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The Lion and the Serpent
06.11.1016 - 22:00
Arbeitszimmer im Anwesen der Neshats

Sommerland
Tariq Al-Fawahir
Sommerland - Admin
Alter 31
Beruf Berater des Königs
Wohnort Dharan Al-Bahr
Stand Ledig
User Cat
#4
Wider Erwarten – ja, er war selbst überrascht! – wanderte keine der beiden dunklen Augenbrauen in die Höhe, als Keeran ihm eröffnete, dass er seine Meinung hören wollte.
Wenn sich Tariq nämlich einer Sache ganz sicher war, so war es die, dass der Neshat sich selbst ins Töpfchen spielte und seinen Gewinn ganz sicher nicht teilen würde. Sie mochten einander jetzt als zugetan und als Freunde sehen, aber ganz sicher würde sich das ändern, kaum das Keeran sein Ziel erreicht und sein Gift an allen Stellen verteilt hatte.
Im Grunde war das natürlich die Aufgabe der Schlange und wie sie beide wussten, war das im Grunde eben nicht Keeran. Aber auch einem Löwen durfte man im Zweifel nur soweit trauen, wie man einen Berg versetzen konnte.
Und Tariq konnte keine Berge versetzen.
Dennoch blieb er ruhig und neigte stattdessen zustimmend den Kopf, um dem Anderen zu signalisieren, dass er zuhörte. Die Stimmung hätte romantisch sein können. Naja… mit jemandem, der nicht Keeran war, natürlich.
Nicht einmal, weil der Neshat schlecht aussah! Ganz sicher nicht.
Aber der war sicher nicht an einem entsprechenden Rendezvous interessiert.
Fast wären seine Gedanken abgeschweift, hätten sich an dem Gefühl von Samirs Körper unter seinen Fingerspitzen festgesogen wie der zukünftige König sich in den letzten Nächten an seinen Lippen. Wie sie einander geliebt hatten, diese besondere Form der Nähe…
Körperlich erfolgte keine Reaktion auf den gedanklichen Exkurs. Mental hingegen schüttelte Tariq sich einmal, um die Erinnerungen loszuwerden, die das Blut zum brodeln brachten und schnell dafür sorgen würden, dass ihm nicht nur die Hose zu eng sondern auch der Raum zu warm werden würde.
Er rutschte ein wenig tiefer in den Stuhl und lenkte seinen Fokus zurück auf Keeran.

Dann schnaubte er leise.
„Wie sollen sie wissen, wie die Geschäfte funktionieren. Sie hatten nie Geld, um das sie sich kümmern mussten“, gab Tariq zurück und stellte den eigenen Wein auf dem Tisch ab.
„Schau, Keeran“, begann er ruhig, als müsse er ihm die Welt erklären, auch wenn es lange nicht so abgedroschen und überheblich klang. Dafür befand sich diese Unterhaltung auch zu sehr auf Augenhöhe und so lag sein Ton wohl eher im Bereich Sarkasmus.
„Sie glauben, sie lösen das Problem, in dem sie die Wirtschaft brechen und Ressourcen für jeden zugänglich machen. Aber sie haben immer noch nicht verstanden, dass die Welt sich diesem Prinzip nicht beugen wird. Am Ende machen sie vielleicht alles zugänglich, aber welche Ressourcen wird das Land dann noch haben? Wovon wollen sie leben, wenn sie es heruntergewirtschaftet haben, weil niemand ihrer Verschwendung Einhalt gebietet?“
Dass die niedrig geborenen nicht mit dieser Verantwortung umgehen konnten, dessen war Tariq sich sicher. Das konnten ja stellenweise nicht einmal die, die es können sollten. Vielleicht lag es aber auch einfach an der Spezies Mensch an sich?

Kurz folgte sein Blick den Fingern, die über die Tischplatte strichen und für den Moment sah man ihm an, dass er in den eigenen Gedanken versank. Nachdenklich fuhr er sich mit den Finger über die Unterlippe, während er über die Frage seines Freundes und quasi Waffenbruders nachdachte.
Dann beugte er sich vor.
„Ich werde Yasirah aus dem Kerker holen. Sie war nun lange genug in diesem Loch. Wenn wir so weitermachen, dann verschimmelt sie dort, aber einen Wert hat sie für uns nicht. Wir werden sie mit zur Audienz des Großkönigs anbieten und zollen sie als Tribut. Hier bringt sie uns nichts und dort kann sie uns auch nicht mehr schaden. Aber wir könnten uns unter Umständen so schon ein wenig Boden gut machen. Außerdem wäre es spannend“, fuhr er fort, „herauszufinden, ob der König an einer Verbindung zwischen den Ländern interessiert ist. Samir ist in einem heiratsfähigen Alter und ein schöner Mann. Er wäre eine gute Partie und noch dazu wäre die Verbindung auch wirtschaftlich wichtig. Für beide Seiten“, wie er fand.
Die dunklen Augen der Schlange hoben den Blick aus der unfokussierten Leere, in der er sich eben noch befunden hatte und richteten die Aufmerksamkeit fest auf den Neshat.
„Was sagst du dazu?“
[Bild: Ben_Barnes_Sirius_Signatur.png]
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Nachrichten in diesem Thema
The Lion and the Serpent - von Keeran Neshat - 02-11-2025, 08:30
RE: The Lion and the Serpent - von Tariq Al-Fawahir - 20-12-2025, 01:15

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