zur Seite, während er den Mitstreiter musterte.
Auch er war guter Dinge.
Sie mussten nur noch ein wenig warten. Nicht mehr lange und sie hätten die uneingeschränkte Gewalt über die Regierung und dann konnten sie all ihre Pläne in die Tat umsetzen.
In Tariqs Fall bedeutete das, weiter auszuharren und die Netze weiter zu spannen.
Immerhin witterte die Maus die Schlange in den seltensten Fällen schnell genug. Und in diesem Fall war die Maus ausgesprochen unbedarft, arglos und bis über beide Ohren in ihn verliebt.
Und da er in diesem unfassbar großartigen Beispiel die Schlange war, würde er seinen Griff erst lockern, wenn er sich sicher war, dass die Beute ihm nicht doch wieder entwischen konnte.
Er richtete sich ein wenig auf und beugte sich vor um mit Keeran anzustoßen.
„Auf Samir“, wiederholte er und hob das Glas ein wenig an. „Und auf das, was kommen wird.“
Ja.
Es würde so einiges auf sie zukommen.
Die Veränderung war schon jetzt spürbar. Sie hatten bereits ihre Fußabdrücke hinterlassen und kein Sand dieser Welt würde sie wieder verwischen können.
„Und darauf, dass wir Geschichte schreiben“, fügte er an. „Die nicht einfach durch Sand verwischt werden kann. Die Fußspuren, die wir in den letzten Tagen hinterlassen haben, sind tief und schwer und sie werden den Weg vorgeben für die, die nach uns kommen.“
Vielleicht würde er beschwerlich sein, sicher.
Aber sie würden sich schon einfinden. Würden auf ihren Spuren wandeln und sich nach ihnen richten.
Tariq wusste, dass sie den Lauf der Sonne nicht verändern konnten. Sicher. Aber er war sich auch des Umstandes bewusst, dass sie sehr wohl verändern konnten, wie es sich unter der Sonne lebte.
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