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		<title><![CDATA[Facing the Storm - Plot: Drachenjagd in Farynn]]></title>
		<link>https://facingthestormchaptertwo.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestormchaptertwo.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 17:07:38 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Fight like a girl]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=831</link>
			<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 21:29:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=162">Rowan Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=831</guid>
			<description><![CDATA[Rowan Fraser war kein Mann, dem man so leicht die Laune verderben konnte. Er war die Strapazen langer Reisen gewohnt, konnte mit Entbehrungen gut leben und hatte auch kein Problem damit, sich mit kargen Mahlzeiten über Wasser zu halten, solange die Gespräche am Lagerfeuer vor sich hinflossen und er ein Ziel und dessen Erreichung klar vor Augen hatte. Tage wie diese dämpften jedoch sein sonst eher gelassenes Gemüt, vor allem nachdem er festgestellt hatte, dass sich ihrer Truppe zur Drachenjagd keinerlei weitere Krieger angeschlossen hatten. Immer wieder hatte er gehofft, dass doch noch mehr Leute dem Aufruf des Königs folgen und ihnen auf der Reise ins Ungewisse Gesellschaft leisten würden. Dass er am Ende bisher der einzige Gerüstete bleiben würde - neben dem einen oder anderen passablen Kämpfer, so wie er die zwei Männer mit Hoffnung einschätzte - , damit hatte er nicht gerechnet und in gewisser Weise machte ihn das unruhig. Zwar war er niemand, der die Anwesenheit von Frauen nicht genoss - nein, ganz im Gegenteil - aber soweit er es beobachten hatte können, war keine der drei Damen in irgendeiner Art und Weise im Kampf geschult. Rowan war sich zwar sicher, dass sie schnell heraushaben würden, dass man am besten mit dem spitzen Ende einer Waffe zustieß, wenn man sich verteidigen wollte, doch in Anbetracht der Gefahren, die ihnen auf der Suche nach dem Fabelwesen auflauern konnten, brauchte es etwas mehr als das, um unversehrt oder zumindest am Leben zu bleiben. Dabei sprach er den jungen Frauen keineswegs ihre Fähigkeiten ab. Die Gelehrte punktete in vielerlei Hinsicht - oh Wunder - mit ihrem Wissen, während Freyja durch ihre offene Art und Neugier herausstach. Tja und dann war da noch Mira. Bereits seit sie zu ihnen gestoßen war, behielt der Söldner sie im Blick. Sie war flink wie ein Hase und er war sich sicher, dass diese Fähigkeit ihrer Beine auch genauso auf ihre Finger zutraf. Alleine die Art und Weise wie sie manchmal nach Dingen griff ließ bei ihm ein Signalglöckchen im Hinterkopf klingeln. Etwas, das ihn darauf aufmerksam machen sollte, dass hinter der Fassade der Gauklerin vielleicht mehr steckte - und dass er seine Geldkatze am besten dicht unter seiner Kleidung tragen sollte. Viel mehr als ihre Ausstrahlung schien jedoch ihr Gesicht eine Erinnerung wachrütteln zu wollen, die er noch nicht so recht greifen konnte. Kaum hatte er das Gefühl einen der losen Fäden, der zur Lösung des Rätsels führte, greifen zu können, so rutschte er ihm auch schon wieder durch die Finger und ließ ihn genauso ratlos wie zuvor zurück. Dabei war ihr Verhalten weder sonderbar noch verdächtig, ähnelte in ihrer Art ein wenig der neugierigen Freyja aber war doch für sich auch wieder einzigartig. Sei es wie es sei, Rowan hatte über die Jahre hinweg ohnehin gelernt, dass es mit Vorsicht zu genießen war, anderen sein Vertrauen zu schenken und so blieb er auch jetzt wachsam.<br />
<br />
Die Chance, diesem seltsamen Gefühl in seiner Magengrube nachzuforschen, bot sich ihm schließlich, als er gemeinsam mit Mira zur Suche nach Feuerholz eingeteilt wurde. Einen Moment lang hatte der 31-Jährige überlegt, Sandokan als Packtier mitzuführen, doch das hätte nur dafür gesorgt, dass sie das trockene Brennmaterial im Unterholz noch schwieriger erreichten. Das stetig neblige und feuchte Wetter hatte nicht gerade dazu beigetragen, Äste und Zweige zu finden, die etwas anderes taten als vor sich hinzukohlen, wenn man sie in der Hoffnung auf Wärme und ein warmes Mahl in Brand steckte. Rowan war irgendwann dazu übergegangen zumindest etwas von dem Holz in Sandokans Satteltaschen zu verstauen, damit wenigstens passables Zündmaterial zur Verfügung stand. Dass seine Wechselkleider dafür als klammes Bündel am Rand des Sattels hingen, hatte der Söldner wohl oder übel dafür in Kauf nehmen müssen. <br />
All das war nun jedoch im Lager geblieben und alles was Rowan bei sich trug war eine kleine, handliche Axt sowie sein Schwert an seiner Seite. Zwar hätte er sich natürlich auch mit dem handlichen Werkzeug auf irgendeine Art und Weise verteidigen können, aber die liebgewonnene Waffe ließ er ohnehin nicht gerne unbeaufsichtigt unter Menschen, die er für kaum einmal länger als einen Wimpernschlag kannte. Begleitet von den Geräuschen des Waldes suchten sich die beiden einen Weg tiefer in das Dickicht, vorbei an kleinen Wällen aus Dornenhecken und anderen Pflanzen und Sträuchern, die Rowan als nicht geeignet für ein Lagerfeuer hielt. Entweder war das Holz an sich zu feucht oder zu ölig, oder die Äste so dünn, dass sie gefühlte Zentner davon herbeischleppen hätten müssen, um wirklich etwas auszurichten. Etwas weiter in der Ferne hatte er jedoch bereits ein kleines Buchenwäldchen ausgemacht, bei dem er sich eine bessere Ausbeute erwartete. <br />
<br />
Vorsichtig auf seine Schritte achtend warf er Mira einen Blick von der Seite zu, wieder grübelnd, während seine Augen über ihr rotes Haar wanderten, in denen der Schimmer der bereits etwas tiefer stehenden Sonne tanzte. Sie war eine Seltenheit geworden in den letzten Tagen, in denen der Himmel doch von dichten Wolken gesättigt gewesen war. <b>"Du bist also eine Gauklerin? Oder ehemals Gauklerin?"</b> Die Frage kam ihm selbst dumm vor, war sie doch eigentlich komplett rhetorisch, aber Rowan mochte das Schweigen nicht, dass sie beide einhüllte. <b>"Was hat dich dazu verleitet, mit uns auf die Drachenjagd zu gehen?"</b> Sei Kopf legte sich etwas schief und er musterte sie genauer, während er mit geschickten Schritten Wurzeln und Steinen auswich. <b>"Wenn das Vieh wirklich so groß ist, wie der König glaubt, taugt es denke ich nicht wirklich als Attraktion für reisende Schausteller..."</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Rowan Fraser war kein Mann, dem man so leicht die Laune verderben konnte. Er war die Strapazen langer Reisen gewohnt, konnte mit Entbehrungen gut leben und hatte auch kein Problem damit, sich mit kargen Mahlzeiten über Wasser zu halten, solange die Gespräche am Lagerfeuer vor sich hinflossen und er ein Ziel und dessen Erreichung klar vor Augen hatte. Tage wie diese dämpften jedoch sein sonst eher gelassenes Gemüt, vor allem nachdem er festgestellt hatte, dass sich ihrer Truppe zur Drachenjagd keinerlei weitere Krieger angeschlossen hatten. Immer wieder hatte er gehofft, dass doch noch mehr Leute dem Aufruf des Königs folgen und ihnen auf der Reise ins Ungewisse Gesellschaft leisten würden. Dass er am Ende bisher der einzige Gerüstete bleiben würde - neben dem einen oder anderen passablen Kämpfer, so wie er die zwei Männer mit Hoffnung einschätzte - , damit hatte er nicht gerechnet und in gewisser Weise machte ihn das unruhig. Zwar war er niemand, der die Anwesenheit von Frauen nicht genoss - nein, ganz im Gegenteil - aber soweit er es beobachten hatte können, war keine der drei Damen in irgendeiner Art und Weise im Kampf geschult. Rowan war sich zwar sicher, dass sie schnell heraushaben würden, dass man am besten mit dem spitzen Ende einer Waffe zustieß, wenn man sich verteidigen wollte, doch in Anbetracht der Gefahren, die ihnen auf der Suche nach dem Fabelwesen auflauern konnten, brauchte es etwas mehr als das, um unversehrt oder zumindest am Leben zu bleiben. Dabei sprach er den jungen Frauen keineswegs ihre Fähigkeiten ab. Die Gelehrte punktete in vielerlei Hinsicht - oh Wunder - mit ihrem Wissen, während Freyja durch ihre offene Art und Neugier herausstach. Tja und dann war da noch Mira. Bereits seit sie zu ihnen gestoßen war, behielt der Söldner sie im Blick. Sie war flink wie ein Hase und er war sich sicher, dass diese Fähigkeit ihrer Beine auch genauso auf ihre Finger zutraf. Alleine die Art und Weise wie sie manchmal nach Dingen griff ließ bei ihm ein Signalglöckchen im Hinterkopf klingeln. Etwas, das ihn darauf aufmerksam machen sollte, dass hinter der Fassade der Gauklerin vielleicht mehr steckte - und dass er seine Geldkatze am besten dicht unter seiner Kleidung tragen sollte. Viel mehr als ihre Ausstrahlung schien jedoch ihr Gesicht eine Erinnerung wachrütteln zu wollen, die er noch nicht so recht greifen konnte. Kaum hatte er das Gefühl einen der losen Fäden, der zur Lösung des Rätsels führte, greifen zu können, so rutschte er ihm auch schon wieder durch die Finger und ließ ihn genauso ratlos wie zuvor zurück. Dabei war ihr Verhalten weder sonderbar noch verdächtig, ähnelte in ihrer Art ein wenig der neugierigen Freyja aber war doch für sich auch wieder einzigartig. Sei es wie es sei, Rowan hatte über die Jahre hinweg ohnehin gelernt, dass es mit Vorsicht zu genießen war, anderen sein Vertrauen zu schenken und so blieb er auch jetzt wachsam.<br />
<br />
Die Chance, diesem seltsamen Gefühl in seiner Magengrube nachzuforschen, bot sich ihm schließlich, als er gemeinsam mit Mira zur Suche nach Feuerholz eingeteilt wurde. Einen Moment lang hatte der 31-Jährige überlegt, Sandokan als Packtier mitzuführen, doch das hätte nur dafür gesorgt, dass sie das trockene Brennmaterial im Unterholz noch schwieriger erreichten. Das stetig neblige und feuchte Wetter hatte nicht gerade dazu beigetragen, Äste und Zweige zu finden, die etwas anderes taten als vor sich hinzukohlen, wenn man sie in der Hoffnung auf Wärme und ein warmes Mahl in Brand steckte. Rowan war irgendwann dazu übergegangen zumindest etwas von dem Holz in Sandokans Satteltaschen zu verstauen, damit wenigstens passables Zündmaterial zur Verfügung stand. Dass seine Wechselkleider dafür als klammes Bündel am Rand des Sattels hingen, hatte der Söldner wohl oder übel dafür in Kauf nehmen müssen. <br />
All das war nun jedoch im Lager geblieben und alles was Rowan bei sich trug war eine kleine, handliche Axt sowie sein Schwert an seiner Seite. Zwar hätte er sich natürlich auch mit dem handlichen Werkzeug auf irgendeine Art und Weise verteidigen können, aber die liebgewonnene Waffe ließ er ohnehin nicht gerne unbeaufsichtigt unter Menschen, die er für kaum einmal länger als einen Wimpernschlag kannte. Begleitet von den Geräuschen des Waldes suchten sich die beiden einen Weg tiefer in das Dickicht, vorbei an kleinen Wällen aus Dornenhecken und anderen Pflanzen und Sträuchern, die Rowan als nicht geeignet für ein Lagerfeuer hielt. Entweder war das Holz an sich zu feucht oder zu ölig, oder die Äste so dünn, dass sie gefühlte Zentner davon herbeischleppen hätten müssen, um wirklich etwas auszurichten. Etwas weiter in der Ferne hatte er jedoch bereits ein kleines Buchenwäldchen ausgemacht, bei dem er sich eine bessere Ausbeute erwartete. <br />
<br />
Vorsichtig auf seine Schritte achtend warf er Mira einen Blick von der Seite zu, wieder grübelnd, während seine Augen über ihr rotes Haar wanderten, in denen der Schimmer der bereits etwas tiefer stehenden Sonne tanzte. Sie war eine Seltenheit geworden in den letzten Tagen, in denen der Himmel doch von dichten Wolken gesättigt gewesen war. <b>"Du bist also eine Gauklerin? Oder ehemals Gauklerin?"</b> Die Frage kam ihm selbst dumm vor, war sie doch eigentlich komplett rhetorisch, aber Rowan mochte das Schweigen nicht, dass sie beide einhüllte. <b>"Was hat dich dazu verleitet, mit uns auf die Drachenjagd zu gehen?"</b> Sei Kopf legte sich etwas schief und er musterte sie genauer, während er mit geschickten Schritten Wurzeln und Steinen auswich. <b>"Wenn das Vieh wirklich so groß ist, wie der König glaubt, taugt es denke ich nicht wirklich als Attraktion für reisende Schausteller..."</b>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[To the forest of denial]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=830</link>
			<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 14:39:29 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=144">Freyja Winters</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/d8/f0/40/d8f0404a9acf6ada587e6786b0431a0b.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">To the forest of denialntitel<br />
<div style="font-size:18px;">Walk with me until the time</div>
</div>
<br />
Eine ganze Woche waren sie nun schon unterwegs. Das Baden im Fluss jagte der jungen Frau noch immer eiskalte Schauer über den Rücken, das Essen, was sie sich selbst erlegen mussten, ließ ihr immer noch regelmäßig die Galle aufsteigen und die Kälte, die ihr des nachts in die Knochen kroch, ließ sie immer noch in so mancher stiller Stunde daran zweifeln, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Zweifel waren normal, versuchte sie sich immer wieder selber einzureden. Es war normal, seine Entscheidungen infrage zu stellen, sich in Gedankenspielereien zu verlieren, sich alternative Szenarien auszudenken. Natürlich könnte Freyja immer noch hinter dem Tresen in der Taverne in Three Rivers stehen, könnte immer noch schales Bier in dreckigen Krügen ausschenken und nur ein entnervtes Brummen der Gäste entgegen nehmen, welches dem Goldtaler auf dem Schritt folgte, doch der Drang nach Abenteuer war da gewesen. Sie hatte ihre Bestimmung nicht einfach ignorieren können. Sie wollte auf diese Jagd gehen, wenn auch aus anderen Gründen, als die anderen. Zumindest vermutete sie das. So richtig traute sie sich nicht ihre wahren Gedanken auszusprechen, weil sie immer noch nicht ganz sicher war, wem sie trauen konnte und bei wem sie besser vorsichtig sein sollte. <br />
<br />
Den ganzen Tag über waren sie durch das Dickicht im Wald gewandert. Hatten sich durch Geäst geschlagen, bis ihre Messer stumpf und ihre Füße wund gewesen waren. Jedenfalls empfand Freyja diesen Fußmarsch heute so. Und passiert war bisher noch gar nichts. Sie hatten keine Spuren, keine Tierkadaver, ja, nicht einmal verruße Baumstämme gefunden. Sie irrten umher wie eine Gruppe Verlorener. Und genauso fühlte es sich an. Als wäre Freyja verloren. Verloren in ihrem eigenen Abenteuer, das sie so sehr gewollt hat. Die Tatsache, dass sie einfach noch nichts gefunden hatten, verunsicherte sie. Dabei hatte sie sich anfangs sogar noch darüber gefreut, dass sie KEINE Spuren gefunden hatten, weil sie den Drachen - falls er denn überhaupt existierte - ja gar nicht verletzten wollte. Sie wollte ihn nur finden und am liebsten sogar warnen, falls sowas überhaupt möglich war. Einen Drachen hatte es seit so vielen Jahren nicht mehr gegeben. Dass dieses Geschöpf aus den alten Legenden nun angeblich wieder gesichtet worden war, war ein wundervolles Zeichen gewesen, kein unheilverkündendes Schicksal! Doch offenbar sahen das nicht alle so, wie die junge Brünette. <br />
<br />
Während das Lagerfeuer vor sich hin knisterte und Freyja gerade ihr eigenes Lager soweit fertig gemacht hatte, dass sie sich gleich unter die kratzige Decke kuscheln konnte, die sie von zu Hause mitgenommen hatte, sah sie, dass eine der anderen Frauen etwas unentschlossen herum stand, als fühlte sie sich in diesem Moment genauso verloren, wie es bei der Winters selbst der Fall war. Kurzerhand beschloss sie, zu der Rothaarigen hinzugehen. Sie hatten zwar schon das ein oder andere Wort miteinander gewechselt, doch bisher waren sie gar nicht dazu gekommen sich richtig kennen zu lernen. <br />
<br />
"<div class="heimatloscolor">Hallo. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob ich mich schon bei dir vorgestellt habe. Und das, obwohl wir schon seit einer Woche unterwegs sind... Wo sind nur meine Manieren geblieben? Ich bin Freyja. Das musste ich jetzt dringend mal nachholen</div>", sagte sie etwas peinlich berührt und zuckte entschuldigend mit den Schultern.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/d8/f0/40/d8f0404a9acf6ada587e6786b0431a0b.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">To the forest of denialntitel<br />
<div style="font-size:18px;">Walk with me until the time</div>
</div>
<br />
Eine ganze Woche waren sie nun schon unterwegs. Das Baden im Fluss jagte der jungen Frau noch immer eiskalte Schauer über den Rücken, das Essen, was sie sich selbst erlegen mussten, ließ ihr immer noch regelmäßig die Galle aufsteigen und die Kälte, die ihr des nachts in die Knochen kroch, ließ sie immer noch in so mancher stiller Stunde daran zweifeln, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Zweifel waren normal, versuchte sie sich immer wieder selber einzureden. Es war normal, seine Entscheidungen infrage zu stellen, sich in Gedankenspielereien zu verlieren, sich alternative Szenarien auszudenken. Natürlich könnte Freyja immer noch hinter dem Tresen in der Taverne in Three Rivers stehen, könnte immer noch schales Bier in dreckigen Krügen ausschenken und nur ein entnervtes Brummen der Gäste entgegen nehmen, welches dem Goldtaler auf dem Schritt folgte, doch der Drang nach Abenteuer war da gewesen. Sie hatte ihre Bestimmung nicht einfach ignorieren können. Sie wollte auf diese Jagd gehen, wenn auch aus anderen Gründen, als die anderen. Zumindest vermutete sie das. So richtig traute sie sich nicht ihre wahren Gedanken auszusprechen, weil sie immer noch nicht ganz sicher war, wem sie trauen konnte und bei wem sie besser vorsichtig sein sollte. <br />
<br />
Den ganzen Tag über waren sie durch das Dickicht im Wald gewandert. Hatten sich durch Geäst geschlagen, bis ihre Messer stumpf und ihre Füße wund gewesen waren. Jedenfalls empfand Freyja diesen Fußmarsch heute so. Und passiert war bisher noch gar nichts. Sie hatten keine Spuren, keine Tierkadaver, ja, nicht einmal verruße Baumstämme gefunden. Sie irrten umher wie eine Gruppe Verlorener. Und genauso fühlte es sich an. Als wäre Freyja verloren. Verloren in ihrem eigenen Abenteuer, das sie so sehr gewollt hat. Die Tatsache, dass sie einfach noch nichts gefunden hatten, verunsicherte sie. Dabei hatte sie sich anfangs sogar noch darüber gefreut, dass sie KEINE Spuren gefunden hatten, weil sie den Drachen - falls er denn überhaupt existierte - ja gar nicht verletzten wollte. Sie wollte ihn nur finden und am liebsten sogar warnen, falls sowas überhaupt möglich war. Einen Drachen hatte es seit so vielen Jahren nicht mehr gegeben. Dass dieses Geschöpf aus den alten Legenden nun angeblich wieder gesichtet worden war, war ein wundervolles Zeichen gewesen, kein unheilverkündendes Schicksal! Doch offenbar sahen das nicht alle so, wie die junge Brünette. <br />
<br />
Während das Lagerfeuer vor sich hin knisterte und Freyja gerade ihr eigenes Lager soweit fertig gemacht hatte, dass sie sich gleich unter die kratzige Decke kuscheln konnte, die sie von zu Hause mitgenommen hatte, sah sie, dass eine der anderen Frauen etwas unentschlossen herum stand, als fühlte sie sich in diesem Moment genauso verloren, wie es bei der Winters selbst der Fall war. Kurzerhand beschloss sie, zu der Rothaarigen hinzugehen. Sie hatten zwar schon das ein oder andere Wort miteinander gewechselt, doch bisher waren sie gar nicht dazu gekommen sich richtig kennen zu lernen. <br />
<br />
"<div class="heimatloscolor">Hallo. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob ich mich schon bei dir vorgestellt habe. Und das, obwohl wir schon seit einer Woche unterwegs sind... Wo sind nur meine Manieren geblieben? Ich bin Freyja. Das musste ich jetzt dringend mal nachholen</div>", sagte sie etwas peinlich berührt und zuckte entschuldigend mit den Schultern.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Only a Monster can kill a Monster]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=828</link>
			<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 09:55:13 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=21">Ivar Lorenson</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=828</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/8d/fa/8b/8dfa8bbf7f4859cd15acc347c62cb0d9.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;">  How do you intend do survive?<br />
<div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Given that you are neither.</div>
</div>
Aufgeweichte Erde und Matsch knirschten unter den Stiefeln und hatte erstaunlich viel mit den Kuhfladen gemein, durch die Ivar vor nicht allzu langer Zeit noch gestapft war. Im Grunde war jedes Land doch gleich. Da machten die Menschen so einen Stress um die Grenzen und unterschiedlichen Kulturen, aber wenn man die Erde fragte, gab es darauf nur eine Antwort. Sie alle hatten einen Boden, auf dem sie liefen. Pflanzen und Tiere, die ihr Leben ermöglichten. Wasser in der Erde, über ihren Köpfen und in manchen Früchten, die gepflückt werden wollten. Überall, wo Menschen nicht ihre Nase reinsteckten, hatte die Natur so etwas Banales, so etwas Einfaches an sich, dass der Söldner sich in ihr oft wohler fühlte. Töten oder getötet werden, einfache Gesetze des Überlebens ohne die komplizierte Schicht aus menschlicher Kommunikation, den Spinnereien und der ungerechten Verteilung von Macht in den Händen der Falschen. Weil sie nämlich noch nie von der Natur auf die Probe gestellt wurden. Weil sie die Banalität des Lebens umgingen, indem sie von widerlichen Geburtsrechten und unverdienten Titeln Gebrauch machten, um nie einen Fuß in die Wildnis setzen zu müssen. <br />
Und wenn ihre Gruppe den Drachen fand und <i>tatsächlich</i> erlegte, dann würden es eben jene Sesselpupser sein, die ihnen einen Sack Gold in die Arme drücken, ihnen auf die Schulter klopfen und sich schließlich von ihnen abwenden würden, um den Ruhm einzukassieren. Denn Gold regierte die Welt und sie regierten das Gold. Was war ihr System doch nur für ein lächerlicher, von Drecksschweinen ausgedachter Witz.<br />
<br />
Na ja, aber dafür müsste ihre Gruppe den <i>’Drachen’</i>, wenn es denn tatsächlich einer war, erstmal finden. Geschweige denn davon, ihn zu erledigen; so, wie Ivar das Mädchen musterte, das vor ihm über die aufgeweichte Erde stapfte, war er zusehends überzeugt davon, dass er sich einer Gruppe von Selbstmördern angeschlossen hatte. Im besten Sinne wohl noch Märtyrer, denn <i>was</i>, bei Heofaders Eiern, <i>Was bewegte eine Frau und ein Mädchen nach einem Monster zu suchen, das Jungfrauen gerne zum Mittag verspeiste?</i> Maria, oder wie sie hieß, konnte ja nichtmal ordentlich ein Messer halten. Wenn er sie jetzt schubste - und für einen kurzen Moment spielte er mit dem Gedanken -, würde ihr hübsches Gesicht im Schlamm baden. Vielleicht würde sie sich ihre Nase brechen, dann könnte sie wenigstens zurück zu ihrer Mama und stolz ihre Kampfesverletzung zeigen, ohne ernsthaft in Schwierigkeiten gewesen zu sein. Ivar war jedenfalls nicht sonderlich begeistert davon, zwei tote Gewichte mit sich mitzuziehen, auch wenn sie hübsch anzusehen waren.<br />
Dass sie beide die Aufgabe übernommen hatten, in dem letzten Licht des Tages, das diffus durch die dicke Wolkendecke brach, ihr Abendessen zu jagen, tat erstmal nichts zur Sache. Sie wären sehr viel schneller dabei, wenn Ivar dem Mädchen ein paar Tipps geben würde, wie zum Beispiel nach kleinen gebrochenen Ästen Ausschau zu halten, die Wildleben verrieten, oder nach verlassenen Vogelnestern in den Bäumen. Tat er aber nicht. Er machte nicht einmal Anstalten, seinen eigenen Bogen von der Schulter zu ziehen, sondern beobachtete lieber, wie das rote Haar vor ihm hin und her wippte, während Mariam flink über das Laub sprang. <div class="heimatloscolor">“Was machst du eigentlich hier?”</div>, fragte er schließlich einfach so, prompt, frei heraus mit dieser typischen Unernsthaftigkeit in der Stimme, die er nie wirklich ablegte. Nicht, wenn die ganze Welt im Scheißegal war. <div class="heimatloscolor">“Du wirst dir ja kaum vorgenommen haben, einen Drachen zu töten.”</div>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/8d/fa/8b/8dfa8bbf7f4859cd15acc347c62cb0d9.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;">  How do you intend do survive?<br />
<div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Given that you are neither.</div>
</div>
Aufgeweichte Erde und Matsch knirschten unter den Stiefeln und hatte erstaunlich viel mit den Kuhfladen gemein, durch die Ivar vor nicht allzu langer Zeit noch gestapft war. Im Grunde war jedes Land doch gleich. Da machten die Menschen so einen Stress um die Grenzen und unterschiedlichen Kulturen, aber wenn man die Erde fragte, gab es darauf nur eine Antwort. Sie alle hatten einen Boden, auf dem sie liefen. Pflanzen und Tiere, die ihr Leben ermöglichten. Wasser in der Erde, über ihren Köpfen und in manchen Früchten, die gepflückt werden wollten. Überall, wo Menschen nicht ihre Nase reinsteckten, hatte die Natur so etwas Banales, so etwas Einfaches an sich, dass der Söldner sich in ihr oft wohler fühlte. Töten oder getötet werden, einfache Gesetze des Überlebens ohne die komplizierte Schicht aus menschlicher Kommunikation, den Spinnereien und der ungerechten Verteilung von Macht in den Händen der Falschen. Weil sie nämlich noch nie von der Natur auf die Probe gestellt wurden. Weil sie die Banalität des Lebens umgingen, indem sie von widerlichen Geburtsrechten und unverdienten Titeln Gebrauch machten, um nie einen Fuß in die Wildnis setzen zu müssen. <br />
Und wenn ihre Gruppe den Drachen fand und <i>tatsächlich</i> erlegte, dann würden es eben jene Sesselpupser sein, die ihnen einen Sack Gold in die Arme drücken, ihnen auf die Schulter klopfen und sich schließlich von ihnen abwenden würden, um den Ruhm einzukassieren. Denn Gold regierte die Welt und sie regierten das Gold. Was war ihr System doch nur für ein lächerlicher, von Drecksschweinen ausgedachter Witz.<br />
<br />
Na ja, aber dafür müsste ihre Gruppe den <i>’Drachen’</i>, wenn es denn tatsächlich einer war, erstmal finden. Geschweige denn davon, ihn zu erledigen; so, wie Ivar das Mädchen musterte, das vor ihm über die aufgeweichte Erde stapfte, war er zusehends überzeugt davon, dass er sich einer Gruppe von Selbstmördern angeschlossen hatte. Im besten Sinne wohl noch Märtyrer, denn <i>was</i>, bei Heofaders Eiern, <i>Was bewegte eine Frau und ein Mädchen nach einem Monster zu suchen, das Jungfrauen gerne zum Mittag verspeiste?</i> Maria, oder wie sie hieß, konnte ja nichtmal ordentlich ein Messer halten. Wenn er sie jetzt schubste - und für einen kurzen Moment spielte er mit dem Gedanken -, würde ihr hübsches Gesicht im Schlamm baden. Vielleicht würde sie sich ihre Nase brechen, dann könnte sie wenigstens zurück zu ihrer Mama und stolz ihre Kampfesverletzung zeigen, ohne ernsthaft in Schwierigkeiten gewesen zu sein. Ivar war jedenfalls nicht sonderlich begeistert davon, zwei tote Gewichte mit sich mitzuziehen, auch wenn sie hübsch anzusehen waren.<br />
Dass sie beide die Aufgabe übernommen hatten, in dem letzten Licht des Tages, das diffus durch die dicke Wolkendecke brach, ihr Abendessen zu jagen, tat erstmal nichts zur Sache. Sie wären sehr viel schneller dabei, wenn Ivar dem Mädchen ein paar Tipps geben würde, wie zum Beispiel nach kleinen gebrochenen Ästen Ausschau zu halten, die Wildleben verrieten, oder nach verlassenen Vogelnestern in den Bäumen. Tat er aber nicht. Er machte nicht einmal Anstalten, seinen eigenen Bogen von der Schulter zu ziehen, sondern beobachtete lieber, wie das rote Haar vor ihm hin und her wippte, während Mariam flink über das Laub sprang. <div class="heimatloscolor">“Was machst du eigentlich hier?”</div>, fragte er schließlich einfach so, prompt, frei heraus mit dieser typischen Unernsthaftigkeit in der Stimme, die er nie wirklich ablegte. Nicht, wenn die ganze Welt im Scheißegal war. <div class="heimatloscolor">“Du wirst dir ja kaum vorgenommen haben, einen Drachen zu töten.”</div>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Become my escape]]></title>
			<link>https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=805</link>
			<pubDate>Wed, 03 Sep 2025 15:42:32 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestormchaptertwo.de/member.php?action=profile&uid=144">Freyja Winters</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestormchaptertwo.de/showthread.php?tid=805</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate3">
<div class="posttemplate3imageright"><img src="https://i.imgur.com/SoQ4sv1.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div>
Leise knisterte das Lagerfeuer, während es nach und nach die Holzscheite verzehrte, die Freyja eben noch mühsam im Wald gesucht hatte. Über ihnen raschelte der Wind in den Blätterkronen der erhabenen Bäume, während sie unter ihnen Schutz gesucht hatten. Erst ein Tag war vergangen, seit sie die Hauptstadt Farynns hinter sich gelassen haben und doch kam es ihr vor wie ein ganzes Abenteuer. Immer wieder schlichen sich die Zweifel in ihren Geist, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Immer wieder waren es Ängste und Sorgen, die sie ans Umkehren denken ließen. Noch wäre es nicht zu spät. Sogar alleine konnte sie noch den Weg zurück finden und die alte Dame in der Taverne wäre sicher auch froh, wenn Freyja doch wieder hinter dem Tresen arbeiten würde. Noch biss sie jedoch die Zähne zusammen. Sie wollte nicht aufgeben. Sie war so weit gereist und hatte so viel auf sich genommen, da wäre es ein Unding nun die Drachenjagd sausen zu lassen. Und trotzdem stellte sie mit jedem Schritt, den sie sich weiter weg entfernte, fest, wie ungewiss ihre Reise ins Nirgendwo sein würde. Niemand von ihnen wusste, wo sie lang musste. Niemand wusste, was sie am Ende dieses Abenteuers erwarten würde. Es würde Geschichten über diese Reise geben, dessen war sie sich sicher. Doch unklar war, ob sie auf der Seite der Helden oder auf der Seite der Verliere stehen würde. Es gab immer welche, die zu früh starben oder einfach viel zu viel Pech hatten und anderweitig verletzt oder verstümmelt wurden. Das waren diese Geschichten, über die man bei einem lausigen und viel zu warmen Bier in der Taverne lachte. Die Menschen, die das Pech anzogen, wie Licht es bei Mücken tat. <br />
<br />
Freyja schluckte schwer. Mit jeder Sekunde, die verstrich, stellte sie sich die gleiche Frage. Würde sie das Zeug dazu haben, durchzuhalten? Würde sie eine Bereicherung für die Gruppe sein oder nur ihr Klotz am Bein? Verzweifelt fuhr sich die junge Frau durch die dunklen Haare und streckte die Hände danach in Richtung des Feuers. Sie war auch vom Winterland bis nach Farynn gereist, ganz alleine und ohne Gesellschaft. Sie würde es doch wohl in einer kleinen Gruppe aushalten, einen Drachen zu suchen, den sie ganz sicher sowieso nicht finden würden! Außerdem... waren mindestens zwei von ihnen - Aodhan und sie selbst - überhaupt nicht daran interessiert, diesem Drachen etwas anzutun. Freyja selbst wollte einfach nur wissen, was an den Legenden dran war. Wollte sich auf eine Reise begeben, die sie näher zu sich selbst bringen würde. Einen Drachen würde sie nie im Leben töten! Selbst wenn dieser direkt vor ihr stünde! <br />
<br />
Seufzend kramte sie in dem Lederbeutel, in dem irgendwo noch etwas Trockenfleisch und ein Apfel sein musste. Es waren die letzten Reste des Proviants, den sie aus der Hauptstadt mitgenommen hatten. Bald würden sie das essen müssen, was sie sich erledigten. Und hoffentlich würden die anderen mit ihr teilen, denn mit Pfeil und Bogen konnte sie überhaupt nicht umgehen. Und ein Kaninchen mit einem Dolch zu erwischen war vermutlich sehr unwahrscheinlich... Nachdenklich biss sie knuspernd von dem Stück Trockenfleisch ab und kaute darauf herum, während sie unsicher ins Feuer starrte.<br />
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Leise knisterte das Lagerfeuer, während es nach und nach die Holzscheite verzehrte, die Freyja eben noch mühsam im Wald gesucht hatte. Über ihnen raschelte der Wind in den Blätterkronen der erhabenen Bäume, während sie unter ihnen Schutz gesucht hatten. Erst ein Tag war vergangen, seit sie die Hauptstadt Farynns hinter sich gelassen haben und doch kam es ihr vor wie ein ganzes Abenteuer. Immer wieder schlichen sich die Zweifel in ihren Geist, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Immer wieder waren es Ängste und Sorgen, die sie ans Umkehren denken ließen. Noch wäre es nicht zu spät. Sogar alleine konnte sie noch den Weg zurück finden und die alte Dame in der Taverne wäre sicher auch froh, wenn Freyja doch wieder hinter dem Tresen arbeiten würde. Noch biss sie jedoch die Zähne zusammen. Sie wollte nicht aufgeben. Sie war so weit gereist und hatte so viel auf sich genommen, da wäre es ein Unding nun die Drachenjagd sausen zu lassen. Und trotzdem stellte sie mit jedem Schritt, den sie sich weiter weg entfernte, fest, wie ungewiss ihre Reise ins Nirgendwo sein würde. Niemand von ihnen wusste, wo sie lang musste. Niemand wusste, was sie am Ende dieses Abenteuers erwarten würde. Es würde Geschichten über diese Reise geben, dessen war sie sich sicher. Doch unklar war, ob sie auf der Seite der Helden oder auf der Seite der Verliere stehen würde. Es gab immer welche, die zu früh starben oder einfach viel zu viel Pech hatten und anderweitig verletzt oder verstümmelt wurden. Das waren diese Geschichten, über die man bei einem lausigen und viel zu warmen Bier in der Taverne lachte. Die Menschen, die das Pech anzogen, wie Licht es bei Mücken tat. <br />
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Freyja schluckte schwer. Mit jeder Sekunde, die verstrich, stellte sie sich die gleiche Frage. Würde sie das Zeug dazu haben, durchzuhalten? Würde sie eine Bereicherung für die Gruppe sein oder nur ihr Klotz am Bein? Verzweifelt fuhr sich die junge Frau durch die dunklen Haare und streckte die Hände danach in Richtung des Feuers. Sie war auch vom Winterland bis nach Farynn gereist, ganz alleine und ohne Gesellschaft. Sie würde es doch wohl in einer kleinen Gruppe aushalten, einen Drachen zu suchen, den sie ganz sicher sowieso nicht finden würden! Außerdem... waren mindestens zwei von ihnen - Aodhan und sie selbst - überhaupt nicht daran interessiert, diesem Drachen etwas anzutun. Freyja selbst wollte einfach nur wissen, was an den Legenden dran war. Wollte sich auf eine Reise begeben, die sie näher zu sich selbst bringen würde. Einen Drachen würde sie nie im Leben töten! Selbst wenn dieser direkt vor ihr stünde! <br />
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Seufzend kramte sie in dem Lederbeutel, in dem irgendwo noch etwas Trockenfleisch und ein Apfel sein musste. Es waren die letzten Reste des Proviants, den sie aus der Hauptstadt mitgenommen hatten. Bald würden sie das essen müssen, was sie sich erledigten. Und hoffentlich würden die anderen mit ihr teilen, denn mit Pfeil und Bogen konnte sie überhaupt nicht umgehen. Und ein Kaninchen mit einem Dolch zu erwischen war vermutlich sehr unwahrscheinlich... Nachdenklich biss sie knuspernd von dem Stück Trockenfleisch ab und kaute darauf herum, während sie unsicher ins Feuer starrte.<br />
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