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		<title><![CDATA[Facing the Storm - Brieftauben und reitende Boten]]></title>
		<link>https://facingthestormchaptertwo.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestormchaptertwo.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:57:08 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[courage doesn't always roar]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=779</link>
			<pubDate>Thu, 10 Jul 2025 00:58:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=104">Nadir ben Sahid</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=779</guid>
			<description><![CDATA[Es waren wohl wenige Minuten, die Nadir gerade nutzen konnte, um diesen Brief zu verfassen. Der Vorteil gegenüber seiner Bewacher war, dass er den Palast in- und auswendig kannte - und sich hier und da durchaus mal verstecken musste. Und so nutzte er die wenigen Vertrauen, die er hatte, um Pergament und Tinte zu beschaffen, um die Bewacher in den richtigen Momenten abzulenken und zu garantieren, dass der Brief niemals jemand anderem in die Hände fiel, denn Naila in Gefahr zu bringen, das konnte er nicht über das Herz bringen.<br />
Und so ließ er sich in einer Art Keller nieder, um den Brief in Hektik zu schreiben - weit weg von der Poesie, die ihm sonst so anmutete. Als er aufbrach, versprach er Naila, ihr hier und da ein Gedicht zukommen zu lassen. Nun war dies wohl der einzige Brief, den sie von ihm bekommen würden - mit Informationen, die er ihr gern erspart hätte.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Liebste Naila,<br />
<br />
es fällt mir schwer, diesen Brief mit einem gewohnt optimistischen Spruch zu eröffnen, denn mein Brief sucht dich bedauerlicherweise nicht aus guten Gründen auf. Womöglich wirst du nach diesem Brief nicht mehr viel von mir hören, denn ... es veränderte sich viel in Matariyya - und es ist mir wichtig, dass du dies von mir hörst. Lange zögerte ich, dir diesen Brief zu schreiben. Womöglich um dich zu schützen. Letztlich wollte ich zu dir, liebste Nichte, stets ehrlich sein, das habe ich dir mal geschworen ... und so werde ich es auch diesmal sein.<br />
<br />
Dein Vater, der König, mein Bruder, ist tot. Mithilfe einer Feuers wurde die Palastgarde abgelenkt, während andere gekauft oder Verräter waren. Ich weiß nicht, wie dein Vater starb. Ich weiß auch nicht, ob er litt oder schnell verstarb. Ich versuche mir einzureden, dass es ihm nun besser geht. Doch auch dein Bruder, Fayyad, hat es nicht geschafft. Ich wünsche, dass ich im richtigen Moment am richtigen Ort gewesen wäre, doch ... wahrscheinlich hätte ich mich nur zu ihnen gereiht. Du kannst mir glauben, liebste Nichte, dass ich nicht ruhen werde, bis Gerechtigkeit herrscht. Dass ich nicht vergesse, was unserer Familie angetan wurde, das verspreche ich dir.<br />
Deine Mutter wurde entführt. Ich weiß nicht, wo sie ist und wie es ihr geht, doch ... ich rede mir ein, dass sie weder Gründe noch Vorteile hätten, sie zu töten. Sie ist eine starke Frau und wird überleben, das weiß ich; ganz gleich, wo wir uns sehen werden.<br />
Lediglich Malek konnte überleben, das weiß ich, ich konnte ihn noch wegschicken und die Position halten bis sie auch mich verhafteten und einsperrten. Ich bin nun Gefangener - oder wohl eher ein Gast - in unserem eigenen Zuhause. <br />
<br />
Es schmerzt mich am meisten, dass ich dich nicht in den Arm schließen kann, während ich dir diese Worte mitteile. Zugleich bitte ich dich, nicht zu verzagen und vor allem nicht zu probieren, etwas zu ändern. Wenn ich etwas gelernt habe, dann die Tatsache, dass Geduld hierbei wohl unsere einzige Chance ist. Und wir werden jenen, die uns das angetan haben, weh tun - nicht heute, nicht morgen, aber früh genug.<br />
<br />
Behandle diesen Brief und diese Informationen in absoluter Vertraulichkeit, schreibe mir keine Antwort und sorge dich nicht um mich: Ich bin schon aus schlimmeren Schlangennestern herausgekommen.<br />
<br />
In Trauer und Liebe<br />
<br />
dein Onkel Nadir</blockquote>
<br />
Eine Träne fiel auf seinen Namen, als er die Feder ablegte und tief durchatmete. "Der Brief ist absolut vertraulich. Sollte Gefahr bestehen, dass jemand ihn bekommt, weißt du was zu tun ist." Die Sklavin, die er seit Jahren kannte, nickte ihm zu und machte sich auf. Nach wie vor fühlte sich Nadir unwohl, die Risiken waren recht groß, doch ... welche Alternative blieb ihm? Er verließ das Versteck, damit jenen Ort niemand aufdecken würde und begab sich zurück in die Nähe der "Bewacher", die ein Auge auf ihn warfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es waren wohl wenige Minuten, die Nadir gerade nutzen konnte, um diesen Brief zu verfassen. Der Vorteil gegenüber seiner Bewacher war, dass er den Palast in- und auswendig kannte - und sich hier und da durchaus mal verstecken musste. Und so nutzte er die wenigen Vertrauen, die er hatte, um Pergament und Tinte zu beschaffen, um die Bewacher in den richtigen Momenten abzulenken und zu garantieren, dass der Brief niemals jemand anderem in die Hände fiel, denn Naila in Gefahr zu bringen, das konnte er nicht über das Herz bringen.<br />
Und so ließ er sich in einer Art Keller nieder, um den Brief in Hektik zu schreiben - weit weg von der Poesie, die ihm sonst so anmutete. Als er aufbrach, versprach er Naila, ihr hier und da ein Gedicht zukommen zu lassen. Nun war dies wohl der einzige Brief, den sie von ihm bekommen würden - mit Informationen, die er ihr gern erspart hätte.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Liebste Naila,<br />
<br />
es fällt mir schwer, diesen Brief mit einem gewohnt optimistischen Spruch zu eröffnen, denn mein Brief sucht dich bedauerlicherweise nicht aus guten Gründen auf. Womöglich wirst du nach diesem Brief nicht mehr viel von mir hören, denn ... es veränderte sich viel in Matariyya - und es ist mir wichtig, dass du dies von mir hörst. Lange zögerte ich, dir diesen Brief zu schreiben. Womöglich um dich zu schützen. Letztlich wollte ich zu dir, liebste Nichte, stets ehrlich sein, das habe ich dir mal geschworen ... und so werde ich es auch diesmal sein.<br />
<br />
Dein Vater, der König, mein Bruder, ist tot. Mithilfe einer Feuers wurde die Palastgarde abgelenkt, während andere gekauft oder Verräter waren. Ich weiß nicht, wie dein Vater starb. Ich weiß auch nicht, ob er litt oder schnell verstarb. Ich versuche mir einzureden, dass es ihm nun besser geht. Doch auch dein Bruder, Fayyad, hat es nicht geschafft. Ich wünsche, dass ich im richtigen Moment am richtigen Ort gewesen wäre, doch ... wahrscheinlich hätte ich mich nur zu ihnen gereiht. Du kannst mir glauben, liebste Nichte, dass ich nicht ruhen werde, bis Gerechtigkeit herrscht. Dass ich nicht vergesse, was unserer Familie angetan wurde, das verspreche ich dir.<br />
Deine Mutter wurde entführt. Ich weiß nicht, wo sie ist und wie es ihr geht, doch ... ich rede mir ein, dass sie weder Gründe noch Vorteile hätten, sie zu töten. Sie ist eine starke Frau und wird überleben, das weiß ich; ganz gleich, wo wir uns sehen werden.<br />
Lediglich Malek konnte überleben, das weiß ich, ich konnte ihn noch wegschicken und die Position halten bis sie auch mich verhafteten und einsperrten. Ich bin nun Gefangener - oder wohl eher ein Gast - in unserem eigenen Zuhause. <br />
<br />
Es schmerzt mich am meisten, dass ich dich nicht in den Arm schließen kann, während ich dir diese Worte mitteile. Zugleich bitte ich dich, nicht zu verzagen und vor allem nicht zu probieren, etwas zu ändern. Wenn ich etwas gelernt habe, dann die Tatsache, dass Geduld hierbei wohl unsere einzige Chance ist. Und wir werden jenen, die uns das angetan haben, weh tun - nicht heute, nicht morgen, aber früh genug.<br />
<br />
Behandle diesen Brief und diese Informationen in absoluter Vertraulichkeit, schreibe mir keine Antwort und sorge dich nicht um mich: Ich bin schon aus schlimmeren Schlangennestern herausgekommen.<br />
<br />
In Trauer und Liebe<br />
<br />
dein Onkel Nadir</blockquote>
<br />
Eine Träne fiel auf seinen Namen, als er die Feder ablegte und tief durchatmete. "Der Brief ist absolut vertraulich. Sollte Gefahr bestehen, dass jemand ihn bekommt, weißt du was zu tun ist." Die Sklavin, die er seit Jahren kannte, nickte ihm zu und machte sich auf. Nach wie vor fühlte sich Nadir unwohl, die Risiken waren recht groß, doch ... welche Alternative blieb ihm? Er verließ das Versteck, damit jenen Ort niemand aufdecken würde und begab sich zurück in die Nähe der "Bewacher", die ein Auge auf ihn warfen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Flugblätter, Handzettel und Aushänge]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=483</link>
			<pubDate>Wed, 10 Jul 2024 16:00:30 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=0">Belisarius Caderitor</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=483</guid>
			<description><![CDATA[Bezahlte Boten ließen einfache bedruckte Lederfetzen oder auch bemalte Pergamente in Castandor aber auch im Norden von Walleydor verteilen. Belisarius hatte dafür gesorgt und begann insofern bereits mit der politischen Vorbereitung der Invasion des Nachbarn.<br />
<br />
Besonders an den Flugblättern war, dass sie auch große Zeichnungen beinhalteten, die entsprechende Beschriftungen bebilderten. Dies sollte Analphabeten und Ungebildeten ein einfaches Verständnis erlauben.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>[eine grobe Zeichnung von König Charles von Walleydor, den Wahnsinn im Gesicht, der einen Mann mit einer Axt köpft. Der Mann trägt typische Kleidung eines Fürsten aus Castandor.] Der wahnsinnige König Charles überfällt die friedliche Stadt Eastergold Meadow und ermordet einen friedlichen Fürsten Trakas. Wer wird den Wahnsinnigen aufhalten?</blockquote>
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>[eine Zeichnung von König Charles von Walleydor, der eine junge Frau mit beiden Händen stranguliert, die eine Friedenskrone trägt.] Der grausame König Charles erwürgt unseren Frieden und bedroht uns alle. Wir stehen ihm entgegen!</blockquote>
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>[eine Zeichnung von diversen Söldnern, der ein König Charles von Walleydor vorweg geht. Er hat die Mordlust in den Augen. Castandor-Söldner stellen sich ihm glänzend entgegen. Ein großes Castandor-Banner wird dargestellt.] Gegen den Schrecken des Heeres von König Charles stellt sich ganz Castandor und hebt eigene Truppen aus.</blockquote>
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite> [eine Zeichnung von einem Castandor-Banner und diversen Schwertern] Es wird ein Heer ausgehoben, um der Tyrannei von König Charles aus Walleydor zu begegnen. Freie Männer mit gutem Leumund und über 18 Lebensjahre können sich am Musterplatz bei King's Portal mustern lassen. Leistet jetzt euren Beitrag für eine friedliche Zukunft. Ein Handgeld von vier Silber wird zugesichert. Monatlicher Sold von 6 Silber wird zugesichert. Sonderleistungen in Gold und Silber werden nach Schlachten versichert. Erfahrene und bekämpfte Männer erhalten doppelten Sold. Truppenausbildung und Fähigkeiten werden vor Ort vermittelt. [ein Falkensymbol]  gebeben und gesiegelt von Heermeister Belisarius Caderitor im Namen des Großkönigs von ganz Arcandas</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bezahlte Boten ließen einfache bedruckte Lederfetzen oder auch bemalte Pergamente in Castandor aber auch im Norden von Walleydor verteilen. Belisarius hatte dafür gesorgt und begann insofern bereits mit der politischen Vorbereitung der Invasion des Nachbarn.<br />
<br />
Besonders an den Flugblättern war, dass sie auch große Zeichnungen beinhalteten, die entsprechende Beschriftungen bebilderten. Dies sollte Analphabeten und Ungebildeten ein einfaches Verständnis erlauben.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>[eine grobe Zeichnung von König Charles von Walleydor, den Wahnsinn im Gesicht, der einen Mann mit einer Axt köpft. Der Mann trägt typische Kleidung eines Fürsten aus Castandor.] Der wahnsinnige König Charles überfällt die friedliche Stadt Eastergold Meadow und ermordet einen friedlichen Fürsten Trakas. Wer wird den Wahnsinnigen aufhalten?</blockquote>
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>[eine Zeichnung von König Charles von Walleydor, der eine junge Frau mit beiden Händen stranguliert, die eine Friedenskrone trägt.] Der grausame König Charles erwürgt unseren Frieden und bedroht uns alle. Wir stehen ihm entgegen!</blockquote>
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>[eine Zeichnung von diversen Söldnern, der ein König Charles von Walleydor vorweg geht. Er hat die Mordlust in den Augen. Castandor-Söldner stellen sich ihm glänzend entgegen. Ein großes Castandor-Banner wird dargestellt.] Gegen den Schrecken des Heeres von König Charles stellt sich ganz Castandor und hebt eigene Truppen aus.</blockquote>
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite> [eine Zeichnung von einem Castandor-Banner und diversen Schwertern] Es wird ein Heer ausgehoben, um der Tyrannei von König Charles aus Walleydor zu begegnen. Freie Männer mit gutem Leumund und über 18 Lebensjahre können sich am Musterplatz bei King's Portal mustern lassen. Leistet jetzt euren Beitrag für eine friedliche Zukunft. Ein Handgeld von vier Silber wird zugesichert. Monatlicher Sold von 6 Silber wird zugesichert. Sonderleistungen in Gold und Silber werden nach Schlachten versichert. Erfahrene und bekämpfte Männer erhalten doppelten Sold. Truppenausbildung und Fähigkeiten werden vor Ort vermittelt. [ein Falkensymbol]  gebeben und gesiegelt von Heermeister Belisarius Caderitor im Namen des Großkönigs von ganz Arcandas</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Einsatzbefehle]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=424</link>
			<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 00:25:46 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=0">Belisarius Caderitor</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=424</guid>
			<description><![CDATA[Einsam an seinem einfachen Schreibtisch schrieb Belisarius Wachstafeln mit einem Griffel voll. Die Wachstafeln waren vorgefertigt, trugen das Zeichen des Hauses Caderitor, jenen stürzenden Falken, und waren mit klaren Mustern und Linien vorgearbeitet. Sie waren in Serie gefertigt worden und auf diesen Tafeln konnten schnell notwendige Befehle erstellt werden. Belisarius hatte das Militärwesen von Castandor auf eine bürokratische Effizienz getrimmt und so waren auch diese wieder verwendbaren Wachstafeln entstanden, die in ihrer Holzumfassung, stets erneut verwendet werden konnten. Man strich das Wachs gerade, konnte so erneut Befehle oder Informationen eintragen; oder gegebenenfalls das Wachs erhitzen und neues Wachs einfließen lassen. Sie waren durchaus praktisch und erlaubten gleichsam eine direkte Kontrolle wichtiger Heeresteile. Wichtig zur Bestätigung des aktuellen Befehls war der Siegelabdruck des Heermeisters und eine aktuelle Kodifizierung. Die Offiziere seines Heeres wurden mündlich über für sie bestimmte Kodifizierungen informiert, um Schreiben auf Echtheit zu prüfen. Diese Kodifizierung umfasste oft Buchstaben und Zahlen, die im Text eingebunden waren. Ohne diese Kodifizierung wäre ein Befehl ungültig. Belisarius ging bereits davon aus, dass seine Befehle abgefangen werden konnten oder so verändert werden würden, dass sie dem baldigen Kriegsverlauf schaden würden. In diesem Sinne leistete er bereits eine Vorarbeit und wollte es möglichen Feinden erschweren, seinem Heer zu schaden. Weiterhin wurden die Tafeln zugeklappt, mit einem speziellen roten Band fest verknotet und konnten nicht direkt eingesehen werden, ohne das Band zu zerschneiden. Die Befehle und Schreiben wurden mittels eines bewaffneten Boten entsandt, der auf den ersten Blick nicht als Soldat erkenntlich war. Dieser trug als Bote eine spezielle Tonscherbe bei sich, die besonders bearbeitet war und als Erkennungszeichen galt. Auf der Tonscherbe war ein Falke eingebrannt und eine fortlaufende Ziffer für jeden Boten.<br />
<br />
Einer dieser Einsatzbefehle richtete sich an seine besondere Elite: Die Silbergarde.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einsatzbefehl</span><br />
 - an die Cohors Argenti - </div>
<br />
Datum: 15.08.1016<br />
Kodize: 12 Z11 12<br />
<br />
Missionsname: Wüstenschatten (in Korrespondenz angeben)<br />
Einsatzort: Matariyya, Dharan al-Bahr und Umland<br />
Gefahren: mögliche Aufständische, ungeordnet aber widerständig; unklare politische Lage; Wetter und Temperaturen<br />
Bewertung: mittlere Gefahrenlage<br />
Dringlichkeit: dringlich<br />
Dauer: unbestimmte Zeit bis Entsatz<br />
<br />
Auftrag: Beistand für politisch instabilen König Ridvan ben Sahid (interne Bezeichnung Taube). Verwendete Truppen sollen Aufständische unterdrücken, Spione enttarnen und die Sicherheitsinteressen wahren. Weiterhin Geleit für Botschafter Lucius Clementius (interne Bezeichnung Feder). Rückmeldung in regelmäßigen Intervallen über sicheren Boten. Einsatz wird bei Bedarf angepasst. Abreise sofort über Seeweg. Einzug nach Dharan al-Bahr (interne Bezeichnung Sandfestung) in Prunkrüstung und Banner. Nach Einzug angepasste Variante an Lage und Umstand. Mutmaßliche Feinde sind bei Möglichkeit zu internieren und über deren Sachverhalte Rückmeldung zu geben. Weitere Befehle erfolgen im Anschluss.<br />
<br />
Einsatzmittel: beschränkte Härte (tödliche Gewalt nur zur Wahrung der Sicherheitsinteressen und Eigenschutz), Zugriff auf relevante Logistik und Versorgung; Rüstung und Waffen nach Vorgabe des Kommando.<br />
<br />
Truppen: 1x Manipel der Cohors Argenti (volle Ausstattung mit Reittieren)<br />
<br />
Kommando: Leutnant Mercutio Verus (interne Bezeichnung Silberklinge)<br />
<br />
In meinem Namen und gesiegelt:<br />
<br />
[kleines Siegel: Falkensymbol]<br />
<br />
Heermeister Belisarius Caderitor</blockquote>
<br />
Weiterhin lag diesem offiziellem Befehl in der akkuraten Wachstafel auch eine weitere Wachstafel bei, die ohne Muster bearbeitet war. Hier schrieb Belisarius folgenden Text in hektischer Handschrift:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Lieber Mercutio, dieser Auftrag ist heikel und ich kann dir nicht alle Hintergründe nennen. Doch du hast insoweit freie Hand, dass ich dir vertraue, auf diesem politischen Fundament zu agieren, was wir dir bereitet haben. König Ridvan ist der Paranoia verfallen und würde sein halbes Königsreich für ein Gefühl von Sicherheit verkaufen. Deine Aufgabe ist es, ihm diese Sicherheit zu bieten und systematisch nach diesem beigelegten Einsatzbefehl zu agieren, bis wir über unseren Botschafter Clementius genügend Netzwerke errichten konnten, um Matariyya zu stabilisieren. <br />
<br />
Ich kenne deine brutale Ader aber weiß auch darum, dass diese Brutalität nur zielgerichtet einsetzen wirst. Du bist klug, gebildet und kannst dich adaptieren, wie ich es auch erwarte. Dein Manipel wird sehr lange dort sein, kümmere dich um deine Angelegenheiten hier, bevor du abreist und kümmere dich auch darum, dass deine Männer dies wissen. Auch sie haben sicherlich noch Angelegenheiten zu erledigen.<br />
<br />
Egal, was du brauchst, schreibe mir und ich werde es möglich machen.<br />
<br />
[kleines Siegel: Falkensymbol]<br />
<br />
Heermeister Belisarius Caderitor</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Einsam an seinem einfachen Schreibtisch schrieb Belisarius Wachstafeln mit einem Griffel voll. Die Wachstafeln waren vorgefertigt, trugen das Zeichen des Hauses Caderitor, jenen stürzenden Falken, und waren mit klaren Mustern und Linien vorgearbeitet. Sie waren in Serie gefertigt worden und auf diesen Tafeln konnten schnell notwendige Befehle erstellt werden. Belisarius hatte das Militärwesen von Castandor auf eine bürokratische Effizienz getrimmt und so waren auch diese wieder verwendbaren Wachstafeln entstanden, die in ihrer Holzumfassung, stets erneut verwendet werden konnten. Man strich das Wachs gerade, konnte so erneut Befehle oder Informationen eintragen; oder gegebenenfalls das Wachs erhitzen und neues Wachs einfließen lassen. Sie waren durchaus praktisch und erlaubten gleichsam eine direkte Kontrolle wichtiger Heeresteile. Wichtig zur Bestätigung des aktuellen Befehls war der Siegelabdruck des Heermeisters und eine aktuelle Kodifizierung. Die Offiziere seines Heeres wurden mündlich über für sie bestimmte Kodifizierungen informiert, um Schreiben auf Echtheit zu prüfen. Diese Kodifizierung umfasste oft Buchstaben und Zahlen, die im Text eingebunden waren. Ohne diese Kodifizierung wäre ein Befehl ungültig. Belisarius ging bereits davon aus, dass seine Befehle abgefangen werden konnten oder so verändert werden würden, dass sie dem baldigen Kriegsverlauf schaden würden. In diesem Sinne leistete er bereits eine Vorarbeit und wollte es möglichen Feinden erschweren, seinem Heer zu schaden. Weiterhin wurden die Tafeln zugeklappt, mit einem speziellen roten Band fest verknotet und konnten nicht direkt eingesehen werden, ohne das Band zu zerschneiden. Die Befehle und Schreiben wurden mittels eines bewaffneten Boten entsandt, der auf den ersten Blick nicht als Soldat erkenntlich war. Dieser trug als Bote eine spezielle Tonscherbe bei sich, die besonders bearbeitet war und als Erkennungszeichen galt. Auf der Tonscherbe war ein Falke eingebrannt und eine fortlaufende Ziffer für jeden Boten.<br />
<br />
Einer dieser Einsatzbefehle richtete sich an seine besondere Elite: Die Silbergarde.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einsatzbefehl</span><br />
 - an die Cohors Argenti - </div>
<br />
Datum: 15.08.1016<br />
Kodize: 12 Z11 12<br />
<br />
Missionsname: Wüstenschatten (in Korrespondenz angeben)<br />
Einsatzort: Matariyya, Dharan al-Bahr und Umland<br />
Gefahren: mögliche Aufständische, ungeordnet aber widerständig; unklare politische Lage; Wetter und Temperaturen<br />
Bewertung: mittlere Gefahrenlage<br />
Dringlichkeit: dringlich<br />
Dauer: unbestimmte Zeit bis Entsatz<br />
<br />
Auftrag: Beistand für politisch instabilen König Ridvan ben Sahid (interne Bezeichnung Taube). Verwendete Truppen sollen Aufständische unterdrücken, Spione enttarnen und die Sicherheitsinteressen wahren. Weiterhin Geleit für Botschafter Lucius Clementius (interne Bezeichnung Feder). Rückmeldung in regelmäßigen Intervallen über sicheren Boten. Einsatz wird bei Bedarf angepasst. Abreise sofort über Seeweg. Einzug nach Dharan al-Bahr (interne Bezeichnung Sandfestung) in Prunkrüstung und Banner. Nach Einzug angepasste Variante an Lage und Umstand. Mutmaßliche Feinde sind bei Möglichkeit zu internieren und über deren Sachverhalte Rückmeldung zu geben. Weitere Befehle erfolgen im Anschluss.<br />
<br />
Einsatzmittel: beschränkte Härte (tödliche Gewalt nur zur Wahrung der Sicherheitsinteressen und Eigenschutz), Zugriff auf relevante Logistik und Versorgung; Rüstung und Waffen nach Vorgabe des Kommando.<br />
<br />
Truppen: 1x Manipel der Cohors Argenti (volle Ausstattung mit Reittieren)<br />
<br />
Kommando: Leutnant Mercutio Verus (interne Bezeichnung Silberklinge)<br />
<br />
In meinem Namen und gesiegelt:<br />
<br />
[kleines Siegel: Falkensymbol]<br />
<br />
Heermeister Belisarius Caderitor</blockquote>
<br />
Weiterhin lag diesem offiziellem Befehl in der akkuraten Wachstafel auch eine weitere Wachstafel bei, die ohne Muster bearbeitet war. Hier schrieb Belisarius folgenden Text in hektischer Handschrift:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Lieber Mercutio, dieser Auftrag ist heikel und ich kann dir nicht alle Hintergründe nennen. Doch du hast insoweit freie Hand, dass ich dir vertraue, auf diesem politischen Fundament zu agieren, was wir dir bereitet haben. König Ridvan ist der Paranoia verfallen und würde sein halbes Königsreich für ein Gefühl von Sicherheit verkaufen. Deine Aufgabe ist es, ihm diese Sicherheit zu bieten und systematisch nach diesem beigelegten Einsatzbefehl zu agieren, bis wir über unseren Botschafter Clementius genügend Netzwerke errichten konnten, um Matariyya zu stabilisieren. <br />
<br />
Ich kenne deine brutale Ader aber weiß auch darum, dass diese Brutalität nur zielgerichtet einsetzen wirst. Du bist klug, gebildet und kannst dich adaptieren, wie ich es auch erwarte. Dein Manipel wird sehr lange dort sein, kümmere dich um deine Angelegenheiten hier, bevor du abreist und kümmere dich auch darum, dass deine Männer dies wissen. Auch sie haben sicherlich noch Angelegenheiten zu erledigen.<br />
<br />
Egal, was du brauchst, schreibe mir und ich werde es möglich machen.<br />
<br />
[kleines Siegel: Falkensymbol]<br />
<br />
Heermeister Belisarius Caderitor</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>