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		<title><![CDATA[Facing the Storm - Alle Foren]]></title>
		<link>https://facingthestormchaptertwo.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestormchaptertwo.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:33:03 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Familie Gao]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=839</link>
			<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 21:23:35 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=180">Sihan Gao</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=839</guid>
			<description><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Two souls, bound by fate.]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=838</link>
			<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 23:48:04 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=127">Caeus Valerius</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=838</guid>
			<description><![CDATA[Tief im Herz der endlosen matariyyschen Wüste existiert ein Nomadenstamm, dessen Traditionen die Jahrhunderte überdauert hat. Ihr Leben ist streng, diszipliniert und im Einklang mit der gnadenlosen Heimat geformt, die sie umgibt. Kaum ein Außenstehender hat je ihre Wege betreten, und noch seltener ist jemand in die Geheimnisse ihrer Kultur eingeweiht worden. Bescheidenheit, Loyalität und Demut sind die Säulen ihres Daseins, doch ebenso meisterhaft beherrschen sie die Kriegskunst – den Tanz mit dem Katana. Diese seltene Waffe, geformt aus den kostbarsten Metallen der Wüste, wird vom Vater an den Sohn weitergegeben, ein Symbol von Pflicht, Ehre und der unerschütterlichen Verbindung zwischen Krieger und Heimat. Wer das Katana führt, trägt nicht nur eine Klinge, sondern das Gewicht von Generationen, die Stille der Dünen und den Geist des Stammes selbst in seinen Händen.<br />
<br />
Der <div class="sommerlandcolor">Gao-Clan</div> lebt nach dem Kodex des Tavak – nicht bloß Regeln, sondern die pulsierende Kraft, die jeden Krieger formt. Selbstbeherrschung, Gehorsam gegenüber den Älteren und Respekt vor allem Leben sind nicht nur Lehren, sie sind das Blut des Stammes selbst. Über allem steht der Clan, und Loyalität ist heilig und unantastbar. Es heißt: <div class="sommerlandcolor">„Tavak führt den Jungen zum Krieger.“</div> Doch wer den Kodex wirklich ehrt, spürt ihn in jedem Atemzug der Wüste, im heißen Sand unter den Füßen, im rhythmischen Klang der Klingen, die seit Generationen von Vater zu Sohn weitergegeben werden. Tavak ist kein Wort – es ist der Geist, der den Gao-Clan leben, kämpfen und überdauern lässt.<br />
<br />
Der Gao-Clan ist tief mit der Mystik Arcandas verbunden. Woher ihre Ahnen das Wissen über diesen Kontinent bezogen, kann Sihan nicht sagen. Doch eines war ihnen seit jeher klar: die Drachen sind heilige Gottheiten. Die großen Bestien der Lüfte wurden verehrt, ihre majestätische Gestalt inspirierte alles Handeln der Krieger, von den Ritualen bis hin zur Schmiedekunst.<br />
So tragen die Krieger des Gao-Clans auf ihren Reisen geschnitzte Halbmasken, geschmückt mit Reißzähnen und kunstvollen Verzierungen, dazu einfache, schwere Gewänder und einen Kasa, den traditionellen Strohhut, der Schatten in der gnadenlosen Sonne spendet.<br />
Ihre traditionelle Kampfrüstung hingegen ist ein Kunstwerk, das gleichermaßen Schutz und Ehrfurcht vermittelt. Der Kürass aus gehärtetem Leder wird kunstvoll so gestaltet, dass er die schuppenartige Struktur eines Drachen imitiert – ein Motiv, das sich auf Arm- und Beinschienen sowie den Rock erstreckt, der die Oberschenkel schützt. Am auffälligsten aber ist der Helm: aus Metallplatten gefertigt, geformt wie der Schädel eines Drachen oder Dämons, furchteinflößend und ehrwürdig zugleich. Wer diese Rüstung trägt, sieht nicht nur wie ein Krieger aus – er wird zum lebendigen Abbild der Drachen, verehrt und gefürchtet zugleich. Mittlerweile wird sie fast ausschließlich zu zeremoniellen Zwecken getragen.<br />
<br />
<div class="sommerlandcolor">Sihan Gao</div> wuchs zwischen Disziplin, Pflichten und unaufhörlicher Ausbildung auf. Von dem Moment an, in dem er laufen konnte, war sein Platz im Gefüge des Gao-Clans klar bestimmt. Als Sohn des Stammesführers wuchs er unter den wachsamen Blicken der Ältesten auf, stets umgeben von Erwartungen, die schwerer wogen als der Sand der Wüste selbst. Seine Kindheit war kein Spiel, sondern eine Abfolge aus Lehre, Prüfung und stiller Beobachtung.<br />
Seine Eltern waren nicht lieblos, doch Zuneigung zeigte sich selten in Worten. Stattdessen formten sie ihn durch Beständigkeit, durch Wiederholung, durch das unbeirrbare Festhalten am Tavak. Wie Wasser, das über Jahre hinweg einen Stein im Fluss glättet, schufen sie aus ihm einen Geist, der lernte zu ertragen, bevor er lernte zu verlangen. Schon früh wurde Sihan gelehrt, sich selbst zurückzustellen. Seine Wünsche hatten hinter den Bedürfnissen des Clans zu warten, seine Gefühle hinter der Pflicht zu schweigen. Er lernte, still zu stehen, während andere Kinder spielten. Er lernte, zuzuhören, wenn die Ältesten sprachen. Und er lernte, den Blick nicht abzuwenden, wenn Verantwortung vollstreckt wurde.<br />
So wurde Sihan vor allem eines: hart. Diszipliniert. Unverrückbar. Ein Junge, der Tavak nicht nur kannte, sondern lebte – lange bevor er verstand, was es bedeutete, ein Mensch zu sein. Und genau deshalb war es umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet er es war, der eines Tages innehielt, als er dem Mädchen begegnete, das seine Frau werden sollte. Denn in ihrer Sanftheit, in diesem ruhigen Blick, für den ihm die Worte fehlten, begann die Mauer zu bröckeln, die durch Jahre der Erziehung unantastbar hätte sein sollen. Die Strenge seiner Züge, meist vom Pflichtbewusstsein verhärtet, wurde weicher. Vielleicht war es der erste Moment, in dem Tavak ihm nicht nur Disziplin, sondern auch Maß lehrte.<br />
<br />
Als Sihan sein achtzehntes Lebensjahr erreichte, verschwand das Mädchen, das als Einzige je Zugang zu ihm gehabt hatte. Ohne Abschied, ohne Erklärung. Und sie nahm das Kostbarste mit sich, das er je hätte geben können: sein Herz.<br />
Als Sihan von ihrem Verschwinden erfuhr, regte sich in ihm zunächst nur eines – Wut. Wut darüber, dass sie gegangen war. Oder verschwunden. Der Unterschied spielte keine Rolle. Wut darüber, dass sie sich ihm entzogen hatte und mit ihr das Gefühl, das er nur in ihrer Nähe gekannt hatte. Es war keine stille, kontrollierte Wut, wie Tavak sie lehrte. Es war eine rohe, ungezügelte Glut, die tief in ihm brannte. Nicht, weil er sie verloren hatte – sondern weil sie die Einzige gewesen war, die ihm gezeigt hatte, dass er mehr sein konnte als Pflicht, mehr als Disziplin, mehr als der zukünftige Anführer des Gao-Clans.<br />
Ihr Fortgehen hinterließ keine Leere, sondern ein Vakuum, das ihn zwang, sich selbst neu zu betrachten. Und in dieser Wut lag etwas Gefährliches: das erste Gefühl, das er nicht einordnen, nicht beherrschen und nicht sofort dem Tavak unterwerfen konnte.<br />
<br />
Auf die Wut folgte Sorge. Sihan hatte die Welt jenseits des Clans auf Reisen mit seinem Vater gesehen. Er kannte den Wert eines Menschen in fremden Reihen – und wusste, wie leicht dieser übersehen oder missachtet werden konnte. Der Gedanke, dass andere ihr Wesen nicht erkennen, nicht achten mochten, nagte an ihm.<br />
Doch Sorge hatte in seiner Welt keinen Platz. Tavak ließ keinen Raum für Zweifel oder Furcht. Sein Vater wusste das. Er wusste auch, dass sich eine andere Frau für Sihan finden ließe.<br />
<br />
Zehn Jahre lang suchte sein Vater nach einer geeigneten Frau für Sihan. Doch eine nach der anderen wurde von Krankheit oder Hunger dahingerafft, noch bevor sich ihr Schicksal mit dem seinen verbinden konnte. Es war, als lege eine höhere Macht ihre Hand über diese Entscheidungen, als wolle sie den Gao-Clan vor einer Wahrheit bewahren, die niemand auszusprechen wagte.<br />
Sihan jedoch verstand es, diese Zeichen zu deuten – und ebenso, sie seinen traditionsgebundenen Eltern zu vermitteln. Er sprach von Vorhersehung, von der Bestimmung der Liebenden, einem alten Mythos des Clans, der beinahe in Vergessenheit geraten war. Es hieß, dass manche Seelen nicht gewählt, sondern erkannt würden. Dass selbst Tavak sich beugen müsse, wenn das Schicksal seinen Lauf nahm.<br />
<br />
<div class="sommerlandcolor">Der Mythos der Liebenden</div>
<br />
Noch bevor Tavak in Worte gefasst wurde, so heißt es, kannten die Ahnen des Gao-Clans eine andere Wahrheit. Sie sprachen von den Gebundenen Seelen, jenen Liebenden, deren Wege nicht durch Wahl, sondern durch Vorhersehung miteinander verflochten waren. Man glaubte, dass diese Seelen einander über Zeit und Entfernung hinweg erkannten, selbst wenn Welten, Kriege oder der Tod zwischen ihnen standen.<br />
<br />
Der Mythos erzählt von einem Krieger und einer Heilerin aus längst vergangenen Tagen, geboren in unterschiedlichen Sippen, bestimmt für verschiedene Pfade. Jeder von ihnen lebte diszipliniert und dem Clan verpflichtet. Und doch trug jeder im Inneren eine Unruhe, ein leises Ziehen, das keine Übung und kein Gebet zu stillen vermochte. Erst als ihre Wege sich kreuzten, verstummte dieses Ziehen – als hätte die Wüste selbst den Atem angehalten.<br />
<br />
Die Ältesten jener Zeit warnten: Die Gebundenen Seelen seien ein Geschenk, aber auch eine Prüfung. Denn wer sie trennte, rief Unheil herbei. Krankheit, Hunger und Verlust galten als Zeichen dafür, dass sich der Lauf des Schicksals gegen den Willen der Menschen stellte. Tavak, so heißt es, sei stark – doch nicht unfehlbar. Er forme den Krieger, aber er könne nicht brechen, was die Vorhersehung gebunden habe.<br />
Aus Furcht vor dieser Wahrheit geriet der Mythos in Vergessenheit. Nur wenige Älteste sprachen darüber, und mit jeder Generation wurde er weiter an den Rand gedrängt, bis er nur noch als leises Flüstern am Rand der Feuerstellen existierte. Sihan aber kannte diese Geschichte. Und er wusste, dass manche Verluste keine Strafe waren, sondern eine Mahnung.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Dann such jene Seele, die an die deine gebunden ist“</span>, resignierte sein Vater eines Abends im Schein des Lagerfeuers, mitten im Herzen ihres Lagers. Sein Gesicht war gealtert, von Wind und Verantwortung gezeichnet, doch die Strenge war nicht aus ihm gewichen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Und bring sie zurück, damit unser Leben wieder seinen gewohnten Lauf nimmt“</span>, fuhr er fort. Sein Blick flackerte dabei nur einen Augenblick zu jener Ältesten, die noch immer an dem Mythos festhielt.<br />
Sihan nickte. Er wusste nicht, was er dabei empfand. War es Erleichterung? Gewissheit? Oder etwas, das dem Triumph nahekam? Gefühle, die ihm eigentlich untersagt waren – und doch konnte er sie nicht von sich weisen. <br />
Selbst nach zehn Jahren erinnerte er sich noch an den Ausdruck in ihren Augen. An die Stille, die ihre Nähe ihm schenkte. Und an das brennende Verlangen, endlich zu erfahren, warum sie gegangen war. Oder wer sie ihm genommen hatte.<br />
<br />
Tavak hatte ihn gelehrt, den eigenen Willen zu beherrschen. Wünsche waren Schwäche. Verlangen ein Störgeräusch, das den Geist trübte und die Hand unsicher machte. So hatte Sihan es gelernt, so hatte er es gelebt – über Jahre, über Prüfungen hinweg, bis Tavak kein Kodex mehr war, sondern Instinkt. Und doch regte sich nun etwas in ihm, das sich nicht einordnen ließ.<br />
Sein Aufbruch folgte der Pflicht. Er suchte die Gebundene Seele, weil sein Vater es verlangte, weil der Clan es brauchte, weil Tavak es zuließ. Das redete er sich ein. Doch unter dieser Schicht aus Disziplin lag ein Wunsch, still und beharrlich, wie Wasser unter der Erde. Ein Wunsch, der ihren Namen trug, obwohl er ihn zehn Jahre nicht ausgesprochen hatte. Er fragte sich, ob Tavak ihn führte – oder ob er Tavak benutzte, um sich selbst zu erlauben, zu hoffen.<br />
In den Nächten, wenn das Feuer niederbrannte und die Wüste still wurde, dachte er an sie. An ihre Abwesenheit, die schwerer wog als jede Rüstung. Tavak verlangte Klarheit, doch sein Geist fand keine Ruhe. Er war nicht zerrissen, nicht schwach – aber etwas in ihm war verrückt. Vielleicht, so dachte Sihan, war Tavak nie dazu bestimmt gewesen, Wünsche zu vernichten. Vielleicht sollte er sie zügeln. Oder prüfen. Und vielleicht war dies seine Prüfung: zu erkennen, ob ein Krieger auch dann Tavak folgt, wenn der Weg nicht vom Kodex, sondern vom Herzen gewiesen wird.<br />
<br />
----------<br />
<br />
Also erstmal schön, dass ihr bis hier unten durchgehalten habt. Das hat sich irgendwie ein bisschen sehr verselbstständigt beim schreiben :'D Der Charakter muss vermutlich auch noch in das Arcandas System besser eingebettet werden, aber ich habe jetzt erst einmal alles so runtergeschrieben wie ich mir das einfach vorgestellt habe. <br />
<br />
Was für mich noch unklar ist: <ul class="mycode_list"><li>Wie wurde während des Einzugs der Männer für den Krieg mit dem Clan verfahren?<br />
</li>
<li>Ist euch das zu viel Mythos in einem Clan? Bzw die müssen ja auch nicht wirklich der Wahrheit entsprechen, das die zukünftigen Frauen (und das werden sicher keine 100 gewesen sein) die für Sihan in Frage kamen gestorben sind, kann ja an den allgemeinen Gegebenheiten in Matariyya liegen, was ihm dann natürlich sehr gelegen kam xD<br />
</li>
</ul>
<br />
Seine Ingame-Reise würde dann natürlich auch im Sommerland beginnen, ich glaube es wird für ihn relativ schwer werden eine Frau zu finden, die vor fast 10 Jahren verschwunden ist. Aber vielleicht begegnet ihm ja auch Mal ein reisender Mensch aus dem Herbstland der da zufällig eine Priesterin kennt? Ich könnte mir auch vorstellen, dass - wenn er von der Drachenjagt erfährt - er in das Herbstland reist, aber wohl eher, um die Jagd zu sabotieren, weil die Wesen für seinen Clan heilig sind. <br />
<br />
Ansonsten... ja. <br />
<br />
Aktuelle Avatarvorstellung: Manny Jacinto <br />
<br />
Vielleicht bekommen wir den ja hier verbaut <img src="https://facingthestormchaptertwo.de/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tief im Herz der endlosen matariyyschen Wüste existiert ein Nomadenstamm, dessen Traditionen die Jahrhunderte überdauert hat. Ihr Leben ist streng, diszipliniert und im Einklang mit der gnadenlosen Heimat geformt, die sie umgibt. Kaum ein Außenstehender hat je ihre Wege betreten, und noch seltener ist jemand in die Geheimnisse ihrer Kultur eingeweiht worden. Bescheidenheit, Loyalität und Demut sind die Säulen ihres Daseins, doch ebenso meisterhaft beherrschen sie die Kriegskunst – den Tanz mit dem Katana. Diese seltene Waffe, geformt aus den kostbarsten Metallen der Wüste, wird vom Vater an den Sohn weitergegeben, ein Symbol von Pflicht, Ehre und der unerschütterlichen Verbindung zwischen Krieger und Heimat. Wer das Katana führt, trägt nicht nur eine Klinge, sondern das Gewicht von Generationen, die Stille der Dünen und den Geist des Stammes selbst in seinen Händen.<br />
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Der <div class="sommerlandcolor">Gao-Clan</div> lebt nach dem Kodex des Tavak – nicht bloß Regeln, sondern die pulsierende Kraft, die jeden Krieger formt. Selbstbeherrschung, Gehorsam gegenüber den Älteren und Respekt vor allem Leben sind nicht nur Lehren, sie sind das Blut des Stammes selbst. Über allem steht der Clan, und Loyalität ist heilig und unantastbar. Es heißt: <div class="sommerlandcolor">„Tavak führt den Jungen zum Krieger.“</div> Doch wer den Kodex wirklich ehrt, spürt ihn in jedem Atemzug der Wüste, im heißen Sand unter den Füßen, im rhythmischen Klang der Klingen, die seit Generationen von Vater zu Sohn weitergegeben werden. Tavak ist kein Wort – es ist der Geist, der den Gao-Clan leben, kämpfen und überdauern lässt.<br />
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Der Gao-Clan ist tief mit der Mystik Arcandas verbunden. Woher ihre Ahnen das Wissen über diesen Kontinent bezogen, kann Sihan nicht sagen. Doch eines war ihnen seit jeher klar: die Drachen sind heilige Gottheiten. Die großen Bestien der Lüfte wurden verehrt, ihre majestätische Gestalt inspirierte alles Handeln der Krieger, von den Ritualen bis hin zur Schmiedekunst.<br />
So tragen die Krieger des Gao-Clans auf ihren Reisen geschnitzte Halbmasken, geschmückt mit Reißzähnen und kunstvollen Verzierungen, dazu einfache, schwere Gewänder und einen Kasa, den traditionellen Strohhut, der Schatten in der gnadenlosen Sonne spendet.<br />
Ihre traditionelle Kampfrüstung hingegen ist ein Kunstwerk, das gleichermaßen Schutz und Ehrfurcht vermittelt. Der Kürass aus gehärtetem Leder wird kunstvoll so gestaltet, dass er die schuppenartige Struktur eines Drachen imitiert – ein Motiv, das sich auf Arm- und Beinschienen sowie den Rock erstreckt, der die Oberschenkel schützt. Am auffälligsten aber ist der Helm: aus Metallplatten gefertigt, geformt wie der Schädel eines Drachen oder Dämons, furchteinflößend und ehrwürdig zugleich. Wer diese Rüstung trägt, sieht nicht nur wie ein Krieger aus – er wird zum lebendigen Abbild der Drachen, verehrt und gefürchtet zugleich. Mittlerweile wird sie fast ausschließlich zu zeremoniellen Zwecken getragen.<br />
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<div class="sommerlandcolor">Sihan Gao</div> wuchs zwischen Disziplin, Pflichten und unaufhörlicher Ausbildung auf. Von dem Moment an, in dem er laufen konnte, war sein Platz im Gefüge des Gao-Clans klar bestimmt. Als Sohn des Stammesführers wuchs er unter den wachsamen Blicken der Ältesten auf, stets umgeben von Erwartungen, die schwerer wogen als der Sand der Wüste selbst. Seine Kindheit war kein Spiel, sondern eine Abfolge aus Lehre, Prüfung und stiller Beobachtung.<br />
Seine Eltern waren nicht lieblos, doch Zuneigung zeigte sich selten in Worten. Stattdessen formten sie ihn durch Beständigkeit, durch Wiederholung, durch das unbeirrbare Festhalten am Tavak. Wie Wasser, das über Jahre hinweg einen Stein im Fluss glättet, schufen sie aus ihm einen Geist, der lernte zu ertragen, bevor er lernte zu verlangen. Schon früh wurde Sihan gelehrt, sich selbst zurückzustellen. Seine Wünsche hatten hinter den Bedürfnissen des Clans zu warten, seine Gefühle hinter der Pflicht zu schweigen. Er lernte, still zu stehen, während andere Kinder spielten. Er lernte, zuzuhören, wenn die Ältesten sprachen. Und er lernte, den Blick nicht abzuwenden, wenn Verantwortung vollstreckt wurde.<br />
So wurde Sihan vor allem eines: hart. Diszipliniert. Unverrückbar. Ein Junge, der Tavak nicht nur kannte, sondern lebte – lange bevor er verstand, was es bedeutete, ein Mensch zu sein. Und genau deshalb war es umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet er es war, der eines Tages innehielt, als er dem Mädchen begegnete, das seine Frau werden sollte. Denn in ihrer Sanftheit, in diesem ruhigen Blick, für den ihm die Worte fehlten, begann die Mauer zu bröckeln, die durch Jahre der Erziehung unantastbar hätte sein sollen. Die Strenge seiner Züge, meist vom Pflichtbewusstsein verhärtet, wurde weicher. Vielleicht war es der erste Moment, in dem Tavak ihm nicht nur Disziplin, sondern auch Maß lehrte.<br />
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Als Sihan sein achtzehntes Lebensjahr erreichte, verschwand das Mädchen, das als Einzige je Zugang zu ihm gehabt hatte. Ohne Abschied, ohne Erklärung. Und sie nahm das Kostbarste mit sich, das er je hätte geben können: sein Herz.<br />
Als Sihan von ihrem Verschwinden erfuhr, regte sich in ihm zunächst nur eines – Wut. Wut darüber, dass sie gegangen war. Oder verschwunden. Der Unterschied spielte keine Rolle. Wut darüber, dass sie sich ihm entzogen hatte und mit ihr das Gefühl, das er nur in ihrer Nähe gekannt hatte. Es war keine stille, kontrollierte Wut, wie Tavak sie lehrte. Es war eine rohe, ungezügelte Glut, die tief in ihm brannte. Nicht, weil er sie verloren hatte – sondern weil sie die Einzige gewesen war, die ihm gezeigt hatte, dass er mehr sein konnte als Pflicht, mehr als Disziplin, mehr als der zukünftige Anführer des Gao-Clans.<br />
Ihr Fortgehen hinterließ keine Leere, sondern ein Vakuum, das ihn zwang, sich selbst neu zu betrachten. Und in dieser Wut lag etwas Gefährliches: das erste Gefühl, das er nicht einordnen, nicht beherrschen und nicht sofort dem Tavak unterwerfen konnte.<br />
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Auf die Wut folgte Sorge. Sihan hatte die Welt jenseits des Clans auf Reisen mit seinem Vater gesehen. Er kannte den Wert eines Menschen in fremden Reihen – und wusste, wie leicht dieser übersehen oder missachtet werden konnte. Der Gedanke, dass andere ihr Wesen nicht erkennen, nicht achten mochten, nagte an ihm.<br />
Doch Sorge hatte in seiner Welt keinen Platz. Tavak ließ keinen Raum für Zweifel oder Furcht. Sein Vater wusste das. Er wusste auch, dass sich eine andere Frau für Sihan finden ließe.<br />
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Zehn Jahre lang suchte sein Vater nach einer geeigneten Frau für Sihan. Doch eine nach der anderen wurde von Krankheit oder Hunger dahingerafft, noch bevor sich ihr Schicksal mit dem seinen verbinden konnte. Es war, als lege eine höhere Macht ihre Hand über diese Entscheidungen, als wolle sie den Gao-Clan vor einer Wahrheit bewahren, die niemand auszusprechen wagte.<br />
Sihan jedoch verstand es, diese Zeichen zu deuten – und ebenso, sie seinen traditionsgebundenen Eltern zu vermitteln. Er sprach von Vorhersehung, von der Bestimmung der Liebenden, einem alten Mythos des Clans, der beinahe in Vergessenheit geraten war. Es hieß, dass manche Seelen nicht gewählt, sondern erkannt würden. Dass selbst Tavak sich beugen müsse, wenn das Schicksal seinen Lauf nahm.<br />
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<div class="sommerlandcolor">Der Mythos der Liebenden</div>
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Noch bevor Tavak in Worte gefasst wurde, so heißt es, kannten die Ahnen des Gao-Clans eine andere Wahrheit. Sie sprachen von den Gebundenen Seelen, jenen Liebenden, deren Wege nicht durch Wahl, sondern durch Vorhersehung miteinander verflochten waren. Man glaubte, dass diese Seelen einander über Zeit und Entfernung hinweg erkannten, selbst wenn Welten, Kriege oder der Tod zwischen ihnen standen.<br />
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Der Mythos erzählt von einem Krieger und einer Heilerin aus längst vergangenen Tagen, geboren in unterschiedlichen Sippen, bestimmt für verschiedene Pfade. Jeder von ihnen lebte diszipliniert und dem Clan verpflichtet. Und doch trug jeder im Inneren eine Unruhe, ein leises Ziehen, das keine Übung und kein Gebet zu stillen vermochte. Erst als ihre Wege sich kreuzten, verstummte dieses Ziehen – als hätte die Wüste selbst den Atem angehalten.<br />
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Die Ältesten jener Zeit warnten: Die Gebundenen Seelen seien ein Geschenk, aber auch eine Prüfung. Denn wer sie trennte, rief Unheil herbei. Krankheit, Hunger und Verlust galten als Zeichen dafür, dass sich der Lauf des Schicksals gegen den Willen der Menschen stellte. Tavak, so heißt es, sei stark – doch nicht unfehlbar. Er forme den Krieger, aber er könne nicht brechen, was die Vorhersehung gebunden habe.<br />
Aus Furcht vor dieser Wahrheit geriet der Mythos in Vergessenheit. Nur wenige Älteste sprachen darüber, und mit jeder Generation wurde er weiter an den Rand gedrängt, bis er nur noch als leises Flüstern am Rand der Feuerstellen existierte. Sihan aber kannte diese Geschichte. Und er wusste, dass manche Verluste keine Strafe waren, sondern eine Mahnung.<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Dann such jene Seele, die an die deine gebunden ist“</span>, resignierte sein Vater eines Abends im Schein des Lagerfeuers, mitten im Herzen ihres Lagers. Sein Gesicht war gealtert, von Wind und Verantwortung gezeichnet, doch die Strenge war nicht aus ihm gewichen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Und bring sie zurück, damit unser Leben wieder seinen gewohnten Lauf nimmt“</span>, fuhr er fort. Sein Blick flackerte dabei nur einen Augenblick zu jener Ältesten, die noch immer an dem Mythos festhielt.<br />
Sihan nickte. Er wusste nicht, was er dabei empfand. War es Erleichterung? Gewissheit? Oder etwas, das dem Triumph nahekam? Gefühle, die ihm eigentlich untersagt waren – und doch konnte er sie nicht von sich weisen. <br />
Selbst nach zehn Jahren erinnerte er sich noch an den Ausdruck in ihren Augen. An die Stille, die ihre Nähe ihm schenkte. Und an das brennende Verlangen, endlich zu erfahren, warum sie gegangen war. Oder wer sie ihm genommen hatte.<br />
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Tavak hatte ihn gelehrt, den eigenen Willen zu beherrschen. Wünsche waren Schwäche. Verlangen ein Störgeräusch, das den Geist trübte und die Hand unsicher machte. So hatte Sihan es gelernt, so hatte er es gelebt – über Jahre, über Prüfungen hinweg, bis Tavak kein Kodex mehr war, sondern Instinkt. Und doch regte sich nun etwas in ihm, das sich nicht einordnen ließ.<br />
Sein Aufbruch folgte der Pflicht. Er suchte die Gebundene Seele, weil sein Vater es verlangte, weil der Clan es brauchte, weil Tavak es zuließ. Das redete er sich ein. Doch unter dieser Schicht aus Disziplin lag ein Wunsch, still und beharrlich, wie Wasser unter der Erde. Ein Wunsch, der ihren Namen trug, obwohl er ihn zehn Jahre nicht ausgesprochen hatte. Er fragte sich, ob Tavak ihn führte – oder ob er Tavak benutzte, um sich selbst zu erlauben, zu hoffen.<br />
In den Nächten, wenn das Feuer niederbrannte und die Wüste still wurde, dachte er an sie. An ihre Abwesenheit, die schwerer wog als jede Rüstung. Tavak verlangte Klarheit, doch sein Geist fand keine Ruhe. Er war nicht zerrissen, nicht schwach – aber etwas in ihm war verrückt. Vielleicht, so dachte Sihan, war Tavak nie dazu bestimmt gewesen, Wünsche zu vernichten. Vielleicht sollte er sie zügeln. Oder prüfen. Und vielleicht war dies seine Prüfung: zu erkennen, ob ein Krieger auch dann Tavak folgt, wenn der Weg nicht vom Kodex, sondern vom Herzen gewiesen wird.<br />
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Also erstmal schön, dass ihr bis hier unten durchgehalten habt. Das hat sich irgendwie ein bisschen sehr verselbstständigt beim schreiben :'D Der Charakter muss vermutlich auch noch in das Arcandas System besser eingebettet werden, aber ich habe jetzt erst einmal alles so runtergeschrieben wie ich mir das einfach vorgestellt habe. <br />
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Was für mich noch unklar ist: <ul class="mycode_list"><li>Wie wurde während des Einzugs der Männer für den Krieg mit dem Clan verfahren?<br />
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<li>Ist euch das zu viel Mythos in einem Clan? Bzw die müssen ja auch nicht wirklich der Wahrheit entsprechen, das die zukünftigen Frauen (und das werden sicher keine 100 gewesen sein) die für Sihan in Frage kamen gestorben sind, kann ja an den allgemeinen Gegebenheiten in Matariyya liegen, was ihm dann natürlich sehr gelegen kam xD<br />
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Seine Ingame-Reise würde dann natürlich auch im Sommerland beginnen, ich glaube es wird für ihn relativ schwer werden eine Frau zu finden, die vor fast 10 Jahren verschwunden ist. Aber vielleicht begegnet ihm ja auch Mal ein reisender Mensch aus dem Herbstland der da zufällig eine Priesterin kennt? Ich könnte mir auch vorstellen, dass - wenn er von der Drachenjagt erfährt - er in das Herbstland reist, aber wohl eher, um die Jagd zu sabotieren, weil die Wesen für seinen Clan heilig sind. <br />
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Ansonsten... ja. <br />
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Aktuelle Avatarvorstellung: Manny Jacinto <br />
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Vielleicht bekommen wir den ja hier verbaut <img src="https://facingthestormchaptertwo.de/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[We will always carry our chains.]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=837</link>
			<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 19:03:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=156">Cathal Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=837</guid>
			<description><![CDATA[Cathal hatte seine Bediensteten fortgeschickt, nachdem der dritte von ihnen an seinem Gewand gezupft und imaginäre Falten geglättet hatte, die selbst der blinde Fürstensohn von Kenmara nicht zu erspüren vermochte. Seine Nerven lagen blank, seine Laune hatte ihren tiefsten Punkt erreicht – und es lag nicht unmittelbar an seiner zukünftigen Gemahlin. Vielmehr war es der schlichte Umstand, dass diese Hochzeit nicht seinem Willen entsprang.<br />
Er sollte sich einem Schicksal beugen, das er nie für sich vorgesehen hatte. Denn man verheiratete ihn nicht nur – mit einer Frau aus dem Herbstland, einer Verbindung, der er keinen Sinn abgewinnen konnte –, sondern raubte ihm auf lange Sicht auch den Status, den er sich über Jahre hinweg mühsam erkämpft hatte. Er wollte nicht wie ein Kind klingen, wollte sich nicht in Flüchen über die Ungerechtigkeit verlieren, und doch empfand er es genau so. Ungerecht. Ein bitteres Gefühl, das ihn nun vollends überkam. Wo er sonst kühle Distanz und unbeugsame Ablehnung zur Schau tragen konnte, wurde die Trauung an diesem Tag zur Krönung all dessen, was er als den Abschied von seinem eigentlichen Schicksal betrachtete – und das nur, weil er blind war. Weil sein Körper eine Fehlfunktion hatte. Weil er <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">schwach</span> war. <br />
<br />
Seine rechte Hand fuhr sich über die Stirn – eine fahrige Geste, über die er sich sogleich ärgerte, da sie verriet, wie ihm die Souveränität entglitt. Unruhig schritt er in seinem Gemach auf und ab, als ließe sich auf diese Weise noch ein Ausweg aus seiner Lage finden. Er wusste, dass er alt genug war; dass es stets nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis sein Vater diese Entscheidung treffen würde. Und ja – es lag eine gewisse Logik darin. Cathal konnte sie erkennen, so sehr es ihn auch nervte. Doch… Cathal schluckte und schüttelte den Kopf. Albern. Er war albern. Ohne Zweifel. Es war seine Pflicht, und er würde ihr nachkommen – eine weitere Prüfung, die er bestehen musste, so wie er es immer getan hatte.<br />
<br />
Ein leises Klopfen an der Tür ließ ihn in der Bewegung innehalten und riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Kopf fuhr in die Richtung des Geräuschs – ein Reflex, den die Natur ihm offenbar doch gelassen hatte, obwohl seine Augen nichts sahen. Cathal rechnete mit Moira, einem letzten, hitzigen Austausch über diese unerträgliche Situation. Ein angespanntes <div class="herbstlandcolor">„Komm herein“</div> entwich seinen Lippen, während er vergeblich versuchte, die Schultern zu lockern. Niemand aus seiner Familie sollte ihn so angespannt sehen, erst recht nicht seine Schwester, die ohnehin genug Sorgen trug.<br />
Denn sie wusste es. Sie würde die Nächste sein. Und damit würde sie Kenmara den Rücken kehren – selbstverständlich würde sie zu ihrem zukünftigen Gemahl ziehen, nicht umgekehrt. Und in diesem unausweichlichen Schritt würde sie ihn verlieren. Denn so sehr es den Anschein haben mochte, dass er von ihr abhängig war, war es in Wahrheit sie, die von ihm abhängig war. Von seiner Nähe, seinem Rat, seiner stillen Stärke. Ohne ihn würde ein Teil von ihr verloren sein, so unverzichtbar, so unersetzlich, wie ein Schatten, der der Sonne folgt. Es war keine Arroganz, die ihm diese Gewissheit gab, sondern die Art, wie sie mit ihm sprach, und die Art, wie sie von seiner Aufmerksamkeit zehrte – so wie sie einst voneinander gezehrt hatten. Doch Cathal wusste ebenso, dass er sie, wenn es seine Pflicht war, eines Tages woanders hinverheiraten würde. Dass sie niemals dafür bestimmt waren, ein Leben lang Seite an Seite zu stehen oder Kenmara für sich allein zu beanspruchen. Dem Schicksal konnte man nicht den Rücken kehren. Er nicht dem seinen, und sie nicht dem ihren.<br />
<br />
Als sich die Tür öffnete, spürte Cathal sofort, dass es nicht Moira war, die ihn aufsuchte. Automatisch legte sich eine steinerne Maske über seine Züge – doch es war keine Ablehnung. Nur Distanz. Ein Schutzwall, vielleicht, um den jahrelangen Schmerz in seiner Brust einzuschließen, ihn gefangen zu halten wie ein wildes Tier, das nicht für das Licht des Tages geboren war und sich nur der Dunkelheit anvertraute. <div class="herbstlandcolor">„Was kann ich für Euch tun?“</div> Seine Stimme klang mechanisch, beinahe fremd in den eigenen Ohren, während er sich abwandte und ein paar Schritte zurücktrat – ein instinktiver Rückzug, der ihn innerlich aufwühlte, weil er sich so vor sich selbst verriet. Er streckte die Hand aus, tastete das kalte, raue Gemäuer der Burg ab, suchte Halt in der Härte des Steins, als könnte er sich daran klammern, um den Sturm in seiner Brust zu bändigen. Erst dann wandte er sich wieder der Tür zu, als müsse er genau bestimmen, in welchem Winkel er stand, um nicht überrascht zu werden – nicht von der Welt, nicht von seinem Schicksal, und schon gar nicht von sich selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Cathal hatte seine Bediensteten fortgeschickt, nachdem der dritte von ihnen an seinem Gewand gezupft und imaginäre Falten geglättet hatte, die selbst der blinde Fürstensohn von Kenmara nicht zu erspüren vermochte. Seine Nerven lagen blank, seine Laune hatte ihren tiefsten Punkt erreicht – und es lag nicht unmittelbar an seiner zukünftigen Gemahlin. Vielmehr war es der schlichte Umstand, dass diese Hochzeit nicht seinem Willen entsprang.<br />
Er sollte sich einem Schicksal beugen, das er nie für sich vorgesehen hatte. Denn man verheiratete ihn nicht nur – mit einer Frau aus dem Herbstland, einer Verbindung, der er keinen Sinn abgewinnen konnte –, sondern raubte ihm auf lange Sicht auch den Status, den er sich über Jahre hinweg mühsam erkämpft hatte. Er wollte nicht wie ein Kind klingen, wollte sich nicht in Flüchen über die Ungerechtigkeit verlieren, und doch empfand er es genau so. Ungerecht. Ein bitteres Gefühl, das ihn nun vollends überkam. Wo er sonst kühle Distanz und unbeugsame Ablehnung zur Schau tragen konnte, wurde die Trauung an diesem Tag zur Krönung all dessen, was er als den Abschied von seinem eigentlichen Schicksal betrachtete – und das nur, weil er blind war. Weil sein Körper eine Fehlfunktion hatte. Weil er <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">schwach</span> war. <br />
<br />
Seine rechte Hand fuhr sich über die Stirn – eine fahrige Geste, über die er sich sogleich ärgerte, da sie verriet, wie ihm die Souveränität entglitt. Unruhig schritt er in seinem Gemach auf und ab, als ließe sich auf diese Weise noch ein Ausweg aus seiner Lage finden. Er wusste, dass er alt genug war; dass es stets nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis sein Vater diese Entscheidung treffen würde. Und ja – es lag eine gewisse Logik darin. Cathal konnte sie erkennen, so sehr es ihn auch nervte. Doch… Cathal schluckte und schüttelte den Kopf. Albern. Er war albern. Ohne Zweifel. Es war seine Pflicht, und er würde ihr nachkommen – eine weitere Prüfung, die er bestehen musste, so wie er es immer getan hatte.<br />
<br />
Ein leises Klopfen an der Tür ließ ihn in der Bewegung innehalten und riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Kopf fuhr in die Richtung des Geräuschs – ein Reflex, den die Natur ihm offenbar doch gelassen hatte, obwohl seine Augen nichts sahen. Cathal rechnete mit Moira, einem letzten, hitzigen Austausch über diese unerträgliche Situation. Ein angespanntes <div class="herbstlandcolor">„Komm herein“</div> entwich seinen Lippen, während er vergeblich versuchte, die Schultern zu lockern. Niemand aus seiner Familie sollte ihn so angespannt sehen, erst recht nicht seine Schwester, die ohnehin genug Sorgen trug.<br />
Denn sie wusste es. Sie würde die Nächste sein. Und damit würde sie Kenmara den Rücken kehren – selbstverständlich würde sie zu ihrem zukünftigen Gemahl ziehen, nicht umgekehrt. Und in diesem unausweichlichen Schritt würde sie ihn verlieren. Denn so sehr es den Anschein haben mochte, dass er von ihr abhängig war, war es in Wahrheit sie, die von ihm abhängig war. Von seiner Nähe, seinem Rat, seiner stillen Stärke. Ohne ihn würde ein Teil von ihr verloren sein, so unverzichtbar, so unersetzlich, wie ein Schatten, der der Sonne folgt. Es war keine Arroganz, die ihm diese Gewissheit gab, sondern die Art, wie sie mit ihm sprach, und die Art, wie sie von seiner Aufmerksamkeit zehrte – so wie sie einst voneinander gezehrt hatten. Doch Cathal wusste ebenso, dass er sie, wenn es seine Pflicht war, eines Tages woanders hinverheiraten würde. Dass sie niemals dafür bestimmt waren, ein Leben lang Seite an Seite zu stehen oder Kenmara für sich allein zu beanspruchen. Dem Schicksal konnte man nicht den Rücken kehren. Er nicht dem seinen, und sie nicht dem ihren.<br />
<br />
Als sich die Tür öffnete, spürte Cathal sofort, dass es nicht Moira war, die ihn aufsuchte. Automatisch legte sich eine steinerne Maske über seine Züge – doch es war keine Ablehnung. Nur Distanz. Ein Schutzwall, vielleicht, um den jahrelangen Schmerz in seiner Brust einzuschließen, ihn gefangen zu halten wie ein wildes Tier, das nicht für das Licht des Tages geboren war und sich nur der Dunkelheit anvertraute. <div class="herbstlandcolor">„Was kann ich für Euch tun?“</div> Seine Stimme klang mechanisch, beinahe fremd in den eigenen Ohren, während er sich abwandte und ein paar Schritte zurücktrat – ein instinktiver Rückzug, der ihn innerlich aufwühlte, weil er sich so vor sich selbst verriet. Er streckte die Hand aus, tastete das kalte, raue Gemäuer der Burg ab, suchte Halt in der Härte des Steins, als könnte er sich daran klammern, um den Sturm in seiner Brust zu bändigen. Erst dann wandte er sich wieder der Tür zu, als müsse er genau bestimmen, in welchem Winkel er stand, um nicht überrascht zu werden – nicht von der Welt, nicht von seinem Schicksal, und schon gar nicht von sich selbst.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Don't ruin your beautiful soul]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=836</link>
			<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 18:19:24 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=88">Rajani Parikh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=836</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Alex+Brush&display=swap" rel="stylesheet">
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<div style="background:#ebebeb;color:#000;font-family:'Red Hat Display';display:flex;margin:auto;width:500px;">
<table style="position: relative;width:100%; margin:0; padding: 0px;">
<tr><td colspan="2">
<div style="position:relative;">
<img src="https://i.imgur.com/eLxrNFW.png" height="240px" style="object-fit:cover;width:100%;"><br />
</div>
<div style="position:absolute;top:100px;width:100%;font-family:'Alex Brush'; font-size:42px; text-align:center;color:#efefef;"><span style="color: white;" class="mycode_color">Don't ruin your beautiful soul</span></div>
<div style="position:absolute;top:200px;left:42%;border:'2px solid black';border-radius:50%;width:100px;height:100px;">
<img src="https://i.imgur.com/qH6n6KF.png" style="object-fit:cover;width:80px; height:80px; border-radius:50%;"><br />
</div>
<div style="padding:10px;padding-top:50px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Das Leben im Sommerland ist undankbar, heiß und von Hunger und Angst geprägt. Außer man hat das Glück in eine der wenigen adligen Familien hineingeboren zu werden. Die Parikhs sind nicht direkt adlig, haben jedoch das große Gold mit ihren Handelsgeschäften gemacht. Seide, Tücher, Gewürze, manchmal auch Tiere. Hauptsache, es ließ sie in der Gunst der Königsfamilie steigen. Mittlerweile ist auch das Familienoberhaupt kein wirklicher Händler mehr, das Feld haben sie Anderen überlassen, doch die Gunst der ben Sahids ist geblieben. Die Königsfamilie Matariyyas ist eng mit den Parikh verbandelt, sodass sie sich kaum Sorgen um ihre Zukunft machen müssen - anders, als ein Großteil der armen Bevölkerung.</span> <br />
</div>
<div style="text-align:center; padding:10px;font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span style="">Gesucht</span><br />
</div>
<table cellspacing="10">
<tr>
<td valign="top" width="50%" height="300px" style="padding-bottom:50px;">
<img src="https://i.imgur.com/yCh7SVR.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td>
<td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll;padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">NIKARA PARIKH</span><br />
19 Jahre | Gesellschafterin | Ledig <i>Malavika Mohanan?</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color"><i>FREI -</i>Nikara Parikh hat große Träume und leider nur wenig Möglichkeiten. Sie ist bildschön, intelligent (viel zu sehr, wenn man ihren Vater fragt), charmant und hat eine bezaubernde Lache, doch leider ist sie als Frau im Sommerland an eine Gesellschaft gebunden, die es ihr nicht wirklich einfach macht. Sie soll heiraten, Kinder bekommen und ein schönes Zierwerk am Arm ihres Mannes sein. Vielleicht einer der Männer der großen Elefantenzucht der Königsfamilie? Oder doch ein entfernter Verwandter der ben Sahids, der nicht mal in zehn Leben Anspruch auf irgendeinen Thron hätte? Die Möglichkeiten sind endlos und das ist genau das Einzige, was noch zwischen Nikara und der Hochzeit steht. Dass ihr Vater sich noch nicht für einen Gatten entscheiden konnte. Seit sie klein ist, hegt sie den Wunsch ihr Heimatland zu verlassen. Sie möchte ihre Flügel ausbreiten und fliegen lernen, die Welt erkunden, Freundschaften schließen und auf die Nase fallen. Sie ist ein Wildfang, möchte sich nicht unterordnen, kann nichts mit dem niederen Wert der Frauen im Sommerland anfangen und wünscht sich einen Mann, mit dem sie auf Augenhöhe diskutieren kann. Eigentlich wäre Nikara selbst die perfekte Gesellschafterin für Naila gewesen, wäre sie nicht noch so jung. Mit ihren frischen 19 Jahren hat sie es leider nicht in die Gruppe derer geschafft, die ins Großkönigsland gereist sind. Sie ist jedoch der festen Überzeugung, dass sie es auch aus eigener Kraft schaffen wird. Sie ist durchsetzungsstark, stur und dabei noch ungewöhnlich gerissen. Sie spart jede Goldmünze, die sie entbehren kann, nur um sich den eigenen Traum zu verwirklichen: das Sommerland zu verlassen. Und das am besten noch, bevor ihr Vater sie verheiratet. Dass die ben Sahids mittlerweile nicht mehr an der Macht sind und ihr Stand in der Gesellschaft dadurch sowieos gerade unsicher ist, ist nur noch mehr ein Grund, Matariyya hinter sich zu lassen. Der neue Regent kommt Nikara irgendwie komisch vor. Sie kann nicht den Finger drauf legen und sagen, was es ist, aber sie hat ein ganz unangenehmes Gefühl, wenn sie Samir Al-Mazhir sieht. </span><br />
</div>
</td>
</tr>
<tr><td colspan="3" style="text-align:center; font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span>Suchend</span><br />
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">RAJANI PARIKH</span><br />
23 Jahre, ledig | Gesellschafterin | aktuell in Castandor bei Naila Castellanos, geb. ben Sahid<i>Deepika Padukone</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Seien wir mal ehrlich: die 23-jährige Sommerländerin ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, trägt ihr Herz aber definitiv am rechten Fleck. Dabei liegt es nicht einmal daran, dass sie keine Bildung erhalten hätte, ganz im Gegenteil, immerhin ist sie im Palast der Königsfamilie aufgewachsen, aber irgendwie war es noch nie so ihr Ding sich ruhig hinzusetzen und zuzuhören. Geschweige denn, zu lernen. Sie ist  tollpatschig, alles andere als elegant, eine Frohnatur, wie sie im Buche steht, absolut unaufmerksam und innerhalb von Sekunden gelangweilt, aber irgendwie sehr talentiert was die Aufmerksamkeit von jungen Herren angeht. Und damit ist sie nicht nur das komplette Gegenteil von ihrer Prinzessin Naila, sondern auch von ihrer kleinen Schwester Nikara. Insgeheim war sie schon immer ein bisschen neidisch auf den aufgeweckten Geist ihrer Schwester, musste jedoch schon früh feststellen, dass sie da nicht mithalten konnte. Die Tatsache, dass das Leben im Sommerland gerade so unstet und unsicher ist, wird auch Rajani nicht kalt lassen. Unbeantwortete Briefe an ihre Schwester lassen die Sorge ins Unermessliche steigern. Dass diese gerade dabei ist ihr ganzes Leben in Taschen zu packen, um bald das Land zu verlassen, davon ahnt sich nichts. Würde sie irgendwie die Nase da dran kriegen, dass ihre Schwester in Aufbruchstimmung ist oder ihr Vater ganz bald eine Hochzeit plant, würde sie Alles dafür tun, um Nikara nach Castandor zu holen, doch der Kontakt nach Matariyya ist gerade stark eingeschränkt. Die letzten paar Tage haben politisch plötzlich Alles umgedreht und Rajani weiß noch gar nicht, wie schlimm es wirklich ist...</span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/0SZO9Sh.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
</table>
<div style="padding:10px;text-align:justify;font-size:12px;color:#404D4F;">
Anschlussmöglichkeiten und Plot- und Entwicklungsmöglichkeiten hat Nikara mehr als genug. Im aktuellen Plot wurde der König des Sommerlandes bei einem Attentat ermordet und statt seiner regiert nun Samir Al-Mazhir, ein junger Mann, der insgeheim von den Amra Alzili - unserer Untergrundorganisation - gesteuert wird. In Matariyya ist also gerade EINIGES los. Nikara hat die Möglichkeit dort zu bleiben und hätte hier auch einiges an Anschluss: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Yasirah ben Sahid</span>, die gefallene Königin, ist aktuell in Gefangenschaft, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tariq al-Fawahir</span> (der Strippenzieher im Hintergrund) und <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Samir al-Mazhir</span> (der offizielle Regent) versuchen quasi die Herrschaft über das Sommerland an sich zu reißen und der Rest versucht zu überleben. <br />
Sollte Nikara das Land verlassen wollen, kann sie sich quasi fast aussuchen, wo sie hinreisen möchte und kann dann dort eben Anschluss finden. Sie ist ein eigenständiger Charakter, hat aber natürlich im Sommerland ihre Wurzeln und wird daher in jedem anderen Land auffallen wie ein bunter Hund. Natürlich können wir auch im gemeinsamen brainstormen über eine Hochzeit reden, die sie eigentlich gar nicht möchte. Unserer Kreativität und unserer Lust, unsere eigenen Charaktere ein bisschen zu quälen, sind quasi keine Grenzen gesetzt. <img src="https://facingthestormchaptertwo.de/images/smilies/owls/hearts.png" alt="Hearts" title="Hearts" class="smilie smilie_34" /><br />
<br />
Ich greife sehr gerne bei der Charakterplanung unter die Arme und stehe danach sowohl mit Rajani, als auch mit Yasirah als Postpartnerin zu Verfügung. Und ich bin mir ganz sicher, dass das bei allen anderen ebenfalls der Fall ist <3 <br />
<br />
</div>
<hr>
</td>
</tr>
<tr style="text-align:center; padding:10px;padding-bottom:50px;" >
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=836" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Gesuch</a><br />
</td>
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Forum</a><br />
</td>
</tr>
</table>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Alex+Brush&display=swap" rel="stylesheet">
<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Red+Hat+Display:ital,wght@0,300;0,400;1,400&display=swap" rel="stylesheet">
<div style="background:#ebebeb;color:#000;font-family:'Red Hat Display';display:flex;margin:auto;width:500px;">
<table style="position: relative;width:100%; margin:0; padding: 0px;">
<tr><td colspan="2">
<div style="position:relative;">
<img src="https://i.imgur.com/eLxrNFW.png" height="240px" style="object-fit:cover;width:100%;"><br />
</div>
<div style="position:absolute;top:100px;width:100%;font-family:'Alex Brush'; font-size:42px; text-align:center;color:#efefef;"><span style="color: white;" class="mycode_color">Don't ruin your beautiful soul</span></div>
<div style="position:absolute;top:200px;left:42%;border:'2px solid black';border-radius:50%;width:100px;height:100px;">
<img src="https://i.imgur.com/qH6n6KF.png" style="object-fit:cover;width:80px; height:80px; border-radius:50%;"><br />
</div>
<div style="padding:10px;padding-top:50px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Das Leben im Sommerland ist undankbar, heiß und von Hunger und Angst geprägt. Außer man hat das Glück in eine der wenigen adligen Familien hineingeboren zu werden. Die Parikhs sind nicht direkt adlig, haben jedoch das große Gold mit ihren Handelsgeschäften gemacht. Seide, Tücher, Gewürze, manchmal auch Tiere. Hauptsache, es ließ sie in der Gunst der Königsfamilie steigen. Mittlerweile ist auch das Familienoberhaupt kein wirklicher Händler mehr, das Feld haben sie Anderen überlassen, doch die Gunst der ben Sahids ist geblieben. Die Königsfamilie Matariyyas ist eng mit den Parikh verbandelt, sodass sie sich kaum Sorgen um ihre Zukunft machen müssen - anders, als ein Großteil der armen Bevölkerung.</span> <br />
</div>
<div style="text-align:center; padding:10px;font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span style="">Gesucht</span><br />
</div>
<table cellspacing="10">
<tr>
<td valign="top" width="50%" height="300px" style="padding-bottom:50px;">
<img src="https://i.imgur.com/yCh7SVR.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td>
<td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll;padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">NIKARA PARIKH</span><br />
19 Jahre | Gesellschafterin | Ledig <i>Malavika Mohanan?</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color"><i>FREI -</i>Nikara Parikh hat große Träume und leider nur wenig Möglichkeiten. Sie ist bildschön, intelligent (viel zu sehr, wenn man ihren Vater fragt), charmant und hat eine bezaubernde Lache, doch leider ist sie als Frau im Sommerland an eine Gesellschaft gebunden, die es ihr nicht wirklich einfach macht. Sie soll heiraten, Kinder bekommen und ein schönes Zierwerk am Arm ihres Mannes sein. Vielleicht einer der Männer der großen Elefantenzucht der Königsfamilie? Oder doch ein entfernter Verwandter der ben Sahids, der nicht mal in zehn Leben Anspruch auf irgendeinen Thron hätte? Die Möglichkeiten sind endlos und das ist genau das Einzige, was noch zwischen Nikara und der Hochzeit steht. Dass ihr Vater sich noch nicht für einen Gatten entscheiden konnte. Seit sie klein ist, hegt sie den Wunsch ihr Heimatland zu verlassen. Sie möchte ihre Flügel ausbreiten und fliegen lernen, die Welt erkunden, Freundschaften schließen und auf die Nase fallen. Sie ist ein Wildfang, möchte sich nicht unterordnen, kann nichts mit dem niederen Wert der Frauen im Sommerland anfangen und wünscht sich einen Mann, mit dem sie auf Augenhöhe diskutieren kann. Eigentlich wäre Nikara selbst die perfekte Gesellschafterin für Naila gewesen, wäre sie nicht noch so jung. Mit ihren frischen 19 Jahren hat sie es leider nicht in die Gruppe derer geschafft, die ins Großkönigsland gereist sind. Sie ist jedoch der festen Überzeugung, dass sie es auch aus eigener Kraft schaffen wird. Sie ist durchsetzungsstark, stur und dabei noch ungewöhnlich gerissen. Sie spart jede Goldmünze, die sie entbehren kann, nur um sich den eigenen Traum zu verwirklichen: das Sommerland zu verlassen. Und das am besten noch, bevor ihr Vater sie verheiratet. Dass die ben Sahids mittlerweile nicht mehr an der Macht sind und ihr Stand in der Gesellschaft dadurch sowieos gerade unsicher ist, ist nur noch mehr ein Grund, Matariyya hinter sich zu lassen. Der neue Regent kommt Nikara irgendwie komisch vor. Sie kann nicht den Finger drauf legen und sagen, was es ist, aber sie hat ein ganz unangenehmes Gefühl, wenn sie Samir Al-Mazhir sieht. </span><br />
</div>
</td>
</tr>
<tr><td colspan="3" style="text-align:center; font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span>Suchend</span><br />
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">RAJANI PARIKH</span><br />
23 Jahre, ledig | Gesellschafterin | aktuell in Castandor bei Naila Castellanos, geb. ben Sahid<i>Deepika Padukone</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Seien wir mal ehrlich: die 23-jährige Sommerländerin ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, trägt ihr Herz aber definitiv am rechten Fleck. Dabei liegt es nicht einmal daran, dass sie keine Bildung erhalten hätte, ganz im Gegenteil, immerhin ist sie im Palast der Königsfamilie aufgewachsen, aber irgendwie war es noch nie so ihr Ding sich ruhig hinzusetzen und zuzuhören. Geschweige denn, zu lernen. Sie ist  tollpatschig, alles andere als elegant, eine Frohnatur, wie sie im Buche steht, absolut unaufmerksam und innerhalb von Sekunden gelangweilt, aber irgendwie sehr talentiert was die Aufmerksamkeit von jungen Herren angeht. Und damit ist sie nicht nur das komplette Gegenteil von ihrer Prinzessin Naila, sondern auch von ihrer kleinen Schwester Nikara. Insgeheim war sie schon immer ein bisschen neidisch auf den aufgeweckten Geist ihrer Schwester, musste jedoch schon früh feststellen, dass sie da nicht mithalten konnte. Die Tatsache, dass das Leben im Sommerland gerade so unstet und unsicher ist, wird auch Rajani nicht kalt lassen. Unbeantwortete Briefe an ihre Schwester lassen die Sorge ins Unermessliche steigern. Dass diese gerade dabei ist ihr ganzes Leben in Taschen zu packen, um bald das Land zu verlassen, davon ahnt sich nichts. Würde sie irgendwie die Nase da dran kriegen, dass ihre Schwester in Aufbruchstimmung ist oder ihr Vater ganz bald eine Hochzeit plant, würde sie Alles dafür tun, um Nikara nach Castandor zu holen, doch der Kontakt nach Matariyya ist gerade stark eingeschränkt. Die letzten paar Tage haben politisch plötzlich Alles umgedreht und Rajani weiß noch gar nicht, wie schlimm es wirklich ist...</span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/0SZO9Sh.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
</table>
<div style="padding:10px;text-align:justify;font-size:12px;color:#404D4F;">
Anschlussmöglichkeiten und Plot- und Entwicklungsmöglichkeiten hat Nikara mehr als genug. Im aktuellen Plot wurde der König des Sommerlandes bei einem Attentat ermordet und statt seiner regiert nun Samir Al-Mazhir, ein junger Mann, der insgeheim von den Amra Alzili - unserer Untergrundorganisation - gesteuert wird. In Matariyya ist also gerade EINIGES los. Nikara hat die Möglichkeit dort zu bleiben und hätte hier auch einiges an Anschluss: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Yasirah ben Sahid</span>, die gefallene Königin, ist aktuell in Gefangenschaft, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tariq al-Fawahir</span> (der Strippenzieher im Hintergrund) und <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Samir al-Mazhir</span> (der offizielle Regent) versuchen quasi die Herrschaft über das Sommerland an sich zu reißen und der Rest versucht zu überleben. <br />
Sollte Nikara das Land verlassen wollen, kann sie sich quasi fast aussuchen, wo sie hinreisen möchte und kann dann dort eben Anschluss finden. Sie ist ein eigenständiger Charakter, hat aber natürlich im Sommerland ihre Wurzeln und wird daher in jedem anderen Land auffallen wie ein bunter Hund. Natürlich können wir auch im gemeinsamen brainstormen über eine Hochzeit reden, die sie eigentlich gar nicht möchte. Unserer Kreativität und unserer Lust, unsere eigenen Charaktere ein bisschen zu quälen, sind quasi keine Grenzen gesetzt. <img src="https://facingthestormchaptertwo.de/images/smilies/owls/hearts.png" alt="Hearts" title="Hearts" class="smilie smilie_34" /><br />
<br />
Ich greife sehr gerne bei der Charakterplanung unter die Arme und stehe danach sowohl mit Rajani, als auch mit Yasirah als Postpartnerin zu Verfügung. Und ich bin mir ganz sicher, dass das bei allen anderen ebenfalls der Fall ist <3 <br />
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</div>
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</td>
</tr>
<tr style="text-align:center; padding:10px;padding-bottom:50px;" >
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=836" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Gesuch</a><br />
</td>
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Forum</a><br />
</td>
</tr>
</table>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Blacklist]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=835</link>
			<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 11:50:53 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=1">Schriftrollenhüter</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=835</guid>
			<description><![CDATA[<div class="infopost">
<div class="infopostheader">Blacklist Februar 2026</div>
<br />
<div class="infopostcontent"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">keinen Post in den letzten vier Wochen</span><br />
<br />
- <s>Ailean Cranstoun (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Charles Stafford (letzter Post: 01.11.2025)</s><br />
- <s>Ekene Harun (letzter Post: 02.11.2025)</s><br />
- <s>Jorin Stelhammer (letzter Post: 19.10.2025)</s><br />
- <s>Lindgard Stelhammer (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Moira Fraser (letzter Post: 08.11.2025)</s><br />
- <s>Nadir ben Sahid (letzter Post: 02.12.2025)</s><br />
- <s>Reinka Norrholm (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Swantje Stelhammer (letzter Post: 04.11.2025)</s><br />
- <s>Tyra Winters (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Zariyah Silk (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">fehlende Bewerbung</span><br />
<br />
- Kjell Nyberg (Registrierung am: 30.11.2025)<br />
<br />
Ihr habt von heute an sieben Tage Zeit Euch beim Team zu melden und um Streichung zu bitten. Sollte euer Charakter mit einem * versehen sein, braucht es zuerst einen Post, um gestrichen zu werden. Für weitere Infos findet ihr <a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=2" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">hier</a> unsere Aktivitätsregeln.<br />
<br />
Gegeben unter unsrem Siegel und der Gunst aller Götter,<br />
<br />
Euer Team,<br />
Letha, Cat und Nessi <br />
</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="infopost">
<div class="infopostheader">Blacklist Februar 2026</div>
<br />
<div class="infopostcontent"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">keinen Post in den letzten vier Wochen</span><br />
<br />
- <s>Ailean Cranstoun (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Charles Stafford (letzter Post: 01.11.2025)</s><br />
- <s>Ekene Harun (letzter Post: 02.11.2025)</s><br />
- <s>Jorin Stelhammer (letzter Post: 19.10.2025)</s><br />
- <s>Lindgard Stelhammer (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Moira Fraser (letzter Post: 08.11.2025)</s><br />
- <s>Nadir ben Sahid (letzter Post: 02.12.2025)</s><br />
- <s>Reinka Norrholm (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Swantje Stelhammer (letzter Post: 04.11.2025)</s><br />
- <s>Tyra Winters (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Zariyah Silk (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">fehlende Bewerbung</span><br />
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- Kjell Nyberg (Registrierung am: 30.11.2025)<br />
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Ihr habt von heute an sieben Tage Zeit Euch beim Team zu melden und um Streichung zu bitten. Sollte euer Charakter mit einem * versehen sein, braucht es zuerst einen Post, um gestrichen zu werden. Für weitere Infos findet ihr <a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=2" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">hier</a> unsere Aktivitätsregeln.<br />
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Gegeben unter unsrem Siegel und der Gunst aller Götter,<br />
<br />
Euer Team,<br />
Letha, Cat und Nessi <br />
</div></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Protect what You Love]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=834</link>
			<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 09:14:03 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=17">Leif Stelhammer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=834</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/42/37/86/423786c4125081a753c096f77321fce8.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;font-size:40px;"><div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Then we Fight</div>
Together<br />
</div>
<br />
<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/9ad9a082eaf25a9bc1883fdd8bf2f7d7/6bcc7130b384b80c-12/s400x600/9c932fd3f3042519ecfda3beb5dd485da987004f.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div>In einem Heerlager musste man sich zwangsläufig damit anfreunden, dass es so etwas wie Privatsphäre einfach nicht gab. Da konnte das aufgestellte Zelt noch so groß und geräumig sein, man hörte trotzdem jeden Stiefel, jedes Räuspern, Spucken und Fluchen, weil der Matsch, den das Unwetter um Spring’s Court hinterlassen hatte, das eigene Schuhwerk durchnässte. Geschweige denn Worte. Worte, fand Leif schnell heraus, breiteten sich im Lager rascher aus als ein Waldbrand. Jeder wusste, dass Fiske lauter schnarchte als ein Bär brüllte. Dass Ingmar damit geprahlt hatte, die Frau von Yanulf in seine Felle geholt zu haben, hatte ihm noch am gleichen Tag ein paar lose Zähne beschert. Es tat nicht unbedingt gut dazu bei, dass sie die letzten Tage vor Spring’s Court festgesessen hatten und jedes Pferd unruhig mit den Hufen scharrte, weil sie die Spannung in der Luft spürten. Sie alle waren unausgeglichen. Gereizt, hatten ihre Weiber nicht bei sich. Aufgeregt, weil sie sich mittlerweile Tag um Tag näher an den Brandherd bewegten, und damit näher an den Punkt, der Glorie oder Niederlage bedeuten konnte. Jene mit Geheimnissen waren besser beraten, zu schweigen.<br />
Gut, dass Leif eh noch nie ein Mann mit einem großen Mitteilungsbedürfnis gewesen war; auch wenn er sich heute ein wenig wünschte, dass es anders wäre.<br />
Dann würde er nämlich nicht jeden Abend über einem leeren Pergament grübeln, was hinter dem Namen seiner Frau folgen könnte.<br />
<br />
<i>Aleena, </i><br />
<br />
Mit einem Schnaufen strich er die Zeile darunter durch, zerknüllte das Papier und warf es achtlos auf die Feldliege, die hinter ihm mit leichten Fellen belegt war. Die Fackeln beleuchteten den Tisch, der in der Mitte des Zeltes platziert war, voll mit einer Karte und Holzfiguren, die an strategischen Punkten platziert waren. So lief es die letzten Tage immer ab: Kaum, dass sie ihr Lager aufschlugen, kamen Leif und seine Strategen hier zusammen und brüteten die Abendstunden über den Plänen, die sich vermutlich eh nicht in die Tat umsetzen ließen. Im Gegensatz zu anderen, kühleren Köpfen empfand er überhaupt keine Freude daran, sich Antworten auf fünfhundert Szenarien zu überlegen und die Truppen dementsprechend zu verschieben; das war Veiths Steckenpferd. Er wusste aber auch, dass es notwendig war und saß deswegen jeden Abend hier, ließ sich über Kriegsintelligenz aufklären, wägte Entscheidungen ab, ließ sich beraten von älteren, weiseren Kriegern und tat sein Bestes, Gewicht in ihre Meinungen zu legen. Sitzungen wie solche dauerten oft bis spät in die Nacht, dass, wenn er aus dem Zelt trat, die meisten Lagerfeuer schon gelöscht waren und er seinen Rücken durchstrecken musste bei all dem Ducken über Karten unter niedrigen Zeltdächern. Manchmal fand er seine Jungs, Halger, Kjell und Veith zusammen an einem der letzten Lagerfeuer. Manchmal streifte er allein durch das ruhig gewordene Lager. Heute tat er erst gar keinen Schritt vor sein Zelt, weil er sich fest vorgenommen hatte, kein Auge zuzutun, bevor er nicht den halben Brief fertig hatte. Lief auch richtig, <i>richtig</i> gut, so wie der improvisierte Hocker gefährlich ins Straucheln geriet, als Leif energisch aufstand und die offen gelassene Zeltwand zur Seite riss.<br />
<br />
Bevor er vor dem Zelt seines kleinen Bruders stand, hatte er eigentlich kein Ziel gehabt. Frische Luft, vielleicht. Einen klaren Kopf, damit er es doch nochmal mit dem Schreiben versuchen konnte oder vielleicht endlich ein wenig mehr Schlaf finden konnte als drei Stundenkerzen. Als er dann aber durch die Zeltbeleuchtung Bewegung sah, entschied er sich spontan um und nahm die Eingangsplane in die Hand. <div class="winterlandcolor">“Jorin, ich bins”</div>, kündigte er sich an und wartete auf eine Reaktion, ehe er sich unter dem Tuch hindurch duckte und ins warme Zelt trat. Leif sah sich nur kurz um; im Endeffekt war jedes Zelt doch irgendwie gleich ausgestattet. Eine Latrine mit Fellen, ein Nachttopf und eine Schale mit Waschwasser, für den Adel eine Truhe mit Wechselkleidung und ein einfaches Holzset aus Hocker und Tisch, auf dem ein aufgeschnittener Apfel lag. Eine Halterung für die Rüstung, die Jorin tragen würde, wenn sie nah genug am castandorischen Heer waren, und Platz für seine Axt. Wie in Leifs Zelt selbst musste er sich nicht ducken, wenn er in der Mitte des Zeltes stehen blieb, was er zuerst auch tat. Dann nahm er aber doch den Hocker, drückte ihn in die weiche Erde und setzte sich. Ohne zu fragen, bediente er sich an einer der Apfelspalten. <br />
Es dauerte nicht lange, bis er sich nach vorne beugte und einfach das aussprach, was ihn beschäftigte. Vor seinem kleinen Bruder kannte er ohnehin keinen Filter; keinen, der Jorin oder Leif nicht in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würde, zumindest. <div class="winterlandcolor">“Schreibst du Lindgard? Regelmäßig, mein ich?”</div>, fragte er, während er die Apfelspalte zwischen seinen Fingern wog.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/42/37/86/423786c4125081a753c096f77321fce8.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;font-size:40px;"><div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Then we Fight</div>
Together<br />
</div>
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<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/9ad9a082eaf25a9bc1883fdd8bf2f7d7/6bcc7130b384b80c-12/s400x600/9c932fd3f3042519ecfda3beb5dd485da987004f.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div>In einem Heerlager musste man sich zwangsläufig damit anfreunden, dass es so etwas wie Privatsphäre einfach nicht gab. Da konnte das aufgestellte Zelt noch so groß und geräumig sein, man hörte trotzdem jeden Stiefel, jedes Räuspern, Spucken und Fluchen, weil der Matsch, den das Unwetter um Spring’s Court hinterlassen hatte, das eigene Schuhwerk durchnässte. Geschweige denn Worte. Worte, fand Leif schnell heraus, breiteten sich im Lager rascher aus als ein Waldbrand. Jeder wusste, dass Fiske lauter schnarchte als ein Bär brüllte. Dass Ingmar damit geprahlt hatte, die Frau von Yanulf in seine Felle geholt zu haben, hatte ihm noch am gleichen Tag ein paar lose Zähne beschert. Es tat nicht unbedingt gut dazu bei, dass sie die letzten Tage vor Spring’s Court festgesessen hatten und jedes Pferd unruhig mit den Hufen scharrte, weil sie die Spannung in der Luft spürten. Sie alle waren unausgeglichen. Gereizt, hatten ihre Weiber nicht bei sich. Aufgeregt, weil sie sich mittlerweile Tag um Tag näher an den Brandherd bewegten, und damit näher an den Punkt, der Glorie oder Niederlage bedeuten konnte. Jene mit Geheimnissen waren besser beraten, zu schweigen.<br />
Gut, dass Leif eh noch nie ein Mann mit einem großen Mitteilungsbedürfnis gewesen war; auch wenn er sich heute ein wenig wünschte, dass es anders wäre.<br />
Dann würde er nämlich nicht jeden Abend über einem leeren Pergament grübeln, was hinter dem Namen seiner Frau folgen könnte.<br />
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<i>Aleena, </i><br />
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Mit einem Schnaufen strich er die Zeile darunter durch, zerknüllte das Papier und warf es achtlos auf die Feldliege, die hinter ihm mit leichten Fellen belegt war. Die Fackeln beleuchteten den Tisch, der in der Mitte des Zeltes platziert war, voll mit einer Karte und Holzfiguren, die an strategischen Punkten platziert waren. So lief es die letzten Tage immer ab: Kaum, dass sie ihr Lager aufschlugen, kamen Leif und seine Strategen hier zusammen und brüteten die Abendstunden über den Plänen, die sich vermutlich eh nicht in die Tat umsetzen ließen. Im Gegensatz zu anderen, kühleren Köpfen empfand er überhaupt keine Freude daran, sich Antworten auf fünfhundert Szenarien zu überlegen und die Truppen dementsprechend zu verschieben; das war Veiths Steckenpferd. Er wusste aber auch, dass es notwendig war und saß deswegen jeden Abend hier, ließ sich über Kriegsintelligenz aufklären, wägte Entscheidungen ab, ließ sich beraten von älteren, weiseren Kriegern und tat sein Bestes, Gewicht in ihre Meinungen zu legen. Sitzungen wie solche dauerten oft bis spät in die Nacht, dass, wenn er aus dem Zelt trat, die meisten Lagerfeuer schon gelöscht waren und er seinen Rücken durchstrecken musste bei all dem Ducken über Karten unter niedrigen Zeltdächern. Manchmal fand er seine Jungs, Halger, Kjell und Veith zusammen an einem der letzten Lagerfeuer. Manchmal streifte er allein durch das ruhig gewordene Lager. Heute tat er erst gar keinen Schritt vor sein Zelt, weil er sich fest vorgenommen hatte, kein Auge zuzutun, bevor er nicht den halben Brief fertig hatte. Lief auch richtig, <i>richtig</i> gut, so wie der improvisierte Hocker gefährlich ins Straucheln geriet, als Leif energisch aufstand und die offen gelassene Zeltwand zur Seite riss.<br />
<br />
Bevor er vor dem Zelt seines kleinen Bruders stand, hatte er eigentlich kein Ziel gehabt. Frische Luft, vielleicht. Einen klaren Kopf, damit er es doch nochmal mit dem Schreiben versuchen konnte oder vielleicht endlich ein wenig mehr Schlaf finden konnte als drei Stundenkerzen. Als er dann aber durch die Zeltbeleuchtung Bewegung sah, entschied er sich spontan um und nahm die Eingangsplane in die Hand. <div class="winterlandcolor">“Jorin, ich bins”</div>, kündigte er sich an und wartete auf eine Reaktion, ehe er sich unter dem Tuch hindurch duckte und ins warme Zelt trat. Leif sah sich nur kurz um; im Endeffekt war jedes Zelt doch irgendwie gleich ausgestattet. Eine Latrine mit Fellen, ein Nachttopf und eine Schale mit Waschwasser, für den Adel eine Truhe mit Wechselkleidung und ein einfaches Holzset aus Hocker und Tisch, auf dem ein aufgeschnittener Apfel lag. Eine Halterung für die Rüstung, die Jorin tragen würde, wenn sie nah genug am castandorischen Heer waren, und Platz für seine Axt. Wie in Leifs Zelt selbst musste er sich nicht ducken, wenn er in der Mitte des Zeltes stehen blieb, was er zuerst auch tat. Dann nahm er aber doch den Hocker, drückte ihn in die weiche Erde und setzte sich. Ohne zu fragen, bediente er sich an einer der Apfelspalten. <br />
Es dauerte nicht lange, bis er sich nach vorne beugte und einfach das aussprach, was ihn beschäftigte. Vor seinem kleinen Bruder kannte er ohnehin keinen Filter; keinen, der Jorin oder Leif nicht in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würde, zumindest. <div class="winterlandcolor">“Schreibst du Lindgard? Regelmäßig, mein ich?”</div>, fragte er, während er die Apfelspalte zwischen seinen Fingern wog.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The Door between Worlds]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=833</link>
			<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 06:28:13 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=26">Devan Naharis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=833</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/f9/12/c0/f912c0562b61df5d9f8cb857787033f5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Change is Scary, but Change is also</div>
Growth<br />
</div>
<br />
Obwohl das Haus sich direkt in die Gasse hinter einem der zahlreichen Basare der Hauptstadt einreihte, störte der Lärm kaum die ruhigen, schattigen Räumlichkeiten, in denen sich die Insassen überwiegend aufhielten. Ein Streit zwischen Mutter und Kind wehte über den Innenhof, der dank des Baldachins in ein rotbraunes Licht getaucht war. Manchmal schien es fast so, als würde Zeit und Momentum hier stehen bleiben; als würde sich dieses eine, einfache Lehmhaus in den Wirren des Lebens nicht bewegen und um die Belange der Welt kümmern. In einem einfallenden Sonnenstrahl durch das ladenlose Fenster schwebte der Staub schwerelos durch die Luft, fast in völligem Stillstand, wenn es keinen Anlass gab, sich zu bewegen. Denn Staub war immer noch Staub, auch wenn die Welt um ihn herum an Chaos zerbrach. Staub würde immer Staub sein, schwerelos, um jeden Wind wirbelnd ungeachtet des Zustandes seines Umfeldes. Eine Konstante, ein Bestandteil ihres Lebens so unbedeutend, dass er nie genug sein würde, um das Gleichgewicht der Welt zu beeinflussen wie die, die den Wind verursachten. Es reichte ihm, zu existieren und sich in den Haaren der Menschen festzusetzen, die unbedingt etwas bewegen wollten.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ich will dich nicht länger beanspruchen.”</span> Die sanft geschwungenen Lippen der Frau bewegten sich in einem Kontinuum, das die Stille des Hauses nicht durchbrach, sondern mit ihr schwamm. Gedrückt durch die schwere, warme Luft ihres Landes erreichten die Worte ihn langsam, träge, und doch unmissverständlich in ihrer Absicht. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ruh dich aus. Du hast noch viel Arbeit vor dir, und wir brauchen dich in bester Gesundheit.”</span> Er kannte sie. Er wusste, dass ihre Worte stets so gewählt waren, dass sie sanfte Versprechen trugen und einen Mann einem Tuch hinterherjagen ließen, das sie hinter sich herzog. Heute klang ihre Stimme heiterer, stolz fast, während über den offenen Innenhof ein Marktsprecher die Worte an eine verstummte Bevölkerung richtete. Deswegen wusste er auch, dass Safiyas Augen nie so ruhten, wie ihre Stimme es versprach. Obwohl sie ihm Ruhe versprach, schnitt ihr Glanz unruhig und wild, wagemutig, verzweifelt durch den Raum und wirbelte den Staub auf, der durch einen schmalen Sonnenstrahl zwischen ihnen fiel. Devan kannte niemanden, dessen Münze zwischen Wohlwollen und Rachegelüsten so schmal geschnitten war wie der ihre. Wenn er sich ihr entgegen lehnte, würde sie dann kippen?<br />
Doch sie schenkte ihm nur ein warmes Lächeln und richtete sich neben seiner Liege, die mit Schafwolle gepolstert war, auf, richtete ihr Tuch, das ihr dickes Haar halb verdeckte, und verließ den Raum. Im Türrahmen hielt sie noch einmal inne, die Hand an dem glatt geriebenen Lehm. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Merkwürdig, oder…? Zariyah ist nur wenige Jahre jünger als ich, und doch bin ich so stolz auf sie, als wäre sie meine Tochter.”</span> Safiyya drehte sich zu ihm und in der Schwere ihres Lächelns steckte eine Wärme, die er nie hatte nachvollziehen können; denn sie kam von etwas Tiefem, Inneren, wozu ihm der Zugang verwehrt war. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Du kannst auch stolz auf sie sein. Sie hat dein Leben gerettet.”</span><br />
<br />
Und das war er, vermutlich. In den zwei Tagen, die er mehr in Trance als wach verbracht hatte, irgendwo zwischen tiefem, heilendem Schlaf und den vereinzelten, ausnahmslos einseitigen Gesprächen mit Besuchern, hatte er für sich festgestellt, dass er Dankbarkeit empfand. Die unausgesprochene, blinde Zusammenarbeit zwischen Assassinen, die dasselbe Ziel anvisierten, hatte ihn stärker gemacht, als er eigentlich war. Ohne Batuhan, mit dem er seine Wurzeln teilte, und Zariyah, die seine Lehren verwirklicht hatte, hätte er vermutlich keinen Fuß mehr aus dem Palast gesetzt, geschweige denn ihr Ziel in die Tat umgesetzt. Devan war nicht so verblendet, um sich nicht einzugestehen, dass er alleine Ridvan nicht hätte ermorden können. Es war genauso seine Arbeit wie ihre Arbeit, und dafür war er dankbar. Es war ein Gefühl, das ihn in seinem Zimmer beschäftigte, während er das Fieber in der ersten Nacht bekämpfte und schließlich merkte, wie sein Körper langsam heilte. Ein Gefühl, das sich erst durch Träume zog und dann klarer in Gedanken zu fassen war, wenn er wach und alleine war. Etwas, das nicht verschwand, wenn er im sicheren Schatten seines Zuhauses den aufgebrachten Stimmen auf der Straße lauschte, die über den Machtumschwung spekulierten und den Namen des Königs in den Dreck zogen; auch nicht, als Rabia Neuigkeiten mit ihm teilte, die ihn nachdenklich werden ließen.<br />
<br />
Devan bekam relativ viel Besuch dafür, dass er eigentlich das Krankenbett hüten sollte. Erst war es nur Rabia, die in der ersten Nacht an seinem Bett wachte und ihm den fiebrigen Schweiß von seiner Stirn trocknete, dann hin und wieder ohne Klopfen ins Zimmer trat und mit ihren ruppigen Händen seine Verbände wechselte. Abu war am nächsten Morgen vor der Türschwelle aufgetaucht, hatte Devan, seinem ehemaligen Schüler, einen kräftigen Klapser auf die gesunde Schulter verpasst und seitdem hörte man sein lautes Stampfen regelmäßig vom Treppenhaus oder seine polternde Stimme im Innenhof, während er eine Partie Go gegen Rabia verlor. Neben Safiyya, die als Einzige der Amra Alzili sein Zuhause kannte und ihn am Morgen des zweiten Tages besucht hatte, um ihn über die aktuellen Umstände und Pläne aufzuklären, war es vor allem Ilias, sein Schüler, der immer irgendwelche kleinen Ausreden suchte, um ihn zu besuchen. Mit seinem Stock in der Hand, um das Gewicht von seinem verletzten Bein zu nehmen, hörte Devan ihn schon zwei Stockwerke entfernt, bevor er mit Ziegenmilch und Datteln an die Zimmertür seines Mentors klopfte und ihm als Einziger tatsächliche, echte Worte entlockte. Denn Devan war still geworden. Mit einem Körper, der auf die Heilung fokussiert war, merkte er auch, dass sein Geist sich nicht ganz im Gleichgewicht befand und die Stille brauchte, in die er sich zurückzog. Denn mit einem toten König hatte sich sein Umfeld verschoben; er merkte es in der Haltung der Menschen, die ihm gegenüber traten. In den Stimmen von den Straßen, aufgeregt und unsicher. In der Ungewissheit, die über ihrer aller Köpfe schwebte: War es wirklich so, dass der Tod eines Einzelnen der Grund des Leidens vieler war? Oder hatten sie einen Stein ins Rollen gebracht, der viele unter ihm begraben würde, und wenn ja - waren sie überhaupt noch in der Lage, ihn zu stoppen?<br />
<br />
Es war eine Frage, die er sich auch persönlich stellte, als er sich am frühen Abend des zweiten Tages erhob und mit angespannter Anstrengung einen leichten Mantel mit weiten Ärmeln über seinen nackten Oberkörper warf. Die Verbände waren sauber, fest und doch zog der Schmerz ruckartig durch die Nervenbahnen seines geschwächten Körpers, als er sein Gewicht auf den verletzten Oberschenkel verlagerte. Er bewegte sich langsam durch den dritten Stock an den schmalen Sonnenstrahlen vorbei, die durch die offenen Fenster fielen. Als er die schmale Treppe nach oben nahm und sich an der Wand festhielt, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, strich ein weiches Fellbündel an seinem Knöchel vorbei und wartete am Ende der Stufen darauf, dass er durch die offene Dachluke trat.<br />
Die untergehende Sonne brannte rot über die Dächer von Dharan al-Bahr und ließ die Luft warm über den staubigen, sandigen Straßen schimmern. Es war ein Wirrwarr aus Stoffen, Sandstein, Lehm und Holz, chaotisch durcheinander gewürfelt hier unten in den bürgerlichen Vierteln, wo man nach dem Erdbeben schnell Dächer über dem Kopf hatte errichten müssen, dass man sich nicht darum kümmerte, wie sie mit den Gebäuden der Nachbarn harmonierten. In gewissem Sinne verkörperte es das Leben, in dem sie alle steckten: Chaotisch, Gegenwarts-getrieben und doch nicht bereit, aufzugeben. Devan hatte keinen derartigen Blick für Ästhetik, aber der Anblick war ihm vertraut genug, dass er sich angekommen fühlte.<br />
Am Rand des flachen Daches waren drei Teppiche quer übereinander gelegt mit Kissen, weniger drapiert als einfach so hingeworfen, wie es gerade eben passte. Daneben lag noch eine Schale mit gerösteten Kernen, halb gegessen, halb vergessen in den letzten Tagen, die ihnen allen viel abverlangt hatten. Maeaza, die getigerte Katze, lief voraus und strich um das Bein der sitzenden Frau, ehe sie der kleinen Schale mit dem Wasser an der Ecke des Daches näherte. <br />
Devan machte sich keine Mühe, leise zu sein, doch die Geschmeidigkeit einer Raubkatze ruhte immer noch in seinen Knochen. Etwas aus dem Gleichgewicht, doch immer noch leichtfüßig ließ er sich neben seine Schülerin auf die Teppiche fallen und kreuzte ein Bein in einem halben Schneidersitz, während er das verletzte Bein ausgestreckt ließ. Er ließ wie immer das Schweigen sprechen und wartete, bis sie ihr Wort an ihn richtete. Ohne Erwartung. Ohne Wertung. Mit dem Wissen, dass sie wusste, dass er über ihr Geheimnis Bescheid wusste, aber noch nicht bereit war, eine Entscheidung zu treffen. Seine Hand glitt in die Schale mit den Kernen und das Knacken durchbrach die Stille, als er zwischen seinen Zähnen Kern von Hülle spaltete.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/f9/12/c0/f912c0562b61df5d9f8cb857787033f5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Change is Scary, but Change is also</div>
Growth<br />
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Obwohl das Haus sich direkt in die Gasse hinter einem der zahlreichen Basare der Hauptstadt einreihte, störte der Lärm kaum die ruhigen, schattigen Räumlichkeiten, in denen sich die Insassen überwiegend aufhielten. Ein Streit zwischen Mutter und Kind wehte über den Innenhof, der dank des Baldachins in ein rotbraunes Licht getaucht war. Manchmal schien es fast so, als würde Zeit und Momentum hier stehen bleiben; als würde sich dieses eine, einfache Lehmhaus in den Wirren des Lebens nicht bewegen und um die Belange der Welt kümmern. In einem einfallenden Sonnenstrahl durch das ladenlose Fenster schwebte der Staub schwerelos durch die Luft, fast in völligem Stillstand, wenn es keinen Anlass gab, sich zu bewegen. Denn Staub war immer noch Staub, auch wenn die Welt um ihn herum an Chaos zerbrach. Staub würde immer Staub sein, schwerelos, um jeden Wind wirbelnd ungeachtet des Zustandes seines Umfeldes. Eine Konstante, ein Bestandteil ihres Lebens so unbedeutend, dass er nie genug sein würde, um das Gleichgewicht der Welt zu beeinflussen wie die, die den Wind verursachten. Es reichte ihm, zu existieren und sich in den Haaren der Menschen festzusetzen, die unbedingt etwas bewegen wollten.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ich will dich nicht länger beanspruchen.”</span> Die sanft geschwungenen Lippen der Frau bewegten sich in einem Kontinuum, das die Stille des Hauses nicht durchbrach, sondern mit ihr schwamm. Gedrückt durch die schwere, warme Luft ihres Landes erreichten die Worte ihn langsam, träge, und doch unmissverständlich in ihrer Absicht. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ruh dich aus. Du hast noch viel Arbeit vor dir, und wir brauchen dich in bester Gesundheit.”</span> Er kannte sie. Er wusste, dass ihre Worte stets so gewählt waren, dass sie sanfte Versprechen trugen und einen Mann einem Tuch hinterherjagen ließen, das sie hinter sich herzog. Heute klang ihre Stimme heiterer, stolz fast, während über den offenen Innenhof ein Marktsprecher die Worte an eine verstummte Bevölkerung richtete. Deswegen wusste er auch, dass Safiyas Augen nie so ruhten, wie ihre Stimme es versprach. Obwohl sie ihm Ruhe versprach, schnitt ihr Glanz unruhig und wild, wagemutig, verzweifelt durch den Raum und wirbelte den Staub auf, der durch einen schmalen Sonnenstrahl zwischen ihnen fiel. Devan kannte niemanden, dessen Münze zwischen Wohlwollen und Rachegelüsten so schmal geschnitten war wie der ihre. Wenn er sich ihr entgegen lehnte, würde sie dann kippen?<br />
Doch sie schenkte ihm nur ein warmes Lächeln und richtete sich neben seiner Liege, die mit Schafwolle gepolstert war, auf, richtete ihr Tuch, das ihr dickes Haar halb verdeckte, und verließ den Raum. Im Türrahmen hielt sie noch einmal inne, die Hand an dem glatt geriebenen Lehm. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Merkwürdig, oder…? Zariyah ist nur wenige Jahre jünger als ich, und doch bin ich so stolz auf sie, als wäre sie meine Tochter.”</span> Safiyya drehte sich zu ihm und in der Schwere ihres Lächelns steckte eine Wärme, die er nie hatte nachvollziehen können; denn sie kam von etwas Tiefem, Inneren, wozu ihm der Zugang verwehrt war. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Du kannst auch stolz auf sie sein. Sie hat dein Leben gerettet.”</span><br />
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Und das war er, vermutlich. In den zwei Tagen, die er mehr in Trance als wach verbracht hatte, irgendwo zwischen tiefem, heilendem Schlaf und den vereinzelten, ausnahmslos einseitigen Gesprächen mit Besuchern, hatte er für sich festgestellt, dass er Dankbarkeit empfand. Die unausgesprochene, blinde Zusammenarbeit zwischen Assassinen, die dasselbe Ziel anvisierten, hatte ihn stärker gemacht, als er eigentlich war. Ohne Batuhan, mit dem er seine Wurzeln teilte, und Zariyah, die seine Lehren verwirklicht hatte, hätte er vermutlich keinen Fuß mehr aus dem Palast gesetzt, geschweige denn ihr Ziel in die Tat umgesetzt. Devan war nicht so verblendet, um sich nicht einzugestehen, dass er alleine Ridvan nicht hätte ermorden können. Es war genauso seine Arbeit wie ihre Arbeit, und dafür war er dankbar. Es war ein Gefühl, das ihn in seinem Zimmer beschäftigte, während er das Fieber in der ersten Nacht bekämpfte und schließlich merkte, wie sein Körper langsam heilte. Ein Gefühl, das sich erst durch Träume zog und dann klarer in Gedanken zu fassen war, wenn er wach und alleine war. Etwas, das nicht verschwand, wenn er im sicheren Schatten seines Zuhauses den aufgebrachten Stimmen auf der Straße lauschte, die über den Machtumschwung spekulierten und den Namen des Königs in den Dreck zogen; auch nicht, als Rabia Neuigkeiten mit ihm teilte, die ihn nachdenklich werden ließen.<br />
<br />
Devan bekam relativ viel Besuch dafür, dass er eigentlich das Krankenbett hüten sollte. Erst war es nur Rabia, die in der ersten Nacht an seinem Bett wachte und ihm den fiebrigen Schweiß von seiner Stirn trocknete, dann hin und wieder ohne Klopfen ins Zimmer trat und mit ihren ruppigen Händen seine Verbände wechselte. Abu war am nächsten Morgen vor der Türschwelle aufgetaucht, hatte Devan, seinem ehemaligen Schüler, einen kräftigen Klapser auf die gesunde Schulter verpasst und seitdem hörte man sein lautes Stampfen regelmäßig vom Treppenhaus oder seine polternde Stimme im Innenhof, während er eine Partie Go gegen Rabia verlor. Neben Safiyya, die als Einzige der Amra Alzili sein Zuhause kannte und ihn am Morgen des zweiten Tages besucht hatte, um ihn über die aktuellen Umstände und Pläne aufzuklären, war es vor allem Ilias, sein Schüler, der immer irgendwelche kleinen Ausreden suchte, um ihn zu besuchen. Mit seinem Stock in der Hand, um das Gewicht von seinem verletzten Bein zu nehmen, hörte Devan ihn schon zwei Stockwerke entfernt, bevor er mit Ziegenmilch und Datteln an die Zimmertür seines Mentors klopfte und ihm als Einziger tatsächliche, echte Worte entlockte. Denn Devan war still geworden. Mit einem Körper, der auf die Heilung fokussiert war, merkte er auch, dass sein Geist sich nicht ganz im Gleichgewicht befand und die Stille brauchte, in die er sich zurückzog. Denn mit einem toten König hatte sich sein Umfeld verschoben; er merkte es in der Haltung der Menschen, die ihm gegenüber traten. In den Stimmen von den Straßen, aufgeregt und unsicher. In der Ungewissheit, die über ihrer aller Köpfe schwebte: War es wirklich so, dass der Tod eines Einzelnen der Grund des Leidens vieler war? Oder hatten sie einen Stein ins Rollen gebracht, der viele unter ihm begraben würde, und wenn ja - waren sie überhaupt noch in der Lage, ihn zu stoppen?<br />
<br />
Es war eine Frage, die er sich auch persönlich stellte, als er sich am frühen Abend des zweiten Tages erhob und mit angespannter Anstrengung einen leichten Mantel mit weiten Ärmeln über seinen nackten Oberkörper warf. Die Verbände waren sauber, fest und doch zog der Schmerz ruckartig durch die Nervenbahnen seines geschwächten Körpers, als er sein Gewicht auf den verletzten Oberschenkel verlagerte. Er bewegte sich langsam durch den dritten Stock an den schmalen Sonnenstrahlen vorbei, die durch die offenen Fenster fielen. Als er die schmale Treppe nach oben nahm und sich an der Wand festhielt, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, strich ein weiches Fellbündel an seinem Knöchel vorbei und wartete am Ende der Stufen darauf, dass er durch die offene Dachluke trat.<br />
Die untergehende Sonne brannte rot über die Dächer von Dharan al-Bahr und ließ die Luft warm über den staubigen, sandigen Straßen schimmern. Es war ein Wirrwarr aus Stoffen, Sandstein, Lehm und Holz, chaotisch durcheinander gewürfelt hier unten in den bürgerlichen Vierteln, wo man nach dem Erdbeben schnell Dächer über dem Kopf hatte errichten müssen, dass man sich nicht darum kümmerte, wie sie mit den Gebäuden der Nachbarn harmonierten. In gewissem Sinne verkörperte es das Leben, in dem sie alle steckten: Chaotisch, Gegenwarts-getrieben und doch nicht bereit, aufzugeben. Devan hatte keinen derartigen Blick für Ästhetik, aber der Anblick war ihm vertraut genug, dass er sich angekommen fühlte.<br />
Am Rand des flachen Daches waren drei Teppiche quer übereinander gelegt mit Kissen, weniger drapiert als einfach so hingeworfen, wie es gerade eben passte. Daneben lag noch eine Schale mit gerösteten Kernen, halb gegessen, halb vergessen in den letzten Tagen, die ihnen allen viel abverlangt hatten. Maeaza, die getigerte Katze, lief voraus und strich um das Bein der sitzenden Frau, ehe sie der kleinen Schale mit dem Wasser an der Ecke des Daches näherte. <br />
Devan machte sich keine Mühe, leise zu sein, doch die Geschmeidigkeit einer Raubkatze ruhte immer noch in seinen Knochen. Etwas aus dem Gleichgewicht, doch immer noch leichtfüßig ließ er sich neben seine Schülerin auf die Teppiche fallen und kreuzte ein Bein in einem halben Schneidersitz, während er das verletzte Bein ausgestreckt ließ. Er ließ wie immer das Schweigen sprechen und wartete, bis sie ihr Wort an ihn richtete. Ohne Erwartung. Ohne Wertung. Mit dem Wissen, dass sie wusste, dass er über ihr Geheimnis Bescheid wusste, aber noch nicht bereit war, eine Entscheidung zu treffen. Seine Hand glitt in die Schale mit den Kernen und das Knacken durchbrach die Stille, als er zwischen seinen Zähnen Kern von Hülle spaltete.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[On a hot summer night, would you offer your throat to the wolf with the red roses?]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=832</link>
			<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 12:21:03 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=88">Rajani Parikh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=832</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/43/b0/96/43b0962b24b6c2f054f54e9f075f44e5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">On a hot summer night,<br />
<div style="font-size:18px;">would you offer your throat to the wolf with the red roses?</div>
</div>
<br />
Unbeirrbar brannte die Sonne vom Himmel, während die durstigen Pferde zum Stillstand kamen und sich knarzend die Tür der Kutsche öffnete. Heraus kam Dinesh Parikh und sein vermutlich schönster Diamant: seine Tochter Rajani. Gehüllt in einen tief lilafarbenen Schleier und vielem Goldschmuck, der bei jedem ihrer Schritte klimperte, stieg sie elegant wie eine Katze aus der Kutsche heraus, die für die Tage ihre Obhut gewesen war. Es war ein geräumiges Holzmodell, das mit verzierten Buntglasscheiben und den schönsten Ornamenten ausgestattet war - doch es blieb trotzdem eine Kutsche. Die junge Brünette war heilfroh nun endlich das Ziel erreicht zu haben und freute sich über einen einwöchigen Aufenthalt in Yalewdal. Es war das erste Mal, dass sie diesen Ort hier besuchte und auch, wenn es hier genauso heiß und trocken wie in Dharan al-Bhar war, gab es sicher ein paar kulturelle oder sozioökonomische Unterschiede. Wenngleich Rajani keinen so besonders hellen Geist besaß, um feine Nuancen unterscheiden zu können. Die Gesellschafterin war eher einfach gestrickt und verstand sich mehr auf die zwischenmenschliche Interaktion, statt auf fachlich fundierte Diskussionen. Dafür musste man sich eher mit Naila, ihrer Prinzessin, unterhalten. Doch auch, wenn sie es zwar kurz in Erwägung gezogen hatte, war sie in der Hauptstadt verblieben. Ehrlicherweise wusste Rajani gar nicht so ganz genau, was sie tagtäglich für Aufgaben zu bewältigen hatte, aber sie war sich sicher, dass sie von größter Relevanz waren. Denn wieso sonst sollte man eine Reise mit seiner besten Freundin ausschlagen? Doch nicht etwa nur, weil man eine Prinzessin war? Oder?<br />
<br />
Mit einem kurzen Kopfschütteln konzentrierte sie sich wieder auf ihre Ankunft im Palast und begrüßte alle Anwesenden mit einem eleganten Knicks. Ihr Vater richtete das Wort an das andere Familienoberhaupt und die Parikh blieb neben ihm stehen, ein wundervoll anzusehendes Deko-Objekt an seinem Arm. Zwar war sie seine Tochter und nicht seine Frau, doch immerhin noch unverheiratet und bildhübsch. Dass sie nicht so viel im Kopf hatte, wie andere in ihrer Familie und im Palast, machte dabei keinen Unterschied. Frauen waren nicht zum Reden geboren, sondern zum Ansehen. Und darin war Rajani eine Augenweide. Die junge Frau hatte wallendes dunkelbraunes Haar, dass ihr in großen Wellen über die Schultern fiel und so einen Großteil der sonst vermutlich nackten Haut verdeckte. Außerdem mandelförmige braune Augen, die von dunklen Wimpern umrahmt und von dem Khol auf ihrer Wasserlinie noch mehr zur Geltung gebracht wurden. <br />
<br />
Nachdem sie nur wenig Zeit später ihre Gemächer bezogen hatten, traf eine Einladung zum Abendessen bei ihr ein. Ein letzte Blick in den Spiegel, ein letztes Mal das Tupfen einer würzigen Ölmischung auf ihr Handgelenk, um besonders exotisch zu duften und sie hatte ihre Gemächer wieder verlassen und ging gemeinsam mit ihrem Vater in den großen Speisesaal. Man hatte der jungen Gesellschafterin versprochen, dass sich der Sohn der Familie heute um sie kümmern und ihr den Palast und seinen Außenbereich zeigen würde. Naila hätte jetzt ganz sicher den Namen und seine Geschichte parat gehabt, Rajani hingegen hing in ihren eigenen Tagträumen fest und überlegte, ob besagter Sohn wohl hübsch anzusehen war. <br />
Gemeinsam mit ihrem Vater betrat sie also den Speisesaal, wo Rajid Al-Mazhir und sein Sohn sie schon erwarteten.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/43/b0/96/43b0962b24b6c2f054f54e9f075f44e5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">On a hot summer night,<br />
<div style="font-size:18px;">would you offer your throat to the wolf with the red roses?</div>
</div>
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Unbeirrbar brannte die Sonne vom Himmel, während die durstigen Pferde zum Stillstand kamen und sich knarzend die Tür der Kutsche öffnete. Heraus kam Dinesh Parikh und sein vermutlich schönster Diamant: seine Tochter Rajani. Gehüllt in einen tief lilafarbenen Schleier und vielem Goldschmuck, der bei jedem ihrer Schritte klimperte, stieg sie elegant wie eine Katze aus der Kutsche heraus, die für die Tage ihre Obhut gewesen war. Es war ein geräumiges Holzmodell, das mit verzierten Buntglasscheiben und den schönsten Ornamenten ausgestattet war - doch es blieb trotzdem eine Kutsche. Die junge Brünette war heilfroh nun endlich das Ziel erreicht zu haben und freute sich über einen einwöchigen Aufenthalt in Yalewdal. Es war das erste Mal, dass sie diesen Ort hier besuchte und auch, wenn es hier genauso heiß und trocken wie in Dharan al-Bhar war, gab es sicher ein paar kulturelle oder sozioökonomische Unterschiede. Wenngleich Rajani keinen so besonders hellen Geist besaß, um feine Nuancen unterscheiden zu können. Die Gesellschafterin war eher einfach gestrickt und verstand sich mehr auf die zwischenmenschliche Interaktion, statt auf fachlich fundierte Diskussionen. Dafür musste man sich eher mit Naila, ihrer Prinzessin, unterhalten. Doch auch, wenn sie es zwar kurz in Erwägung gezogen hatte, war sie in der Hauptstadt verblieben. Ehrlicherweise wusste Rajani gar nicht so ganz genau, was sie tagtäglich für Aufgaben zu bewältigen hatte, aber sie war sich sicher, dass sie von größter Relevanz waren. Denn wieso sonst sollte man eine Reise mit seiner besten Freundin ausschlagen? Doch nicht etwa nur, weil man eine Prinzessin war? Oder?<br />
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Mit einem kurzen Kopfschütteln konzentrierte sie sich wieder auf ihre Ankunft im Palast und begrüßte alle Anwesenden mit einem eleganten Knicks. Ihr Vater richtete das Wort an das andere Familienoberhaupt und die Parikh blieb neben ihm stehen, ein wundervoll anzusehendes Deko-Objekt an seinem Arm. Zwar war sie seine Tochter und nicht seine Frau, doch immerhin noch unverheiratet und bildhübsch. Dass sie nicht so viel im Kopf hatte, wie andere in ihrer Familie und im Palast, machte dabei keinen Unterschied. Frauen waren nicht zum Reden geboren, sondern zum Ansehen. Und darin war Rajani eine Augenweide. Die junge Frau hatte wallendes dunkelbraunes Haar, dass ihr in großen Wellen über die Schultern fiel und so einen Großteil der sonst vermutlich nackten Haut verdeckte. Außerdem mandelförmige braune Augen, die von dunklen Wimpern umrahmt und von dem Khol auf ihrer Wasserlinie noch mehr zur Geltung gebracht wurden. <br />
<br />
Nachdem sie nur wenig Zeit später ihre Gemächer bezogen hatten, traf eine Einladung zum Abendessen bei ihr ein. Ein letzte Blick in den Spiegel, ein letztes Mal das Tupfen einer würzigen Ölmischung auf ihr Handgelenk, um besonders exotisch zu duften und sie hatte ihre Gemächer wieder verlassen und ging gemeinsam mit ihrem Vater in den großen Speisesaal. Man hatte der jungen Gesellschafterin versprochen, dass sich der Sohn der Familie heute um sie kümmern und ihr den Palast und seinen Außenbereich zeigen würde. Naila hätte jetzt ganz sicher den Namen und seine Geschichte parat gehabt, Rajani hingegen hing in ihren eigenen Tagträumen fest und überlegte, ob besagter Sohn wohl hübsch anzusehen war. <br />
Gemeinsam mit ihrem Vater betrat sie also den Speisesaal, wo Rajid Al-Mazhir und sein Sohn sie schon erwarteten.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fight like a girl]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=831</link>
			<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 21:29:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=162">Rowan Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=831</guid>
			<description><![CDATA[Rowan Fraser war kein Mann, dem man so leicht die Laune verderben konnte. Er war die Strapazen langer Reisen gewohnt, konnte mit Entbehrungen gut leben und hatte auch kein Problem damit, sich mit kargen Mahlzeiten über Wasser zu halten, solange die Gespräche am Lagerfeuer vor sich hinflossen und er ein Ziel und dessen Erreichung klar vor Augen hatte. Tage wie diese dämpften jedoch sein sonst eher gelassenes Gemüt, vor allem nachdem er festgestellt hatte, dass sich ihrer Truppe zur Drachenjagd keinerlei weitere Krieger angeschlossen hatten. Immer wieder hatte er gehofft, dass doch noch mehr Leute dem Aufruf des Königs folgen und ihnen auf der Reise ins Ungewisse Gesellschaft leisten würden. Dass er am Ende bisher der einzige Gerüstete bleiben würde - neben dem einen oder anderen passablen Kämpfer, so wie er die zwei Männer mit Hoffnung einschätzte - , damit hatte er nicht gerechnet und in gewisser Weise machte ihn das unruhig. Zwar war er niemand, der die Anwesenheit von Frauen nicht genoss - nein, ganz im Gegenteil - aber soweit er es beobachten hatte können, war keine der drei Damen in irgendeiner Art und Weise im Kampf geschult. Rowan war sich zwar sicher, dass sie schnell heraushaben würden, dass man am besten mit dem spitzen Ende einer Waffe zustieß, wenn man sich verteidigen wollte, doch in Anbetracht der Gefahren, die ihnen auf der Suche nach dem Fabelwesen auflauern konnten, brauchte es etwas mehr als das, um unversehrt oder zumindest am Leben zu bleiben. Dabei sprach er den jungen Frauen keineswegs ihre Fähigkeiten ab. Die Gelehrte punktete in vielerlei Hinsicht - oh Wunder - mit ihrem Wissen, während Freyja durch ihre offene Art und Neugier herausstach. Tja und dann war da noch Mira. Bereits seit sie zu ihnen gestoßen war, behielt der Söldner sie im Blick. Sie war flink wie ein Hase und er war sich sicher, dass diese Fähigkeit ihrer Beine auch genauso auf ihre Finger zutraf. Alleine die Art und Weise wie sie manchmal nach Dingen griff ließ bei ihm ein Signalglöckchen im Hinterkopf klingeln. Etwas, das ihn darauf aufmerksam machen sollte, dass hinter der Fassade der Gauklerin vielleicht mehr steckte - und dass er seine Geldkatze am besten dicht unter seiner Kleidung tragen sollte. Viel mehr als ihre Ausstrahlung schien jedoch ihr Gesicht eine Erinnerung wachrütteln zu wollen, die er noch nicht so recht greifen konnte. Kaum hatte er das Gefühl einen der losen Fäden, der zur Lösung des Rätsels führte, greifen zu können, so rutschte er ihm auch schon wieder durch die Finger und ließ ihn genauso ratlos wie zuvor zurück. Dabei war ihr Verhalten weder sonderbar noch verdächtig, ähnelte in ihrer Art ein wenig der neugierigen Freyja aber war doch für sich auch wieder einzigartig. Sei es wie es sei, Rowan hatte über die Jahre hinweg ohnehin gelernt, dass es mit Vorsicht zu genießen war, anderen sein Vertrauen zu schenken und so blieb er auch jetzt wachsam.<br />
<br />
Die Chance, diesem seltsamen Gefühl in seiner Magengrube nachzuforschen, bot sich ihm schließlich, als er gemeinsam mit Mira zur Suche nach Feuerholz eingeteilt wurde. Einen Moment lang hatte der 31-Jährige überlegt, Sandokan als Packtier mitzuführen, doch das hätte nur dafür gesorgt, dass sie das trockene Brennmaterial im Unterholz noch schwieriger erreichten. Das stetig neblige und feuchte Wetter hatte nicht gerade dazu beigetragen, Äste und Zweige zu finden, die etwas anderes taten als vor sich hinzukohlen, wenn man sie in der Hoffnung auf Wärme und ein warmes Mahl in Brand steckte. Rowan war irgendwann dazu übergegangen zumindest etwas von dem Holz in Sandokans Satteltaschen zu verstauen, damit wenigstens passables Zündmaterial zur Verfügung stand. Dass seine Wechselkleider dafür als klammes Bündel am Rand des Sattels hingen, hatte der Söldner wohl oder übel dafür in Kauf nehmen müssen. <br />
All das war nun jedoch im Lager geblieben und alles was Rowan bei sich trug war eine kleine, handliche Axt sowie sein Schwert an seiner Seite. Zwar hätte er sich natürlich auch mit dem handlichen Werkzeug auf irgendeine Art und Weise verteidigen können, aber die liebgewonnene Waffe ließ er ohnehin nicht gerne unbeaufsichtigt unter Menschen, die er für kaum einmal länger als einen Wimpernschlag kannte. Begleitet von den Geräuschen des Waldes suchten sich die beiden einen Weg tiefer in das Dickicht, vorbei an kleinen Wällen aus Dornenhecken und anderen Pflanzen und Sträuchern, die Rowan als nicht geeignet für ein Lagerfeuer hielt. Entweder war das Holz an sich zu feucht oder zu ölig, oder die Äste so dünn, dass sie gefühlte Zentner davon herbeischleppen hätten müssen, um wirklich etwas auszurichten. Etwas weiter in der Ferne hatte er jedoch bereits ein kleines Buchenwäldchen ausgemacht, bei dem er sich eine bessere Ausbeute erwartete. <br />
<br />
Vorsichtig auf seine Schritte achtend warf er Mira einen Blick von der Seite zu, wieder grübelnd, während seine Augen über ihr rotes Haar wanderten, in denen der Schimmer der bereits etwas tiefer stehenden Sonne tanzte. Sie war eine Seltenheit geworden in den letzten Tagen, in denen der Himmel doch von dichten Wolken gesättigt gewesen war. <b>"Du bist also eine Gauklerin? Oder ehemals Gauklerin?"</b> Die Frage kam ihm selbst dumm vor, war sie doch eigentlich komplett rhetorisch, aber Rowan mochte das Schweigen nicht, dass sie beide einhüllte. <b>"Was hat dich dazu verleitet, mit uns auf die Drachenjagd zu gehen?"</b> Sei Kopf legte sich etwas schief und er musterte sie genauer, während er mit geschickten Schritten Wurzeln und Steinen auswich. <b>"Wenn das Vieh wirklich so groß ist, wie der König glaubt, taugt es denke ich nicht wirklich als Attraktion für reisende Schausteller..."</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Rowan Fraser war kein Mann, dem man so leicht die Laune verderben konnte. Er war die Strapazen langer Reisen gewohnt, konnte mit Entbehrungen gut leben und hatte auch kein Problem damit, sich mit kargen Mahlzeiten über Wasser zu halten, solange die Gespräche am Lagerfeuer vor sich hinflossen und er ein Ziel und dessen Erreichung klar vor Augen hatte. Tage wie diese dämpften jedoch sein sonst eher gelassenes Gemüt, vor allem nachdem er festgestellt hatte, dass sich ihrer Truppe zur Drachenjagd keinerlei weitere Krieger angeschlossen hatten. Immer wieder hatte er gehofft, dass doch noch mehr Leute dem Aufruf des Königs folgen und ihnen auf der Reise ins Ungewisse Gesellschaft leisten würden. Dass er am Ende bisher der einzige Gerüstete bleiben würde - neben dem einen oder anderen passablen Kämpfer, so wie er die zwei Männer mit Hoffnung einschätzte - , damit hatte er nicht gerechnet und in gewisser Weise machte ihn das unruhig. Zwar war er niemand, der die Anwesenheit von Frauen nicht genoss - nein, ganz im Gegenteil - aber soweit er es beobachten hatte können, war keine der drei Damen in irgendeiner Art und Weise im Kampf geschult. Rowan war sich zwar sicher, dass sie schnell heraushaben würden, dass man am besten mit dem spitzen Ende einer Waffe zustieß, wenn man sich verteidigen wollte, doch in Anbetracht der Gefahren, die ihnen auf der Suche nach dem Fabelwesen auflauern konnten, brauchte es etwas mehr als das, um unversehrt oder zumindest am Leben zu bleiben. Dabei sprach er den jungen Frauen keineswegs ihre Fähigkeiten ab. Die Gelehrte punktete in vielerlei Hinsicht - oh Wunder - mit ihrem Wissen, während Freyja durch ihre offene Art und Neugier herausstach. Tja und dann war da noch Mira. Bereits seit sie zu ihnen gestoßen war, behielt der Söldner sie im Blick. Sie war flink wie ein Hase und er war sich sicher, dass diese Fähigkeit ihrer Beine auch genauso auf ihre Finger zutraf. Alleine die Art und Weise wie sie manchmal nach Dingen griff ließ bei ihm ein Signalglöckchen im Hinterkopf klingeln. Etwas, das ihn darauf aufmerksam machen sollte, dass hinter der Fassade der Gauklerin vielleicht mehr steckte - und dass er seine Geldkatze am besten dicht unter seiner Kleidung tragen sollte. Viel mehr als ihre Ausstrahlung schien jedoch ihr Gesicht eine Erinnerung wachrütteln zu wollen, die er noch nicht so recht greifen konnte. Kaum hatte er das Gefühl einen der losen Fäden, der zur Lösung des Rätsels führte, greifen zu können, so rutschte er ihm auch schon wieder durch die Finger und ließ ihn genauso ratlos wie zuvor zurück. Dabei war ihr Verhalten weder sonderbar noch verdächtig, ähnelte in ihrer Art ein wenig der neugierigen Freyja aber war doch für sich auch wieder einzigartig. Sei es wie es sei, Rowan hatte über die Jahre hinweg ohnehin gelernt, dass es mit Vorsicht zu genießen war, anderen sein Vertrauen zu schenken und so blieb er auch jetzt wachsam.<br />
<br />
Die Chance, diesem seltsamen Gefühl in seiner Magengrube nachzuforschen, bot sich ihm schließlich, als er gemeinsam mit Mira zur Suche nach Feuerholz eingeteilt wurde. Einen Moment lang hatte der 31-Jährige überlegt, Sandokan als Packtier mitzuführen, doch das hätte nur dafür gesorgt, dass sie das trockene Brennmaterial im Unterholz noch schwieriger erreichten. Das stetig neblige und feuchte Wetter hatte nicht gerade dazu beigetragen, Äste und Zweige zu finden, die etwas anderes taten als vor sich hinzukohlen, wenn man sie in der Hoffnung auf Wärme und ein warmes Mahl in Brand steckte. Rowan war irgendwann dazu übergegangen zumindest etwas von dem Holz in Sandokans Satteltaschen zu verstauen, damit wenigstens passables Zündmaterial zur Verfügung stand. Dass seine Wechselkleider dafür als klammes Bündel am Rand des Sattels hingen, hatte der Söldner wohl oder übel dafür in Kauf nehmen müssen. <br />
All das war nun jedoch im Lager geblieben und alles was Rowan bei sich trug war eine kleine, handliche Axt sowie sein Schwert an seiner Seite. Zwar hätte er sich natürlich auch mit dem handlichen Werkzeug auf irgendeine Art und Weise verteidigen können, aber die liebgewonnene Waffe ließ er ohnehin nicht gerne unbeaufsichtigt unter Menschen, die er für kaum einmal länger als einen Wimpernschlag kannte. Begleitet von den Geräuschen des Waldes suchten sich die beiden einen Weg tiefer in das Dickicht, vorbei an kleinen Wällen aus Dornenhecken und anderen Pflanzen und Sträuchern, die Rowan als nicht geeignet für ein Lagerfeuer hielt. Entweder war das Holz an sich zu feucht oder zu ölig, oder die Äste so dünn, dass sie gefühlte Zentner davon herbeischleppen hätten müssen, um wirklich etwas auszurichten. Etwas weiter in der Ferne hatte er jedoch bereits ein kleines Buchenwäldchen ausgemacht, bei dem er sich eine bessere Ausbeute erwartete. <br />
<br />
Vorsichtig auf seine Schritte achtend warf er Mira einen Blick von der Seite zu, wieder grübelnd, während seine Augen über ihr rotes Haar wanderten, in denen der Schimmer der bereits etwas tiefer stehenden Sonne tanzte. Sie war eine Seltenheit geworden in den letzten Tagen, in denen der Himmel doch von dichten Wolken gesättigt gewesen war. <b>"Du bist also eine Gauklerin? Oder ehemals Gauklerin?"</b> Die Frage kam ihm selbst dumm vor, war sie doch eigentlich komplett rhetorisch, aber Rowan mochte das Schweigen nicht, dass sie beide einhüllte. <b>"Was hat dich dazu verleitet, mit uns auf die Drachenjagd zu gehen?"</b> Sei Kopf legte sich etwas schief und er musterte sie genauer, während er mit geschickten Schritten Wurzeln und Steinen auswich. <b>"Wenn das Vieh wirklich so groß ist, wie der König glaubt, taugt es denke ich nicht wirklich als Attraktion für reisende Schausteller..."</b>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[To the forest of denial]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=830</link>
			<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 14:39:29 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=144">Freyja Winters</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=830</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/d8/f0/40/d8f0404a9acf6ada587e6786b0431a0b.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">To the forest of denialntitel<br />
<div style="font-size:18px;">Walk with me until the time</div>
</div>
<br />
Eine ganze Woche waren sie nun schon unterwegs. Das Baden im Fluss jagte der jungen Frau noch immer eiskalte Schauer über den Rücken, das Essen, was sie sich selbst erlegen mussten, ließ ihr immer noch regelmäßig die Galle aufsteigen und die Kälte, die ihr des nachts in die Knochen kroch, ließ sie immer noch in so mancher stiller Stunde daran zweifeln, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Zweifel waren normal, versuchte sie sich immer wieder selber einzureden. Es war normal, seine Entscheidungen infrage zu stellen, sich in Gedankenspielereien zu verlieren, sich alternative Szenarien auszudenken. Natürlich könnte Freyja immer noch hinter dem Tresen in der Taverne in Three Rivers stehen, könnte immer noch schales Bier in dreckigen Krügen ausschenken und nur ein entnervtes Brummen der Gäste entgegen nehmen, welches dem Goldtaler auf dem Schritt folgte, doch der Drang nach Abenteuer war da gewesen. Sie hatte ihre Bestimmung nicht einfach ignorieren können. Sie wollte auf diese Jagd gehen, wenn auch aus anderen Gründen, als die anderen. Zumindest vermutete sie das. So richtig traute sie sich nicht ihre wahren Gedanken auszusprechen, weil sie immer noch nicht ganz sicher war, wem sie trauen konnte und bei wem sie besser vorsichtig sein sollte. <br />
<br />
Den ganzen Tag über waren sie durch das Dickicht im Wald gewandert. Hatten sich durch Geäst geschlagen, bis ihre Messer stumpf und ihre Füße wund gewesen waren. Jedenfalls empfand Freyja diesen Fußmarsch heute so. Und passiert war bisher noch gar nichts. Sie hatten keine Spuren, keine Tierkadaver, ja, nicht einmal verruße Baumstämme gefunden. Sie irrten umher wie eine Gruppe Verlorener. Und genauso fühlte es sich an. Als wäre Freyja verloren. Verloren in ihrem eigenen Abenteuer, das sie so sehr gewollt hat. Die Tatsache, dass sie einfach noch nichts gefunden hatten, verunsicherte sie. Dabei hatte sie sich anfangs sogar noch darüber gefreut, dass sie KEINE Spuren gefunden hatten, weil sie den Drachen - falls er denn überhaupt existierte - ja gar nicht verletzten wollte. Sie wollte ihn nur finden und am liebsten sogar warnen, falls sowas überhaupt möglich war. Einen Drachen hatte es seit so vielen Jahren nicht mehr gegeben. Dass dieses Geschöpf aus den alten Legenden nun angeblich wieder gesichtet worden war, war ein wundervolles Zeichen gewesen, kein unheilverkündendes Schicksal! Doch offenbar sahen das nicht alle so, wie die junge Brünette. <br />
<br />
Während das Lagerfeuer vor sich hin knisterte und Freyja gerade ihr eigenes Lager soweit fertig gemacht hatte, dass sie sich gleich unter die kratzige Decke kuscheln konnte, die sie von zu Hause mitgenommen hatte, sah sie, dass eine der anderen Frauen etwas unentschlossen herum stand, als fühlte sie sich in diesem Moment genauso verloren, wie es bei der Winters selbst der Fall war. Kurzerhand beschloss sie, zu der Rothaarigen hinzugehen. Sie hatten zwar schon das ein oder andere Wort miteinander gewechselt, doch bisher waren sie gar nicht dazu gekommen sich richtig kennen zu lernen. <br />
<br />
"<div class="heimatloscolor">Hallo. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob ich mich schon bei dir vorgestellt habe. Und das, obwohl wir schon seit einer Woche unterwegs sind... Wo sind nur meine Manieren geblieben? Ich bin Freyja. Das musste ich jetzt dringend mal nachholen</div>", sagte sie etwas peinlich berührt und zuckte entschuldigend mit den Schultern.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/d8/f0/40/d8f0404a9acf6ada587e6786b0431a0b.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">To the forest of denialntitel<br />
<div style="font-size:18px;">Walk with me until the time</div>
</div>
<br />
Eine ganze Woche waren sie nun schon unterwegs. Das Baden im Fluss jagte der jungen Frau noch immer eiskalte Schauer über den Rücken, das Essen, was sie sich selbst erlegen mussten, ließ ihr immer noch regelmäßig die Galle aufsteigen und die Kälte, die ihr des nachts in die Knochen kroch, ließ sie immer noch in so mancher stiller Stunde daran zweifeln, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Zweifel waren normal, versuchte sie sich immer wieder selber einzureden. Es war normal, seine Entscheidungen infrage zu stellen, sich in Gedankenspielereien zu verlieren, sich alternative Szenarien auszudenken. Natürlich könnte Freyja immer noch hinter dem Tresen in der Taverne in Three Rivers stehen, könnte immer noch schales Bier in dreckigen Krügen ausschenken und nur ein entnervtes Brummen der Gäste entgegen nehmen, welches dem Goldtaler auf dem Schritt folgte, doch der Drang nach Abenteuer war da gewesen. Sie hatte ihre Bestimmung nicht einfach ignorieren können. Sie wollte auf diese Jagd gehen, wenn auch aus anderen Gründen, als die anderen. Zumindest vermutete sie das. So richtig traute sie sich nicht ihre wahren Gedanken auszusprechen, weil sie immer noch nicht ganz sicher war, wem sie trauen konnte und bei wem sie besser vorsichtig sein sollte. <br />
<br />
Den ganzen Tag über waren sie durch das Dickicht im Wald gewandert. Hatten sich durch Geäst geschlagen, bis ihre Messer stumpf und ihre Füße wund gewesen waren. Jedenfalls empfand Freyja diesen Fußmarsch heute so. Und passiert war bisher noch gar nichts. Sie hatten keine Spuren, keine Tierkadaver, ja, nicht einmal verruße Baumstämme gefunden. Sie irrten umher wie eine Gruppe Verlorener. Und genauso fühlte es sich an. Als wäre Freyja verloren. Verloren in ihrem eigenen Abenteuer, das sie so sehr gewollt hat. Die Tatsache, dass sie einfach noch nichts gefunden hatten, verunsicherte sie. Dabei hatte sie sich anfangs sogar noch darüber gefreut, dass sie KEINE Spuren gefunden hatten, weil sie den Drachen - falls er denn überhaupt existierte - ja gar nicht verletzten wollte. Sie wollte ihn nur finden und am liebsten sogar warnen, falls sowas überhaupt möglich war. Einen Drachen hatte es seit so vielen Jahren nicht mehr gegeben. Dass dieses Geschöpf aus den alten Legenden nun angeblich wieder gesichtet worden war, war ein wundervolles Zeichen gewesen, kein unheilverkündendes Schicksal! Doch offenbar sahen das nicht alle so, wie die junge Brünette. <br />
<br />
Während das Lagerfeuer vor sich hin knisterte und Freyja gerade ihr eigenes Lager soweit fertig gemacht hatte, dass sie sich gleich unter die kratzige Decke kuscheln konnte, die sie von zu Hause mitgenommen hatte, sah sie, dass eine der anderen Frauen etwas unentschlossen herum stand, als fühlte sie sich in diesem Moment genauso verloren, wie es bei der Winters selbst der Fall war. Kurzerhand beschloss sie, zu der Rothaarigen hinzugehen. Sie hatten zwar schon das ein oder andere Wort miteinander gewechselt, doch bisher waren sie gar nicht dazu gekommen sich richtig kennen zu lernen. <br />
<br />
"<div class="heimatloscolor">Hallo. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob ich mich schon bei dir vorgestellt habe. Und das, obwohl wir schon seit einer Woche unterwegs sind... Wo sind nur meine Manieren geblieben? Ich bin Freyja. Das musste ich jetzt dringend mal nachholen</div>", sagte sie etwas peinlich berührt und zuckte entschuldigend mit den Schultern.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The Weight of What Awaits]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=829</link>
			<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 18:15:18 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=176">Samir Al-Mazhir</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=829</guid>
			<description><![CDATA[Langsam war die Sonne über Dharan al-Bahr gesunken, hatte ihre Wärme mit sich genommen. Einzig und allein die Lehmwände der Häuser in den Straßen strahlten noch eine Erinnerung davon ab, sorgten dafür, dass die Menschen nicht froren, auch wenn so manchen ob der aufkommenden leichten Brise ein kalter Schauer über die mit perlendem Schweiß bedeckte Haut glitt. Die von der oft harten Arbeit im Freien gebräunten Gesichter nahmen einen entspannteren Ausdruck an, als der Abend Einzug hielt und mit ihm Ruhe einkehrte, sie sich eine Pause gönnen konnten, so sie nicht in den Schenken oder anderen bis spät in die Nacht geöffneten Etablissements ihr Tag- - oder in diesem Falle eher - Nachtwerk verrichteten. Hier und dort sah man Kinder lachend durch die Gassen huschen, aufgeschreckt von den Stimmen strenger Mütter und Großmütter, die sie zum Nachhausekommen ermahnten. Schließlich waren die Straßen Matariyyas kein Spielplatz nach Einbruch der Dunkelheit - zumindest nicht für so zarte Seelen, auch wenn manche von ihnen wahrscheinlich schon mehr dunkle Erinnerungen in sich trugen, als der Geist eines Adeligen hinter verschlossenen Palasttüren überhaupt vermochte aufzunehmen. Von einem der geöffneten Gasthäuser drang der Geruch von Curry, Zimt und gebratenem Hammel herüber, mischte sich mit der stickigen, von Sand geschwängerten Nachtluft und sorgte für ein Aroma, das der Stadt ganz eigen war. Eines, mit dem Samir aufgewachsen war, der nun vom Balkon seines Zimmers im Anwesen seiner Eltern aus das sich legende Treiben beobachtete. <br />
<br />
Ein Schatten hatte sich über das Gesicht des 29-Jährigen gelegt, der nichts mit den schwindenden Strahlen des glühenden Himmelskörpers zu tun hatte. Die blauen Augen, die ebenso markant herausstachen wie die fast modelliert zu scheinenden Wangenknochen des Dunkelhaarigen, schweiften über die Stadt, die er sein zu Hause nannte und der er doch in jüngeren Jahren und vor allem in seinen frühen, 20 Sommern , viel zu oft fern gewesen war. Sein Vater hatte darauf bestanden, dass er Kontakte knüpfte, an seinem diplomatischen Geschick feilte und seinem Elternhaus somit Vorteile einbrachte. Etwas, das ihm ob der bevorstehenden Verantwortung, die auf seinen Schultern lasten würde, hoffentlich zugute kommen würde. 3 Tage noch und ihm würde ein Schicksal zuteil werden, von dem er nie zu hoffen gewagt hatte. Wie ein Fiebertraum kam ihm der Moment vor, als der Rat ihn zum Nachfolger für den Thron bestimmt hatte. Und doch war er Wirklichkeit. Samir hätte selbst daran gezweifelt, so er nicht im Moment tagtäglich durch diverse Vorbereitungen auf das bevorstehende Fest daran erinnert worden war. In den meisten Fällen dienten sie ihm als willkommene Ablenkung, die ihn davon abhielt in Nervosität und Panik zu verfallen. Doch jetzt, in den stillen Momenten, da das rege Treiben verstummte und einem leisen Summen der ruhigen Lebendigkeit Raum gab, da fühlte er, wie sich sein Herzschlag beschleunigte. Wie ein leises Zittern in seine vom Schweiß benetzten Hände einkehrte und die Gedanken in seinem Kopf begannen, Kreise zu drehen. Zweifel zu sähen. <br />
<br />
Mit einem leisen Ruck stieß Samir sich vom Geländer des Balkons ab und trat durch die in der Nachtluft wehenden Vorhänge, die den Eingang zu seinen Gemächern verhüllten. Der Stoff fühlte sich beinahe schon warm auf seiner abgekühlten Haut an. Ein Gefühl, das er selten kannte, war er doch ein Sonnenkind das die Wärme liebte und sonst selten fror. Anders als jene, die so lange unter der Krone gelitten hatten. Deren Körper von den Strapazen ausgemergelt waren und um jedes Stück Brot, um sauberes Wasser und etwas zertretenes Obst auf den Böden kämpften. All das würde sich ändern, das hatte Samir sich felsenfest vorgenommen. Und doch. Da war diese leise Stimme in seinem Hinterkopf, hinterhältig, zischend und süßlich-strafend, die ihn fragte, wie er all das zu bewerkstelligen gedachte. Die seine Autorität hinterfragte. Ihn klein machte und verhöhnte. Der junge Mann schluckte, wischte sich die Handflächen an seinen Leinenhosen ab und trat an einen kleinen Tisch, auf dem kühler, gesüßter Wein auf ihn wartete. Daneben hatte man eine kleine Platte mit Oliven, getrockneten Tomaten und Käse platziert. Seiner Mutter war in den letzten Tagen wohl aufgefallen, dass ihr Sohn kaum einen Bissen herunterbrachte. Mit unruhigen Fingern griff er also nach der Karaffe und goss eines der Gläser zur Hälfte voll. Vorsorglich hatte man ein zweites bereitgestellt, denn es war ein unausgesprochenes Geheimnis, dass er seine Nächte im seltensten Fall alleine verbrachte. Und auch an diesem Abend hoffte er, dass er dies nicht müssen würde. Ihn jener Mann, der nicht nur seine Gedanken sondern vor allem auch sein Herz bestimmte, ihm nicht fern bleiben würde.<br />
<br />
Bereits die ersten Tropfen des süßen, alkoholhaltigen Traubensaftes beruhigten Samirs Nerven merklich. Leise zwang er sich dazu, langsam und tief ein und aus zu atmen, um seinen rasenden Puls zu verlangsamen und der Panik keinen Raum zu geben, denn sofort drangen ihm wieder die Worte seines Vaters ins Gedächtnis. Das Volk brauchte einen starken König, zu dem es aufsehen konnte. Keinen Schwächling mit flatternden Nerven, der sich seiner Sache nicht sicher war. Aber das war er. Er wusste, woran es den Menschen fehlte - oder zumindest glaubte er es zu wissen. Wo sein Platz war und was er erreichen wollte. Und sollte er doch einmal schwanken, so hatte er Tariq an seiner Seite, der ihm den rechten Weg wies. Eine Stütze war. Sein Fels in der Brandung - aber gerade noch mit Abwesenheit glänzte. Das dem nicht mehr lange so sein würde war Samir sich sehr sicher, denn der Abend war noch jung und an seiner Seite zu sein, ihn zu unterstützen, nun einmal nicht die einzige Aufgabe seines Geliebten. Oh und wie er diesen Mann liebte. Ein leises Lächeln schob sich auf die Lippen des zukünftigen Königs, ehe er einen erneuten, kleinen Schluck nahm. Für ihn würde er die Welt aus den Angeln heben - oder veranlassen, dass es geschah.<br />
<br />
<span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size">Penis.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Langsam war die Sonne über Dharan al-Bahr gesunken, hatte ihre Wärme mit sich genommen. Einzig und allein die Lehmwände der Häuser in den Straßen strahlten noch eine Erinnerung davon ab, sorgten dafür, dass die Menschen nicht froren, auch wenn so manchen ob der aufkommenden leichten Brise ein kalter Schauer über die mit perlendem Schweiß bedeckte Haut glitt. Die von der oft harten Arbeit im Freien gebräunten Gesichter nahmen einen entspannteren Ausdruck an, als der Abend Einzug hielt und mit ihm Ruhe einkehrte, sie sich eine Pause gönnen konnten, so sie nicht in den Schenken oder anderen bis spät in die Nacht geöffneten Etablissements ihr Tag- - oder in diesem Falle eher - Nachtwerk verrichteten. Hier und dort sah man Kinder lachend durch die Gassen huschen, aufgeschreckt von den Stimmen strenger Mütter und Großmütter, die sie zum Nachhausekommen ermahnten. Schließlich waren die Straßen Matariyyas kein Spielplatz nach Einbruch der Dunkelheit - zumindest nicht für so zarte Seelen, auch wenn manche von ihnen wahrscheinlich schon mehr dunkle Erinnerungen in sich trugen, als der Geist eines Adeligen hinter verschlossenen Palasttüren überhaupt vermochte aufzunehmen. Von einem der geöffneten Gasthäuser drang der Geruch von Curry, Zimt und gebratenem Hammel herüber, mischte sich mit der stickigen, von Sand geschwängerten Nachtluft und sorgte für ein Aroma, das der Stadt ganz eigen war. Eines, mit dem Samir aufgewachsen war, der nun vom Balkon seines Zimmers im Anwesen seiner Eltern aus das sich legende Treiben beobachtete. <br />
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Ein Schatten hatte sich über das Gesicht des 29-Jährigen gelegt, der nichts mit den schwindenden Strahlen des glühenden Himmelskörpers zu tun hatte. Die blauen Augen, die ebenso markant herausstachen wie die fast modelliert zu scheinenden Wangenknochen des Dunkelhaarigen, schweiften über die Stadt, die er sein zu Hause nannte und der er doch in jüngeren Jahren und vor allem in seinen frühen, 20 Sommern , viel zu oft fern gewesen war. Sein Vater hatte darauf bestanden, dass er Kontakte knüpfte, an seinem diplomatischen Geschick feilte und seinem Elternhaus somit Vorteile einbrachte. Etwas, das ihm ob der bevorstehenden Verantwortung, die auf seinen Schultern lasten würde, hoffentlich zugute kommen würde. 3 Tage noch und ihm würde ein Schicksal zuteil werden, von dem er nie zu hoffen gewagt hatte. Wie ein Fiebertraum kam ihm der Moment vor, als der Rat ihn zum Nachfolger für den Thron bestimmt hatte. Und doch war er Wirklichkeit. Samir hätte selbst daran gezweifelt, so er nicht im Moment tagtäglich durch diverse Vorbereitungen auf das bevorstehende Fest daran erinnert worden war. In den meisten Fällen dienten sie ihm als willkommene Ablenkung, die ihn davon abhielt in Nervosität und Panik zu verfallen. Doch jetzt, in den stillen Momenten, da das rege Treiben verstummte und einem leisen Summen der ruhigen Lebendigkeit Raum gab, da fühlte er, wie sich sein Herzschlag beschleunigte. Wie ein leises Zittern in seine vom Schweiß benetzten Hände einkehrte und die Gedanken in seinem Kopf begannen, Kreise zu drehen. Zweifel zu sähen. <br />
<br />
Mit einem leisen Ruck stieß Samir sich vom Geländer des Balkons ab und trat durch die in der Nachtluft wehenden Vorhänge, die den Eingang zu seinen Gemächern verhüllten. Der Stoff fühlte sich beinahe schon warm auf seiner abgekühlten Haut an. Ein Gefühl, das er selten kannte, war er doch ein Sonnenkind das die Wärme liebte und sonst selten fror. Anders als jene, die so lange unter der Krone gelitten hatten. Deren Körper von den Strapazen ausgemergelt waren und um jedes Stück Brot, um sauberes Wasser und etwas zertretenes Obst auf den Böden kämpften. All das würde sich ändern, das hatte Samir sich felsenfest vorgenommen. Und doch. Da war diese leise Stimme in seinem Hinterkopf, hinterhältig, zischend und süßlich-strafend, die ihn fragte, wie er all das zu bewerkstelligen gedachte. Die seine Autorität hinterfragte. Ihn klein machte und verhöhnte. Der junge Mann schluckte, wischte sich die Handflächen an seinen Leinenhosen ab und trat an einen kleinen Tisch, auf dem kühler, gesüßter Wein auf ihn wartete. Daneben hatte man eine kleine Platte mit Oliven, getrockneten Tomaten und Käse platziert. Seiner Mutter war in den letzten Tagen wohl aufgefallen, dass ihr Sohn kaum einen Bissen herunterbrachte. Mit unruhigen Fingern griff er also nach der Karaffe und goss eines der Gläser zur Hälfte voll. Vorsorglich hatte man ein zweites bereitgestellt, denn es war ein unausgesprochenes Geheimnis, dass er seine Nächte im seltensten Fall alleine verbrachte. Und auch an diesem Abend hoffte er, dass er dies nicht müssen würde. Ihn jener Mann, der nicht nur seine Gedanken sondern vor allem auch sein Herz bestimmte, ihm nicht fern bleiben würde.<br />
<br />
Bereits die ersten Tropfen des süßen, alkoholhaltigen Traubensaftes beruhigten Samirs Nerven merklich. Leise zwang er sich dazu, langsam und tief ein und aus zu atmen, um seinen rasenden Puls zu verlangsamen und der Panik keinen Raum zu geben, denn sofort drangen ihm wieder die Worte seines Vaters ins Gedächtnis. Das Volk brauchte einen starken König, zu dem es aufsehen konnte. Keinen Schwächling mit flatternden Nerven, der sich seiner Sache nicht sicher war. Aber das war er. Er wusste, woran es den Menschen fehlte - oder zumindest glaubte er es zu wissen. Wo sein Platz war und was er erreichen wollte. Und sollte er doch einmal schwanken, so hatte er Tariq an seiner Seite, der ihm den rechten Weg wies. Eine Stütze war. Sein Fels in der Brandung - aber gerade noch mit Abwesenheit glänzte. Das dem nicht mehr lange so sein würde war Samir sich sehr sicher, denn der Abend war noch jung und an seiner Seite zu sein, ihn zu unterstützen, nun einmal nicht die einzige Aufgabe seines Geliebten. Oh und wie er diesen Mann liebte. Ein leises Lächeln schob sich auf die Lippen des zukünftigen Königs, ehe er einen erneuten, kleinen Schluck nahm. Für ihn würde er die Welt aus den Angeln heben - oder veranlassen, dass es geschah.<br />
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<span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size">Penis.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Only a Monster can kill a Monster]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=828</link>
			<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 09:55:13 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=21">Ivar Lorenson</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=828</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/8d/fa/8b/8dfa8bbf7f4859cd15acc347c62cb0d9.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;">  How do you intend do survive?<br />
<div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Given that you are neither.</div>
</div>
Aufgeweichte Erde und Matsch knirschten unter den Stiefeln und hatte erstaunlich viel mit den Kuhfladen gemein, durch die Ivar vor nicht allzu langer Zeit noch gestapft war. Im Grunde war jedes Land doch gleich. Da machten die Menschen so einen Stress um die Grenzen und unterschiedlichen Kulturen, aber wenn man die Erde fragte, gab es darauf nur eine Antwort. Sie alle hatten einen Boden, auf dem sie liefen. Pflanzen und Tiere, die ihr Leben ermöglichten. Wasser in der Erde, über ihren Köpfen und in manchen Früchten, die gepflückt werden wollten. Überall, wo Menschen nicht ihre Nase reinsteckten, hatte die Natur so etwas Banales, so etwas Einfaches an sich, dass der Söldner sich in ihr oft wohler fühlte. Töten oder getötet werden, einfache Gesetze des Überlebens ohne die komplizierte Schicht aus menschlicher Kommunikation, den Spinnereien und der ungerechten Verteilung von Macht in den Händen der Falschen. Weil sie nämlich noch nie von der Natur auf die Probe gestellt wurden. Weil sie die Banalität des Lebens umgingen, indem sie von widerlichen Geburtsrechten und unverdienten Titeln Gebrauch machten, um nie einen Fuß in die Wildnis setzen zu müssen. <br />
Und wenn ihre Gruppe den Drachen fand und <i>tatsächlich</i> erlegte, dann würden es eben jene Sesselpupser sein, die ihnen einen Sack Gold in die Arme drücken, ihnen auf die Schulter klopfen und sich schließlich von ihnen abwenden würden, um den Ruhm einzukassieren. Denn Gold regierte die Welt und sie regierten das Gold. Was war ihr System doch nur für ein lächerlicher, von Drecksschweinen ausgedachter Witz.<br />
<br />
Na ja, aber dafür müsste ihre Gruppe den <i>’Drachen’</i>, wenn es denn tatsächlich einer war, erstmal finden. Geschweige denn davon, ihn zu erledigen; so, wie Ivar das Mädchen musterte, das vor ihm über die aufgeweichte Erde stapfte, war er zusehends überzeugt davon, dass er sich einer Gruppe von Selbstmördern angeschlossen hatte. Im besten Sinne wohl noch Märtyrer, denn <i>was</i>, bei Heofaders Eiern, <i>Was bewegte eine Frau und ein Mädchen nach einem Monster zu suchen, das Jungfrauen gerne zum Mittag verspeiste?</i> Maria, oder wie sie hieß, konnte ja nichtmal ordentlich ein Messer halten. Wenn er sie jetzt schubste - und für einen kurzen Moment spielte er mit dem Gedanken -, würde ihr hübsches Gesicht im Schlamm baden. Vielleicht würde sie sich ihre Nase brechen, dann könnte sie wenigstens zurück zu ihrer Mama und stolz ihre Kampfesverletzung zeigen, ohne ernsthaft in Schwierigkeiten gewesen zu sein. Ivar war jedenfalls nicht sonderlich begeistert davon, zwei tote Gewichte mit sich mitzuziehen, auch wenn sie hübsch anzusehen waren.<br />
Dass sie beide die Aufgabe übernommen hatten, in dem letzten Licht des Tages, das diffus durch die dicke Wolkendecke brach, ihr Abendessen zu jagen, tat erstmal nichts zur Sache. Sie wären sehr viel schneller dabei, wenn Ivar dem Mädchen ein paar Tipps geben würde, wie zum Beispiel nach kleinen gebrochenen Ästen Ausschau zu halten, die Wildleben verrieten, oder nach verlassenen Vogelnestern in den Bäumen. Tat er aber nicht. Er machte nicht einmal Anstalten, seinen eigenen Bogen von der Schulter zu ziehen, sondern beobachtete lieber, wie das rote Haar vor ihm hin und her wippte, während Mariam flink über das Laub sprang. <div class="heimatloscolor">“Was machst du eigentlich hier?”</div>, fragte er schließlich einfach so, prompt, frei heraus mit dieser typischen Unernsthaftigkeit in der Stimme, die er nie wirklich ablegte. Nicht, wenn die ganze Welt im Scheißegal war. <div class="heimatloscolor">“Du wirst dir ja kaum vorgenommen haben, einen Drachen zu töten.”</div>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/8d/fa/8b/8dfa8bbf7f4859cd15acc347c62cb0d9.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;">  How do you intend do survive?<br />
<div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Given that you are neither.</div>
</div>
Aufgeweichte Erde und Matsch knirschten unter den Stiefeln und hatte erstaunlich viel mit den Kuhfladen gemein, durch die Ivar vor nicht allzu langer Zeit noch gestapft war. Im Grunde war jedes Land doch gleich. Da machten die Menschen so einen Stress um die Grenzen und unterschiedlichen Kulturen, aber wenn man die Erde fragte, gab es darauf nur eine Antwort. Sie alle hatten einen Boden, auf dem sie liefen. Pflanzen und Tiere, die ihr Leben ermöglichten. Wasser in der Erde, über ihren Köpfen und in manchen Früchten, die gepflückt werden wollten. Überall, wo Menschen nicht ihre Nase reinsteckten, hatte die Natur so etwas Banales, so etwas Einfaches an sich, dass der Söldner sich in ihr oft wohler fühlte. Töten oder getötet werden, einfache Gesetze des Überlebens ohne die komplizierte Schicht aus menschlicher Kommunikation, den Spinnereien und der ungerechten Verteilung von Macht in den Händen der Falschen. Weil sie nämlich noch nie von der Natur auf die Probe gestellt wurden. Weil sie die Banalität des Lebens umgingen, indem sie von widerlichen Geburtsrechten und unverdienten Titeln Gebrauch machten, um nie einen Fuß in die Wildnis setzen zu müssen. <br />
Und wenn ihre Gruppe den Drachen fand und <i>tatsächlich</i> erlegte, dann würden es eben jene Sesselpupser sein, die ihnen einen Sack Gold in die Arme drücken, ihnen auf die Schulter klopfen und sich schließlich von ihnen abwenden würden, um den Ruhm einzukassieren. Denn Gold regierte die Welt und sie regierten das Gold. Was war ihr System doch nur für ein lächerlicher, von Drecksschweinen ausgedachter Witz.<br />
<br />
Na ja, aber dafür müsste ihre Gruppe den <i>’Drachen’</i>, wenn es denn tatsächlich einer war, erstmal finden. Geschweige denn davon, ihn zu erledigen; so, wie Ivar das Mädchen musterte, das vor ihm über die aufgeweichte Erde stapfte, war er zusehends überzeugt davon, dass er sich einer Gruppe von Selbstmördern angeschlossen hatte. Im besten Sinne wohl noch Märtyrer, denn <i>was</i>, bei Heofaders Eiern, <i>Was bewegte eine Frau und ein Mädchen nach einem Monster zu suchen, das Jungfrauen gerne zum Mittag verspeiste?</i> Maria, oder wie sie hieß, konnte ja nichtmal ordentlich ein Messer halten. Wenn er sie jetzt schubste - und für einen kurzen Moment spielte er mit dem Gedanken -, würde ihr hübsches Gesicht im Schlamm baden. Vielleicht würde sie sich ihre Nase brechen, dann könnte sie wenigstens zurück zu ihrer Mama und stolz ihre Kampfesverletzung zeigen, ohne ernsthaft in Schwierigkeiten gewesen zu sein. Ivar war jedenfalls nicht sonderlich begeistert davon, zwei tote Gewichte mit sich mitzuziehen, auch wenn sie hübsch anzusehen waren.<br />
Dass sie beide die Aufgabe übernommen hatten, in dem letzten Licht des Tages, das diffus durch die dicke Wolkendecke brach, ihr Abendessen zu jagen, tat erstmal nichts zur Sache. Sie wären sehr viel schneller dabei, wenn Ivar dem Mädchen ein paar Tipps geben würde, wie zum Beispiel nach kleinen gebrochenen Ästen Ausschau zu halten, die Wildleben verrieten, oder nach verlassenen Vogelnestern in den Bäumen. Tat er aber nicht. Er machte nicht einmal Anstalten, seinen eigenen Bogen von der Schulter zu ziehen, sondern beobachtete lieber, wie das rote Haar vor ihm hin und her wippte, während Mariam flink über das Laub sprang. <div class="heimatloscolor">“Was machst du eigentlich hier?”</div>, fragte er schließlich einfach so, prompt, frei heraus mit dieser typischen Unernsthaftigkeit in der Stimme, die er nie wirklich ablegte. Nicht, wenn die ganze Welt im Scheißegal war. <div class="heimatloscolor">“Du wirst dir ja kaum vorgenommen haben, einen Drachen zu töten.”</div>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Familie Falren]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=825</link>
			<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 18:50:52 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=179">Mira Falren</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=825</guid>
			<description><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Like the high tide takes the sand]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=823</link>
			<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 00:13:41 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=170">Maebh Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=823</guid>
			<description><![CDATA[Der Regen hatte aufgehört, der Sturm hatte offenbar an Kraft verloren. Die Luft war immer noch aufgeladen von dem Gewitter und der Wind peitschte noch ganz ordentlich, sodass die Fürstin keineswegs zunächst den Weg nach drinnen suchte um sich aufzuwärmen und hübsch zu machen, sondern mit wildem Haar und so wie sie von dem Ausritt war, in Richtung der Gärten lief.<br />
Sie wusste, dass Eanruig vermutlich gerade dort war. Dass er die Luft dort genoss und sich vielleicht ein wenig Ruhe gönnte, um sich vom lauten Tagesgeschäft zu erholen.<br />
Außerdem trafen sie sich abends genau dort. Schon seit ein paar Wochen war das so. Wenn sie sich den ganzen Tag noch nicht gesehen hatten, dann sah sie ihn meistens dort.<br />
<br />
Das erste, was sie hörte, war die helle Kinderstimme ihres Sohnes. Und als sie um die Ecke trat sah sie ihn, in einem der Kettenhemden – das sicher viel zu schwer für ihn war und eindeutig zu groß – einen ebenso viel zu großen Helm auf den Kopf mit einem Holzschwert gegen einen unsichtbaren Gegner kämpfend, während sein Vater ihm gegenüber stand.<br />
Maebh blieb stehen und betrachtete die Szene. Ein warmes Lächeln malte sich auf ihre jungen Züge und sie hatte keineswegs vor, die Interaktion zu stören. Viel mehr wollte sie diese beobachten und sich an dem Anblick erfreuen.<br />
Ihr Sohn schleppte sich so elegant es ihm eben möglich war vorwärts und riss das Schwert nach oben.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Siehsu Papa?“</span>, krähte er begeistert und kippte auch nur fast wie ein Brett nach vorne, weil er mit dem Kettenhemd kaum vom Fleck kam. Das positive daran war allerdings auch, dass er nicht tatsächlich hinfiel, weil das meiste an Gewicht ohnehin hinten hing.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Is bin son voll der droße Drieger!“</span>, erklärte Aedán und schwankte ein Stück zur Seite, wobei ihm das Kettenhemd über die noch viel zu schmalen Schultern rutschte und so dafür sorgte, dass die Gleichgewichtsverteilung des Vierjährigen plötzlich nicht mehr so ganz funktionierte.<br />
Sie sah, wie ihr Sohn plötzlich zur Seite kippte und eilte vorwärts. <br />
<br />
Es waren zwei paar Hände die das Kind auffingen und so war sie ihrem Mann plötzlich näher, als erwartet. Einer Eingebung Folge leistend setzte sie zuerst Eanruig und dann ihrem Sohn einen Kuss auf die Nase und knuddelte Aedán, als dieser begeistert zu erzählen begann, dass er ein Krieger war.<br />
Wie Papa.<br />
Ein großer Kämpfer mit einem Schwert und ganz viel Kraft und überhaupt gewann er jede Schlacht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich sehe, ihr seid beschäftigt“</span>, schmunzelte sie und fuhr ihrem Sohn sanft übers Haar, während er munter weiter brabbelte. Nun aber nicht mehr mit seinen Eltern sondern eher mit seiner Umgebung und allem, was ihm zuhörte. Oder eben nicht. Es machte im Grunde keinen Unterschied, denn er sauste schon wieder los, wild mit dem Holzschwert wedelnd und den großen Baum in der Mitte des Gartens bekämpfend, dessen Äste sich wie ein schützendes Dache über ihnen ausbreiteten.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich wollte mit dir sprechen“</span>, stellte sie an ihren Mann gewandt fest und drängte so die Kinderkampfrufe ein wenig in den Hintergrund, während ihre Finger nach den seinen fassten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich habe eben Muírín getroffen. Sie hat sich für ihr Verhalten gestern abend entschuldigt und gefragt, ob wir ihr eine zweite Chance geben, den ersten Eindruck zu revidieren und bat um ein weiters Abendessen, vielleicht zu dritt? Ich … denke, das ist eine gute Idee. Sie fühlt sich einsam, Eanruig. Und ich wünsche mir, dass sie sich hier zu Hause fühlen kann.“<br />
</span>Anders, als sie das am Anfang getan hatte. <br />
Aufmerksam musterte sie ihn.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Was sagst du?“</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Regen hatte aufgehört, der Sturm hatte offenbar an Kraft verloren. Die Luft war immer noch aufgeladen von dem Gewitter und der Wind peitschte noch ganz ordentlich, sodass die Fürstin keineswegs zunächst den Weg nach drinnen suchte um sich aufzuwärmen und hübsch zu machen, sondern mit wildem Haar und so wie sie von dem Ausritt war, in Richtung der Gärten lief.<br />
Sie wusste, dass Eanruig vermutlich gerade dort war. Dass er die Luft dort genoss und sich vielleicht ein wenig Ruhe gönnte, um sich vom lauten Tagesgeschäft zu erholen.<br />
Außerdem trafen sie sich abends genau dort. Schon seit ein paar Wochen war das so. Wenn sie sich den ganzen Tag noch nicht gesehen hatten, dann sah sie ihn meistens dort.<br />
<br />
Das erste, was sie hörte, war die helle Kinderstimme ihres Sohnes. Und als sie um die Ecke trat sah sie ihn, in einem der Kettenhemden – das sicher viel zu schwer für ihn war und eindeutig zu groß – einen ebenso viel zu großen Helm auf den Kopf mit einem Holzschwert gegen einen unsichtbaren Gegner kämpfend, während sein Vater ihm gegenüber stand.<br />
Maebh blieb stehen und betrachtete die Szene. Ein warmes Lächeln malte sich auf ihre jungen Züge und sie hatte keineswegs vor, die Interaktion zu stören. Viel mehr wollte sie diese beobachten und sich an dem Anblick erfreuen.<br />
Ihr Sohn schleppte sich so elegant es ihm eben möglich war vorwärts und riss das Schwert nach oben.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Siehsu Papa?“</span>, krähte er begeistert und kippte auch nur fast wie ein Brett nach vorne, weil er mit dem Kettenhemd kaum vom Fleck kam. Das positive daran war allerdings auch, dass er nicht tatsächlich hinfiel, weil das meiste an Gewicht ohnehin hinten hing.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Is bin son voll der droße Drieger!“</span>, erklärte Aedán und schwankte ein Stück zur Seite, wobei ihm das Kettenhemd über die noch viel zu schmalen Schultern rutschte und so dafür sorgte, dass die Gleichgewichtsverteilung des Vierjährigen plötzlich nicht mehr so ganz funktionierte.<br />
Sie sah, wie ihr Sohn plötzlich zur Seite kippte und eilte vorwärts. <br />
<br />
Es waren zwei paar Hände die das Kind auffingen und so war sie ihrem Mann plötzlich näher, als erwartet. Einer Eingebung Folge leistend setzte sie zuerst Eanruig und dann ihrem Sohn einen Kuss auf die Nase und knuddelte Aedán, als dieser begeistert zu erzählen begann, dass er ein Krieger war.<br />
Wie Papa.<br />
Ein großer Kämpfer mit einem Schwert und ganz viel Kraft und überhaupt gewann er jede Schlacht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich sehe, ihr seid beschäftigt“</span>, schmunzelte sie und fuhr ihrem Sohn sanft übers Haar, während er munter weiter brabbelte. Nun aber nicht mehr mit seinen Eltern sondern eher mit seiner Umgebung und allem, was ihm zuhörte. Oder eben nicht. Es machte im Grunde keinen Unterschied, denn er sauste schon wieder los, wild mit dem Holzschwert wedelnd und den großen Baum in der Mitte des Gartens bekämpfend, dessen Äste sich wie ein schützendes Dache über ihnen ausbreiteten.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich wollte mit dir sprechen“</span>, stellte sie an ihren Mann gewandt fest und drängte so die Kinderkampfrufe ein wenig in den Hintergrund, während ihre Finger nach den seinen fassten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich habe eben Muírín getroffen. Sie hat sich für ihr Verhalten gestern abend entschuldigt und gefragt, ob wir ihr eine zweite Chance geben, den ersten Eindruck zu revidieren und bat um ein weiters Abendessen, vielleicht zu dritt? Ich … denke, das ist eine gute Idee. Sie fühlt sich einsam, Eanruig. Und ich wünsche mir, dass sie sich hier zu Hause fühlen kann.“<br />
</span>Anders, als sie das am Anfang getan hatte. <br />
Aufmerksam musterte sie ihn.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Was sagst du?“</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Good for Nothing but Die]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=822</link>
			<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 10:27:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=21">Ivar Lorenson</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=822</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/72/3f/64/723f64c2ea77e9d530cef06494f5e4b5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:black;">  .<br />
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<div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';"> </div>
</div>
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Schon seit gestern brachen kleine Wellen die glatte Oberfläche des großen Sees zu Ivars linken Seite. Nebel hatte sich über das Ufer gelegt, der Boden weich und matschig unter den Hufen von <i>’Pferd’</i>, Ivars Pferd. Ein guter Geselle. War vielleicht morgens etwas schwer aus dem trägen Schritt zu bekommen, weil er auch nicht mehr der Jüngste war, aber zeigte sich bei den felsigen Wegen und den langen Strecken ziemlich unbeeindruckt. Sein Herr war monatelang nicht vorbeigekommen, um ihn abzuholen? Kein Problem, der Stallmeister hatte Ivar deutlich gemacht, dass er jeden Tag für das Durchfüttern seines Freundes hier halt doppelt so viel berechnete als anfangs vereinbart - und Ivar hatte auf die Bezahlung sogar noch ein blaues Auge und den Backenzahn des Stallmeisters oben drauf gesetzt. Genau das hielt er nämlich von Leuten, die er dabei erwischte, seinen wenigen Besitz zu verkaufen und sich dann damit rauszureden, dass der Stall in Westgate ja größer wäre. <br />
Dem Söldner machte das nichts aus, im Freien zu übernachten, im Gegenteil. Er hatte es vermisst mit seinem alten Kumpel Pferd und ein paar Wölfen in den Bäumen allein zu sein, das Feuer vor sich knistern zu hören und sonst weit und breit keiner Menschenseele irgendeine Rechenschaft schuldig zu sein. Die Schönheit der Natur lag in ihrer Rauheit, in ihrem Dreck, der an Ivars Haut unter der Kleidung klebte, an kalten Nächten und feuchten Morgenden, die man für sich und nur für sich allein hatte. In den Bergen, wo man über nassen Kies lief und sein Pferd neben sich führte. In den Wäldern, dunkel und verwunschen im bewölkten Farynn auch im Tageslicht. Auf den weiten Ebenen und den Hügeln mit dem feuchten Gras, egal ob es am Vortag noch geregnet hatte oder nicht. <br />
Kein Wunder, dass sich der Drache ausgerechnet das Herbstland ausgesucht hatte. Es musste einen heiden Spaß machen, im Nebel über den Köpfen derer zu fliegen, die in den letzten Jahrhunderten verlernt hatten, nach oben zu schauen.<br />
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<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/fffab5a7cddb9a04cdd6e687bc8cbff6/tumblr_mjm4i25vMe1rhq3rjo12_r4_250.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Die letzte Menschenseele, die Ivar begegnet war, war ein alter Priester gewesen auf den Weg zu seinem Bergtempel, vor zwei Tagen, als er ihm bestätigt hatte, dass eine der todesmutigen Gruppen vor wenigen Tagen seinen Weg gekreuzt hatte. Todesmutig, weil er zu alt war, Mythen zu jagen, natürlich; weil es eine gewisse Position von Wahnsinn brauchte, um sich auf die Suche nach einem Drachen zu machen. Oder, im Fall von Ivar, einfach nur ein Gespür von Gold, das sich anders in den Händen anfühlte, wenn man dafür waghalsig sein Leben aufs Spiel setzte. Letztendlich hatte er doch nur auf die Chance gewartet, sein Leben dumm herauszufordern - damit Heofaders Arsch sich auch ja nicht darauf ausruhte, sein Ausreißer-Schäfchen endlich in Sicherheit zu wissen.<br />
Der See, der irgendwann am Ende des Horizontes ins Meer münden musste - war es dann überhaupt ein See? - erstreckte sich in einer spiegelglatten Oberfläche zu Ivars und Pferds Linken, seit er in den ersten Morgenstrahlen, die sachte durch die Nebeldecke fielen, sein Lager abgebrochen und das Feuer platt getreten hatte. Die Strahlen waren irgendwann über seinen Kopf gewandert, hatten aber nie die graue Wolkendecke durchbrochen. Es war ein miserabler Tag, und Ivar liebte miserable Tage. Er empfand eine merkwürdige Freude dabei, die langen Gesichter von anderen zu sehen, wenn sie ihre Überkleider enger um ihren Körper schlangen und sich weigern wollten, einen Fuß vor die Tür zu setzen. <br />
Was Ivar auch äußerst amüsierte waren Menschen, die trotz des schlechten Wetters draußen waren und am liebsten jede Sekunde dafür verfluchten, dass sie existierte - so stellte er sich die Gestalt vor, die wenige Meter vor ihm knietief im Wasser stand und einer Beschäftigung nachging, die man im besten Fall als tollpatschiges Fischen bezeichnen konnte. Mit einem Messer in der Hand, das natürlich nicht viel helfen würde, wenn man nicht schnell genug war, einen Fisch aus dem Wasser zu schnappen. Ja, die Frau vor ihm musste ihren Tag auch verfluchen, und Heofader gleich mit dazu. Ob der Söldner der armen Frau zu Hilfe eilen wollte?<br />
Klar, sicher nicht. Der Rücken seines Pferdes, das er nun zum Stehenbleiben anhielt, war viel wärmer als der Matsch unter ihm, und der Blick auf die Frau aus der Höhe gerade richtig, um das Spektakel vor sich gemütlich zu beobachten - bis sie ihn bemerkte oder, noch unwahrscheinlicher, es doch tatsächlich schaffte, so einen Fisch zu fangen. <br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/72/3f/64/723f64c2ea77e9d530cef06494f5e4b5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:black;">  .<br />
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Schon seit gestern brachen kleine Wellen die glatte Oberfläche des großen Sees zu Ivars linken Seite. Nebel hatte sich über das Ufer gelegt, der Boden weich und matschig unter den Hufen von <i>’Pferd’</i>, Ivars Pferd. Ein guter Geselle. War vielleicht morgens etwas schwer aus dem trägen Schritt zu bekommen, weil er auch nicht mehr der Jüngste war, aber zeigte sich bei den felsigen Wegen und den langen Strecken ziemlich unbeeindruckt. Sein Herr war monatelang nicht vorbeigekommen, um ihn abzuholen? Kein Problem, der Stallmeister hatte Ivar deutlich gemacht, dass er jeden Tag für das Durchfüttern seines Freundes hier halt doppelt so viel berechnete als anfangs vereinbart - und Ivar hatte auf die Bezahlung sogar noch ein blaues Auge und den Backenzahn des Stallmeisters oben drauf gesetzt. Genau das hielt er nämlich von Leuten, die er dabei erwischte, seinen wenigen Besitz zu verkaufen und sich dann damit rauszureden, dass der Stall in Westgate ja größer wäre. <br />
Dem Söldner machte das nichts aus, im Freien zu übernachten, im Gegenteil. Er hatte es vermisst mit seinem alten Kumpel Pferd und ein paar Wölfen in den Bäumen allein zu sein, das Feuer vor sich knistern zu hören und sonst weit und breit keiner Menschenseele irgendeine Rechenschaft schuldig zu sein. Die Schönheit der Natur lag in ihrer Rauheit, in ihrem Dreck, der an Ivars Haut unter der Kleidung klebte, an kalten Nächten und feuchten Morgenden, die man für sich und nur für sich allein hatte. In den Bergen, wo man über nassen Kies lief und sein Pferd neben sich führte. In den Wäldern, dunkel und verwunschen im bewölkten Farynn auch im Tageslicht. Auf den weiten Ebenen und den Hügeln mit dem feuchten Gras, egal ob es am Vortag noch geregnet hatte oder nicht. <br />
Kein Wunder, dass sich der Drache ausgerechnet das Herbstland ausgesucht hatte. Es musste einen heiden Spaß machen, im Nebel über den Köpfen derer zu fliegen, die in den letzten Jahrhunderten verlernt hatten, nach oben zu schauen.<br />
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<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/fffab5a7cddb9a04cdd6e687bc8cbff6/tumblr_mjm4i25vMe1rhq3rjo12_r4_250.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Die letzte Menschenseele, die Ivar begegnet war, war ein alter Priester gewesen auf den Weg zu seinem Bergtempel, vor zwei Tagen, als er ihm bestätigt hatte, dass eine der todesmutigen Gruppen vor wenigen Tagen seinen Weg gekreuzt hatte. Todesmutig, weil er zu alt war, Mythen zu jagen, natürlich; weil es eine gewisse Position von Wahnsinn brauchte, um sich auf die Suche nach einem Drachen zu machen. Oder, im Fall von Ivar, einfach nur ein Gespür von Gold, das sich anders in den Händen anfühlte, wenn man dafür waghalsig sein Leben aufs Spiel setzte. Letztendlich hatte er doch nur auf die Chance gewartet, sein Leben dumm herauszufordern - damit Heofaders Arsch sich auch ja nicht darauf ausruhte, sein Ausreißer-Schäfchen endlich in Sicherheit zu wissen.<br />
Der See, der irgendwann am Ende des Horizontes ins Meer münden musste - war es dann überhaupt ein See? - erstreckte sich in einer spiegelglatten Oberfläche zu Ivars und Pferds Linken, seit er in den ersten Morgenstrahlen, die sachte durch die Nebeldecke fielen, sein Lager abgebrochen und das Feuer platt getreten hatte. Die Strahlen waren irgendwann über seinen Kopf gewandert, hatten aber nie die graue Wolkendecke durchbrochen. Es war ein miserabler Tag, und Ivar liebte miserable Tage. Er empfand eine merkwürdige Freude dabei, die langen Gesichter von anderen zu sehen, wenn sie ihre Überkleider enger um ihren Körper schlangen und sich weigern wollten, einen Fuß vor die Tür zu setzen. <br />
Was Ivar auch äußerst amüsierte waren Menschen, die trotz des schlechten Wetters draußen waren und am liebsten jede Sekunde dafür verfluchten, dass sie existierte - so stellte er sich die Gestalt vor, die wenige Meter vor ihm knietief im Wasser stand und einer Beschäftigung nachging, die man im besten Fall als tollpatschiges Fischen bezeichnen konnte. Mit einem Messer in der Hand, das natürlich nicht viel helfen würde, wenn man nicht schnell genug war, einen Fisch aus dem Wasser zu schnappen. Ja, die Frau vor ihm musste ihren Tag auch verfluchen, und Heofader gleich mit dazu. Ob der Söldner der armen Frau zu Hilfe eilen wollte?<br />
Klar, sicher nicht. Der Rücken seines Pferdes, das er nun zum Stehenbleiben anhielt, war viel wärmer als der Matsch unter ihm, und der Blick auf die Frau aus der Höhe gerade richtig, um das Spektakel vor sich gemütlich zu beobachten - bis sie ihn bemerkte oder, noch unwahrscheinlicher, es doch tatsächlich schaffte, so einen Fisch zu fangen. <br />
</div>]]></content:encoded>
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